Technik & Ausrüstung

Tackle

Da beim Eisfischen 2 Ruten erlaubt sind, empfehlen wir, euch mit zwei unterschiedlichen Ruten auszurüsten. Eine straffe, schnelle Rute mit hartem Rückgrat für das aktive Fischen mit Jigs, Dropshot, usw. und eine weichere, sensiblere Rute fürs passive Fischen mit der Gambe/Hegene.

 

Als Rolle genügen kleine, günstige Stationärrollen der 1000er bis 2500er Grösse.

 

Bespuhlt werden die Rollen ausschliesslich mit Monofilschnur! Wegen den oftmals sehr kalten Temperaturen würden geflochtene Schnüre sofort steif frieren und werden brüchig. Wir empfehlen eine Schnurdicke von ca. 0.25mm Durchmesser.

 

Direkt an die Mono Hauptschnur wird ein kleiner Snap geknüpft, worin anschliessend der Jig, das Dropshot, die Gambe oder was auch immer einfach eingehängt werden kann. Ein extra Vorfach ist unnötig.

Aktive Techniken (modernere Methoden) mit Kunstködern

Aktiv fischen wir am erfolgreichsten mit Gummiködern (Grösse von 2'' - 4'').

 

Diese Softbaits werden entweder am Jigkopf, Tirolersystem oder am Dropshot angeboten. Für die Jigköpfe und Tirolersysteme empfehlen wir Gewichte von ca. 5-7g, die Hakengrösse muss natürlich der Ködergrösse angepasst werden. Die Präsentation erfolgt dann mit kurzen Sprüngen am Grund oder knapp darüber.

Mindestens so fängig ist die Präsentation am Dropshot. Hierzu empfehlen wir je nach Ködergrösse, Tiefe und Untergrund Dropshotbleie zwischen 5-14g, von der Form her bevorzugt runde Bleie. Die Führung erfolgt dann mit zitternden, leicht sprunghaften Bewegungen, wobei man den Gummiköder immer wieder für einige Sekunden ruhen lassen sollte.

 

Wie das Dropshot  funktioniert, könnt ihr in der Infothek unter Finesse/Finesse-Rigs im Detail nachlesen.

Wie das vertikale Jiggen funktioniert, könnt ihr in der Infothek unter Finesse/Finesse-Jigging im Detail nachlesen.

Das Dropshot ist beim Eisfischen eine Geheimwaffe auf grundnah jagende Saiblinge & Namaycush... (Köder im Bild: Molix "Freaky Rock")
Das Dropshot ist beim Eisfischen eine Geheimwaffe auf grundnah jagende Saiblinge & Namaycush... (Köder im Bild: Molix "Freaky Rock")

Ködertipps zum aktiven Eisfischen mit Kunstködern

Beim aktiven Fischen mit Kunstködern setzen wir wie erwähnt auf Gummiköder. Auf Saiblinge verwenden wir dabei etwa 2''-3'' lange Köder (ca.5cm-7cm) und auf Namaycush (Kanadische Seeforelle) darfs ruhig grösser sein, ca. 3''-4'' lange Köder (7cm-10cm).

Welche Farben und Formen nun wo und wann fängig sind, das können wir euch so nicht sagen, das müsst ihr schon selber ausprobieren. Grundsätzlich könnt ihr fast alles durchprobieren, von den realistischsten Gummifischen bis zu verrückten Creature Baits, man weiss nie was sie gerade wollen.


Einen Überblick über die riesige Auswahl an modernen Gummiködern und wie die alle heissen, könnt ihr hier gewinnen (etwas herunterscrollen).

 

Auf dem Bild unten sind drei unserer Favoriten zu sehen...

Drei unserer Favoriten beim Eisfischen (in versch. Farben). Von links nach rechts: Molix Freaky Rock, Molix Virago 3'', Keitech Easy Shiner 3''
Drei unserer Favoriten beim Eisfischen (in versch. Farben). Von links nach rechts: Molix Freaky Rock, Molix Virago 3'', Keitech Easy Shiner 3''

Passive Technik

Passiv fischen wir mit der zweiten, weicheren Rute und zwar mit einer Hegene / Gambe. In der Regel lassen wir sie einfach in einem zweiten Loch ein paar Meter neben dem Spot bis auf den Grund herunter und stellen die Rute in einen Rutenständer ab. Wichtig ist, dass ihr die passive Rute von eurem Platz aus gut sehen könnt. Als fängig haben sich Nymphen in Fluo-Farben (Orange, Gelb, Rot, Grün) erwiesen.

