Bäche und Bergbäche richtig lesen und verstehen und wie man sich verhalten sollte...

Wo stehen die Fische, wie sieht eine verdächtige Stelle aus und wie lange soll ich an einem Spot verharren?

Gute Stellen sind strömungsberuhigte Stellen hinter grossen Steinen/Felsen, hinter Baumstämmen, in einer Kurve oder unter einem Wasserfall. Gute Stellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie tiefer sind, das Wasser ruhiger fliesst und dass sie für die Forellen einen idealen Standort darstellen. Wichtig ist, dass die Forellen, wie gesagt, ruhigere Stellen haben, wo sie sich vor der Strömung schützen können, Struktur vorhanden ist, wo sie sich verstecken können (Steine, versunkene Äste) und eine Strömung, aus der sie heranschwemmende Nahrung herauspicken können, um dann schnell wieder in die geschützte Zone zurückkehren zu können.

An guten Tagen hat man fast hinter jedem Stein einen Biss, doch die Kunst ist es, die misstrauischeren Grossen zu finden und zu überlisten...

 

Im Bach hat die Bachforelle oft nur einen Sekundenbruchteil Zeit, um zu entscheiden, ob sie etwas fressen will oder nicht, während es an ihr vorbeigeschwemmt wird. Daher macht es keinen Sinn, allzulange an einer Stelle auszuharren. Falls eine beissfreudige Forelle drin ist, merkt man das ziemlich schnell. In natürlichen Bächen hat es eine gute Stelle nach der anderen, deshalb lautet die Devise fürs Bachfischen (egal welche Technik): Kurz probieren, dann weitergehen! Bachforellen sind standorttreue Fische, es macht keinen Sinn, immer am selben Platz zu stehen, sondern es ist besser, möglichst viel Strecke zu machen und dadurch so viele Standorte wie möglich zu befischen.

Vorsichtiges Verhalten des Fischers am Wasser!

Beim Bachfischen gilt es, sehr vorsichtig zu sein. Wenn man wie ein Trampel an den Pool watschelt, kann die Ausrüstung noch so gut sein, der Wurf noch so perfekt landen und der Wobbler noch so schön laufen – ihr fangt trotzdem nichts! Wieso? Ganz einfach, die Forellen sind extrem scheuh! Die Bachforelle sieht nicht nur gut, sondern sie spürt auch kleinste Geräusche und Vibrationen dank ihres Seitenlinienorgans. Am Bach dürft ihr also auf keinen Fall auffallen, hierbei gibt es diverse Regeln zu beachten:

  • Unnötige Geräusche vermeiden (z.B. rollende Steine, knackende Äste, raschelndes Laub, etc...
  • So zur Sonne stehen, dass man keinen Schatten ins Wasser wirft.
  • Auffällige, farbige Kleidung vermeiden
  • Deckung suchen
  • Sich immer von unten nähern, denn Bachforellen richten sich mit dem Kopf flussaufwärts Richtung Strömung aus, folglich bewegt man sich von unten her im toten Winkel ihres Blickfeldes und kann sich besser anschleichen, ohne gesehen zu werden.
    Wenn ein Spot von der Seite oder von oben herab befischt werden soll, muss man sich halt entsprechend anschleichen und Deckung suchen und den Spot aus genügender Distanz anwerfen.
  • Poolbrillen helfen euch, die Wasserspiegelung auszugleichen und so besser ins Wasser sehen zu können. Forellen können damit besser ausgemacht werden. Ohne ist es meist schon zu spät, wenn man eine entdeckt, flieht sie schon...

 

Je kleiner das Gewässer und je klarer das Wasser, desto wichtiger sind diese Regeln und umso vorsichtiger muss man sich verhalten! Je mehr Wasser ein Bach führt, desto weniger fallen eure Geräusche auf und je stärker ein Bach durch Schmelzwasser oder Regen eingetrübt ist, desto schlechter kann euch ein Fisch entdecken.

Am kristallklaren Bergbach ist indianermässiges Anschleichen Pflicht und genau das macht die Spinnfischerei am Bergbach doch auch so spannend...
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