1.-20. Juli, Deutschland, Dänemark und Schweden

Ein unvergessliches Abenteuer: Unser Roadtrip durch Schweden

Einleitung

Nach schier unendlicher Wartezeit war es endlich so weit! Wir traten unsere langersehnte Reise durch Schweden an.


Am Mittwoch Abend fuhr der Nachtzug los nach Hamburg, etwas weiter hinten reiste unser Auto mit. Und das war so voll beladen, wie man sich das nur vorstellen kann... Campingausrüstung, zwei grosse Taschen voll mit Kleidern, eine grosse Kiste Proviant, Grillsachen und natürlich enorm viel Fischerzeug: 16 Combos und diverse Köderboxen reisten mit, sodass wir für alles gewappnet waren. Und zu guter letzt war ja auch noch ein Dachzelt obendrauf montiert! Ein bisschen viel für einen kleinen Corolla, doch das liebe Auto machte brav alles mit ;-)


Als wir in Hamburg vom Autozug rollten, haben wir so ganz easy ganz Deutschland hinter uns gelassen. In dem Moment wurde uns bewusst, dass das Abenteuer gerade erst so richtig begonnen hat. Wir hatten noch keine Ahnung, was wir in den kommenden drei Wochen alles erleben würden!

Dänemark

Nach einigen Stunden Autofahrt fanden wir uns in einer hübschen kleinen Ortschaft in Dänemark wieder. Beim örtlichen Fischerladen informierten wir uns über die Meerforellenfischerei an der Dänischen Küste und erhielten einen tollen Tipp. Kurz darauf warfen wir bereits die traumhaft schöne Küste ab, in der Hoffnung auf eine silberblanke Meerforelle.

Was man auf dem Bild nicht erkennt ist der zügige Wind, der das Werfen nicht gerade einfacher machte.
Was man auf dem Bild nicht erkennt ist der zügige Wind, der das Werfen nicht gerade einfacher machte.
Wunderschöne Stimmung am Wasser - das steigert die Spannung weiter...
Wunderschöne Stimmung am Wasser - das steigert die Spannung weiter...

Leider wollte uns bis tief in die Nacht kein Fisch erlösen, obwohl wir einfach nicht aufgaben. Es kann halt nicht alles beim ersten Mal klappen. Doch wir wurden entschädigt durch eine atemberaubend schöne Kulisse. Das Meerforellenfischen hat uns voll gepackt, Dänemarks Küste hat uns sicher nicht zum letzten Mal gesehen.


Am nächsten Tag sahen wir uns Kopenhagen an, die Hauptstadt Dänemarks. Eine schöne Stadt, die uns gut gefallen hat, doch man merkt, dass wir Fischer und keine Städteliebhaber sind... wir haben es nicht einmal geschafft, in Kopenhagen ein einziges Foto zu machen ;-)


Noch am selben Abend nahmen wir noch die letzte Etappe in Angriff und fuhren über die grosse Brücke rüber nach Schweden. Ein tolles Gefühl!

Yes! Die schwedischen Seen kommen unweigerlich näher. :D
Yes! Die schwedischen Seen kommen unweigerlich näher. :D

Willkommen in Schweden!

Kaum in Schweden angekommen, wimmelte es bereits von Mücken. Wir sind noch keine Stunde gefahren, schon wurde unser Dachzelt zum Massengrab für die Mücken
Kaum in Schweden angekommen, wimmelte es bereits von Mücken. Wir sind noch keine Stunde gefahren, schon wurde unser Dachzelt zum Massengrab für die Mücken

Im Halbdunkel erreichten wir per Zufall einen tollen Platz an einem schönen, kleinen See und entschieden uns, hier die erste Nacht zu verbringen.

 

Natürlich konnten wir es nicht lassen und machten beim Eindunkeln noch ein paar Würfe, da es uns einfach zu sehr in den Fingern gejuckt hat. Sofort stürtzte sich ein übermütiger Schniepelhecht auf Nici's Jerk. Juhuuu, der erste schwedische Hecht, die Ferien waren eingeläutet!

Der erste Hecht der Reise tauchte aus dem rötlichen Wasser auf und bot einen spassigen Drill.
Der erste Hecht der Reise tauchte aus dem rötlichen Wasser auf und bot einen spassigen Drill.
Traumhaft schöne Bilder ergab die erste Nacht in Schweden. Es war noch bis fast 23:00 Uhr hell...!
Traumhaft schöne Bilder ergab die erste Nacht in Schweden. Es war noch bis fast 23:00 Uhr hell...!
Die Kleider waren noch nass vom Meerforellenfischen... Improvisationsgabe war gefragt!
Die Kleider waren noch nass vom Meerforellenfischen... Improvisationsgabe war gefragt!

Der erste See gefiel uns sehr gut, so dass wir uns entschieden, gleich ein, zwei Tage zu bleiben. Es gab Hechte bis zum abwinken in diesem See, nur an der Grösse happerte es noch...