Beispiele fängiger Nymphen einer Hegene zum Eisfischen. Im schlimmsten Fall, wenn gar nichts beissen will auf die blossen Nymphen, könnt ihr sie mit Bienenmaden oder kleinen Stücken rohen Pouletfleischs bestücken für mehr Geschmack.
Beispiele fängiger Nymphen einer Hegene zum Eisfischen. Im schlimmsten Fall, wenn gar nichts beissen will auf die blossen Nymphen, könnt ihr sie mit Bienenmaden oder kleinen Stücken rohen Pouletfleischs bestücken für mehr Geschmack.

Eisbohrer & Schöpfkelle

Ohne einen Eisbohrer geht's nicht. Ihr braucht einen Eisbohrer, um Löcher ins Eis zu machen zum Fischen. Wenn ihr euch einen eigenen kauft, dann investiert lieber etwas mehr in ein robustes, hochwertiges Produkt. Bewährt haben sich die Bohrer der Schwedischen Marke Mora-Ice. Kostenpunkt für einen neuen Eisbohrer: Ca. 200.-. Ausserdem müssen je nach Nutzung gelegentlich die Klingen gewechselt oder nachgeschliffen werden.

Wenn ihr nur selten Eisfischen geht, könnt ihr auch einen mieten, z.B. beim Fishspirit Bern (zuerst telefonisch reservieren).

 

Ausserdem wird eine Schöpfkelle benötigt, um die Eisreste und den hineinfallenden Schnee aus dem Loch zu Schöpfen. Ihr könnt hierfür eine ganz normale, billige Schöpfkelle mit Löchern aus dem Küchenbedarf kaufen. Tipp: Kauft eine Kelle aus Plastik, denn Metall wird bei Minusgraden beissend kalt, an einer metallenen Schöpfkelle friert ihr euch fast die Hände ab ;-)

Es ist wichtig, dass ihr das Eisloch immer sauber haltet, um ein zufrieren der Schnur und Rutenringe zu verhindern und um die Präsentation und Bisserkennung nicht zu stören.


Der Eisbohrer wird möglichst senkrecht und mit konstantem Druck aufgesetzt während dem Bohren. Hat es viel Schnee auf dem Eis, muss dieser zuerst weggeschaufelt werden an der Bohrstelle.
Der Eisbohrer wird möglichst senkrecht und mit konstantem Druck aufgesetzt während dem Bohren. Hat es viel Schnee auf dem Eis, muss dieser zuerst weggeschaufelt werden an der Bohrstelle.

Schneeschuhe?

Schneeschuhe sind unabdingbar, wenn ihr zu den abgelegeneren Bergseen (Arnen- und Engstlensee) wollt, da ihr durch Tiefschnee wandern müsst. Ohne Schneeschuhe würde die Tour zur Qual im tiefen Neuschnee. In anderen Kantonen, z.B. auf der Melchsee-Frutt, gilt sogar eine Schneeschuh-Pflicht beim Eisfischen.

 

Auf dem Öschinensee sind Schneeschuhe normalerweise nicht nötig. Der kurze Fussweg von der Bahn zum See wird regelmässig von einem Pistenbulli gepistet, sodass ihr problemlos mit normalen Winterschuhen laufen könnt, und auf dem See selbst gibt es in der Regel genug niedergetrampelte Pfade von anderen Fischern. Manchmal kann es jedoch eine mühsame Matschschicht auf dem Eis haben. In diesem Fall ist man mit Schneeschuhen auch hier klar im Vorteil, wenn man nicht den ganzen Tag mit nassen Füssen auf dem Eis verbringen will.

 

Schneeschuhe sind eine teure Investition, eigene zu kaufen lohnt sich nur wenn ihr öfter damit unterwegs seid. Zum Glück können Schneeschuhe problemlos gemietet werden, fast jedes (Berg-)Sportgeschäft bietet Schneeschuhe zum mieten an. Das kostet in der Regel etwa 30.- für ein Wochenende

 

Ohne Schneeschuhe wären solche Passagen schlicht undenkbar. Stöcke sind hierbei übrigens eine tolle Hilfe, um euch zu stützen und Kräfte zu sparen.
Ohne Schneeschuhe wären solche Passagen schlicht undenkbar. Stöcke sind hierbei übrigens eine tolle Hilfe, um euch zu stützen und Kräfte zu sparen.