Montag bis Mittwoch, 17.-19. August, Tirol

Tirol reloaded 2015

Schon wieder ein Bericht übers Tirol auf thetrouthunters? Ja, denn dass Martin und ich einmal pro Jahr da hin fahren, ist schon fast zur Tradition geworden...


Wir waren also mal wieder an unserem Lieblingsort im Tirol und freuten uns auf drei Tage fischen, Schnitzel essen und Bier trinken! ;-)


Am ersten Tag ging es an einen Fly-Only Bach. Also Fliegenruten und Wathosen montieren und nichts wie ab ans Wasser! Der Bach hatte mehr Wasser als sonst, sodass dieses mal die Trockenfliege nicht ideal schien. Stattdessen setzten wir auf Streamer und hofften so, aus dem angetrübten Wasser vielleicht sogar die eine oder andere Grosse heraus locken zu können. Schon bei den ersten Würfen hing der erste Fisch, da ging was!

In der starken Strömung ist der Drill an der Fliegenrute eine pure Freude!
In der starken Strömung ist der Drill an der Fliegenrute eine pure Freude!

Der fängigste Streamer war der Groppenstreamer von Swissflies. Ich lies ihn zuerst etwas absinken in die verdächtigen, tiefen Spots und stripte ihn dann ruckartig ein. Die wilden Bachforellen stürzten sich gierig darauf, so dass ich immer wieder einen schönen Fisch drillen durfte. Die meisten gingen höchstens gegen 35cm, was schon tolle Fische sind aber leider lag der richtig grosse Brocken an dem Tag nicht drin. Im Folgenden einfach noch einige Fotos von diesem tollen Fliegenfischertag...

Action im Drill!
Action im Drill!

 

Zurück im malerischen Dorf gab es ein wohlverdientes Abendessen, um am nächsten Morgen gestärkt die nächste Etappe anzutreten: Den Bergsee, den wir schon so oft besucht haben und der einfach immer wieder für einen Knaller gut ist :D

Das Wetter war schön und der See schnapsklar. Wir ahnten schon, dass es wieder schwierig werden würde... und so zeigten uns die Forellen tatsächlich zuerst die kalte Schulter wie immer bei klarem Himmel und wellenlosem See. Immerhin wollten die einen oder anderen Egli (Barsche) vorbeischauen :-)


Dann wurde das Wetter endlich regnerisch und die Hoffnung stieg, eine schöne, wilde Forelle überlisten zu können. Wir steuerten die Flachwasserzonen an, wo die räuberischen Forellen bei diesem Wetter Jagd auf Kleinfische machen, und warfen diese mit flachlaufenden Wobblern ab. Ich entschied mich für den DUO Realis Minnow 80, eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte...

Ruckartig zupften wir die Wobbler durch das seichte Wasser und rechneten jede Sekunde mit dem Einschlag. Und tatsächlich konnte ich plötzlich gespannt mit ansehen, wie sich ein grosser Schatten unter einer Wurzel löste und meinen Wobbler im nur knietiefen Wasser mit brachialer Gewalt verfolgte, bis er ihn erwischte! Der Fisch hing, gefolgt von einem Hammer Drill. Martin feumerte mir das schöne Tier und das Massband zeigte 51cm an, yesss! Danke Petrus!

Erfolgsköder war der DUO Realis Minnow 80
Erfolgsköder war der DUO Realis Minnow 80


Diese Forelle blieb denn auch der letzte Fisch des Tages. 


Der dritte und letzte Tag brach an und wir fuhren noch einmal auf den Bergsee hinaus. Dieses Mal war das Wetter von Anfang an schlecht, was für uns heisst gut! Wir setzten also von Anfang an alle Karten auf Forellen, doch vorerst wollten nur immer wieder Egli (Barsche) beissen... zwar teils in beachtlichen Grössen aber irgendwie begannen sie trotzdem fast zu nerven ;-)

Dann endlich hatte ich doch noch einen Biss einer Forelle auf meinen DUO Rozante, und was für einen! Es war eine tiefbraune Bachforelle in einer ähnlichen Grössenordnung wie die schöne Seeforelle vom Vortag! Gleich nach dem Anhieb schraubte sie sich mit unglaublicher Kraft fast einen Meter hoch aus dem Wasser und konnte sich mit dieser akrobatischen Aktion gleich wieder befreien. Wir standen nur noch verdutzt da und staunten ;-)


Aber nur wenige Würfe später hatte ich schon wieder einen Biss, dieses Mal war es eine Regenbogenforelle, die sich meinen Rozante geschnappt hat. Ich entschied mich, diesen Fisch zu entnehmen. Seht euch mal an, wie schön diese Regenbogenforelle ist! Die können so tolle Fische sein, wenn sie wild aufwachsen können und nicht wie bei uns als fangfähige Pufffische ausgesetzt werden!


Dies war der letzte Fisch an diesem Tag und wir mussten uns leider schon wieder auf den Heimweg machen. Aber eines ist sicher, wir werden immer wieder dorthin zurück kehren!


Es war wie immerl ein toller Ausflug mit meinem Kumpel Martin und ich freue mich schon wieder aufs nächste Mal. Es tut mir Leid, dass er dieses Mal so wenig Glück hatte, das Petriglück schien stark auf meiner Seite gelegen zu haben... beim nächsten Mal ist es vielleicht umgekehrt ;-)


Liebe Grüsse und petri

Nicola