Flüsse richtig lesen und verstehen und wie man sich verhalten sollte...

Grosse Flüsse wie die Aare können unerfahrene Fischer schnell verunsichern. Während im Bach die guten Stellen sehr einfach auszumachen sind, fühlt man sich am grossen Fluss oft etwas auf verlorenem Posten... wo stecken denn die Fische?

Forellen mögen Strömung, aber nicht direkt. Das heisst, sie sind durchaus auch in strömungsreicheren Strecken zu finden, suchen dann aber Deckung vor der Strömung. Folglich sind sie vor allem in Ufernähe zu fangen und nicht irgendwo mitten im Fluss, wo sie der Strömung schutzlos ausgeliefert sind. In Ufernähe verstecken sie sich hinter Steinpackungen, Felsen, ins Wasser ragenden Bäumen, etc. Dies sind dann die Spots, an denen der Wobbler vorbei gezupft wird bzw. an denen die Fliege vorbei treiben sollte.


In strömungsärmeren Zonen, dies können besonders Breite Strecken sein, Kurveninnenseiten oder Nebenarme, sind die Fische dann mehr verteilt. Dort muss man sie dann einfach suchen. Das heisst, mit der Spinnrute die ganze Fläche fächerartig abfischen, mit der Fliegenrute die Fliege immer wieder einen Meter weiter raus und erneut abtreiben lassen. Solche Zonen sind besonders interessant für Fliegenfischer, da man in der ruhigen Strömung die Fliege viel besser und kontrollierter präsentieren kann, und da dort auch mit Äschen nebst Forellen gerechnet werden kann. Einen Hinweis gibt es aber noch: Gerne stehen sie direkt an den Kanten zur stärkeren Strömung, da sie dort die Nahrung herauspicken können ohne grössere Anstrengung.