Samstag und Sonntag, 9. & 10. Mai, Tirol

Roadtrip-Testlauf ins Tirol

Diesen Sommer werden wir, das thetrouthunters.ch-Team, eine unvergessliche Reise nach Schweden antreten. Einen Roadtrip durch Skandinavien, der Fischerträume wahr werden lassen soll. Dafür haben wir sogar extra ein Dachzelt (rooftent) besorgt, welches aufs Autodach montiert werden soll. Und da wir nicht vollkommen unvorbereitet nach Schweden fahren wollen, entschieden wir uns für einen Testlauf...

 

Wir wollten sowieso auch dieses Jahr wieder ins Tirol, wo wir schon mehrere Male waren und jedes Mal sehr erfolgreich. Also kam die Idee gerade recht: Ins Tirol fahren, aber dieses Mal etwas anders. Simpler, rustikaler. Schlafen im Dachzelt auf dem Autodach, Kochen auf dem Feuer und Gaskocher. So wie es dann sein wird, wenn wir durch Skandinavien fahren.

Tag 1

Die Fahrt mit dem vollbeladenen Corolla mit Dachzelt oben drauf ging zum Glück problemlos. Der Benzinverbrauch hielt sich erstaunlich tief und auch vom Fahren her ist es kein Problem. Damit war für uns das wichtigste Fragezeichen positiv beantwortet.


Am ersten Tag war Fliegenfischen in einem Fly-Only Bach angesagt...

Wir erlebten eine sehr spannende Fischerei mit Trockenfliegen, Nymphen und Streamer. Oft erfolgten die Bisse auf Sicht und die wunderschönen Bachforellen mit einer guten Durchschnittsgrösse boten einen tollen Drill an den feinen Fliegenruten.

Fängig waren wie erwartet kleinere, gutschwimmende Muster wie die Sedges, oder Eintagesfliegenimitationen.

Nachdem der Bach unerwartet zusehends trüber daherkam mussten wir auf Streamer wechseln, da keine Oberflächenaktivität mehr festzustellen war. Dies funktionierte ganz gut. Vor allem beschwerte Muster welche verlockend in der Strömung präsentiert wurden erregten Aufmerksamkeit.

Im Oberlauf ging es danach wieder weiter mit der spannenden Trockenfliegenfischerei, wenn auch sehr viel gierige Vegetation vorhanden war...

In einem schönen Lauf konnte Ändu einen guten Fisch ausmachen. Unauffällig anpirschen war gefragt. Schnell eine  neue Vorfachspitze anknüpfen, eine kleine selbstgebundene Fliege montieren und sorgfältig präsentieren. Der erste Wurf wurde ingoriert, beim zweiten drehte der bullige Fisch auf einmal ab und schnappte sich im letzten Moment die Fliege. Kurzer Aussetzer und Anhieb....hängt! Der Drill war explosiv, nach zielstrebigen Fluchten und starker Gegenwehr konnten wir die Forelle landen.

Später suchten wir einen gemütlichen Platz und stellten das Dachzelt auf. Dies war innerhalb von Minuten erledigt. 

Alle anderen Bachforellen durften wieder weiterschwimmen, aber eine musste mitkommen fürs Abendessen. War super fein!

Tag 2

Die Nacht im Dachzelt verlief problemlos, dieses Ding ist wirklich eine tolle Sache! Man schläft sehr bequem auf der eingebauten Matratze, fast wie in einem richtigen Bett, nicht vergleichbar zum unbequemen Nächtigen in einem normalen Zelt auf einer dünnen Campingmatte. Am Morgen war es sodann auch sehr schnell wieder zusammen gebaut. Damit war ein weiterer Checkpunkt positiv abgehakt: Das Dachzelt funktioniert einwandfrei in allen Punkten.


Nach einem kurzen Frühstück und als alles wieder im Auto versorgt war, fuhren wir früh morgens hoch zum Bergsee, wo wir unsere Patente und ein Boot bezogen.

Der Anblick des wunderschön gelegenen Bergsees ist jedes Mal wieder umwerfend!
Der Anblick des wunderschön gelegenen Bergsees ist jedes Mal wieder umwerfend!

Dieser Bergsee beherbergt viele grosse und wunderschöne Forellen und wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt, kann man wahre Sternstunden erleben beim Spinnfischen. Das hat Nicola immer wieder bewiesen in den letzten Jahren. Doch an diesem Tag hatten wir es echt schwierig! Gleich beim ersten Wurf verlor Ändu zwar eine schöne Forelle knapp vor dem Feumern und wir dachten schon, fängt ja super an! Doch dann war einfach tote Hose, den ganzen Tag! Das Wetter war viel zu schön, bei dem sonnig-hellen Tag hatten die Forellen einfach keine Lust zu jagen. Wir haben alles probiert, doch als wir bis am Mittag nicht einen einzigen Fisch fingen, gaben wir auf und konzentrierten uns auf die Saiblinge, die die tieferen Zonen des Sees bewohnen. Diese treuen Gesellen haben uns echt den Tag gerettet, die beissen einfach immer, selbst beim grellsten Sonnenschein. Und sie sind einfach wunderschön anzusehen mit ihrer unglaublichen Farbenpracht! Doch seht selbst...

Der absolute Wahnsinn, diese Farben!
Der absolute Wahnsinn, diese Farben!
Bei diesen Bedingungen ist das Fischen auf Saiblinge oft die einzige Alternative... und entspannend ist es auch, verglichen zum aktiven Spinnfischen auf jagende Forellen... ;-)
Bei diesen Bedingungen ist das Fischen auf Saiblinge oft die einzige Alternative... und entspannend ist es auch, verglichen zum aktiven Spinnfischen auf jagende Forellen... ;-)

Unsere Hoffnung ruhte auf den Abendstunden, um vielleicht doch noch etwas Action mit den räuberischen, grossen Forellen zu erleben. Doch irgendwie war uns das an diesem Tag einfach nicht vergönnt.


Also traten wir halt schliesslich den Rückweg an, nachdem wir uns den ganzen Tag mit den Saiblingen begnügen mussten.


Aber das ist doch völlig egal, es war wieder ein superschöner Ausflug ins Tirol und der Testlauf für Schweden kann mehr als erfüllt betrachtet werden. Jetzt steigt die Vorfreude natürlich ins Unermessliche... am 1. Juli geht's dann los und wenn wir zurück sind, wird sicher ein grosser Bericht folgen...


Liebe Grüsse und ein dickes Petri!

Euer thetrouthunters-Team: Ändu und Nicola