Zu Beginn war es sehr heiss und nachdem wir im Autozug fast verhitzt waren, wurden wir mit warmen Seen und heissen Drills belohnt.
Zu Beginn war es sehr heiss und nachdem wir im Autozug fast verhitzt waren, wurden wir mit warmen Seen und heissen Drills belohnt.
Modisch nicht der letzte Schrei, aber bei diesem Wetter waren Hut und Sonnenbrille Pflicht.
Modisch nicht der letzte Schrei, aber bei diesem Wetter waren Hut und Sonnenbrille Pflicht.
Ein weiterer schön gefärbter Hecht konnte releast werden.
Ein weiterer schön gefärbter Hecht konnte releast werden.
Die Jerks wurden oft bei den ersten Schlägen nach dem Auftreffen auf das Wasser attackiert. Man sieht auch gleich worin der Räuber gestanden war. Erfolgsköder war in diesem Fall der ABU Garcia Svartzonker Mc Hybrid.
Die Jerks wurden oft bei den ersten Schlägen nach dem Auftreffen auf das Wasser attackiert. Man sieht auch gleich worin der Räuber gestanden war. Erfolgsköder war in diesem Fall der ABU Garcia Svartzonker Mc Hybrid.
Uns boten sich immer wieder traumhafte Impressionen!
Uns boten sich immer wieder traumhafte Impressionen!

Ein Roadtrip ohne Ziel, von See zu See... frei sein und geniessen!

Der weitere Verlauf unserer Reise sah so aus, dass wir einfach ohne Plan, ohne Ziel und ohne Route der Nase nach fuhren. Sahen wir wieder irgendwo einen schönen See, suchten wir uns einen guten Platz für die Nacht, besorgten uns die entsprechenden Lizenzen und ab und zu mieteten wir ein Boot. Einfach mal sehen, wie es kommt...


Das ist das ultimative Gefühl von Freiheit und die schönste Art zu reisen! Man erlebt so viel dabei, das ist kaum zu beschreiben. Wir haben so viele nette Leute kennen gelernt, lustige Dinge gesehen, uns aus brenzligen Situationen gebracht, tausende Wendemannöver gemacht und den Kilometerzähler steigen lassen. 


Übernachtet haben wir jede Nacht im Dachzelt, welches echt eine geniale Sache war und immer zuverlässig funktioniert hat. Gekocht haben wir auf dem Feuer oder mit dem Gaskocher, ab und zu gab es auch frischen Fisch, aber nicht zu oft, sonst verleidet es einem.


Die Fischerei war traumhaft! Gefangen haben wir an den meisten Seen sehr gut, die Hechte haben wir bald aufgehört zu zählen. Es war so eine geile Fischerei, die Hechte waren dermassen aggressiv. Am liebsten fischten wir Topwater oder mit Jerkbaits. Adrenalin und spektakuläre Attacken inbegriffen. Von der Kampfkraft ganz zu schweigen! In manchen Seen gab es auch schöne Egli (Barsche). Das Projekt Schweden-Zander hatten wir auch ganz klar im Kopf, doch dazu später...


So, mehr gibt es eigentlich gar nicht zu erzählen. Lassen wir die Bilder sprechen!

Solche Seerosenfelder sind ein Traum. Ein Muss ist hier die Topwaterfischerei mit dem Frog.
Solche Seerosenfelder sind ein Traum. Ein Muss ist hier die Topwaterfischerei mit dem Frog.
Zwischendurch gabs immer auch wieder schöne Barsche.
Zwischendurch gabs immer auch wieder schöne Barsche.
Let go let grow!
Let go let grow!
Wo man kein Boot mieten konnte fischten wir vom Schlauchboot aus. Nicht gerade komfortabel, aber bringt mit kleinem Packmass viele Vorteile. Die Freude über den hübschen Schwedenhecht, der im Schilf parkte ist ersichtlich.
Wo man kein Boot mieten konnte fischten wir vom Schlauchboot aus. Nicht gerade komfortabel, aber bringt mit kleinem Packmass viele Vorteile. Die Freude über den hübschen Schwedenhecht, der im Schilf parkte ist ersichtlich.
Der nächste gute Esox, der überlistet werden konnte.
Der nächste gute Esox, der überlistet werden konnte.
Jeden Abend liessen wir uns was neues einfallen, wir haben fast immer sehr lecker gegessen! Ab und zu natürlich auch frischen Fisch ;-) Hier gab's Rösti...
Jeden Abend liessen wir uns was neues einfallen, wir haben fast immer sehr lecker gegessen! Ab und zu natürlich auch frischen Fisch ;-) Hier gab's Rösti...
Bei dieser Kulisse machts gleich doppelt Spass!
Bei dieser Kulisse machts gleich doppelt Spass!
Dieser Kanal war sehr trüb, pink erwies sich als die erfolgreichste Farbe. Hier verhalf der Duo Beachwalker zum Erfolg.
Dieser Kanal war sehr trüb, pink erwies sich als die erfolgreichste Farbe. Hier verhalf der Duo Beachwalker zum Erfolg.
Diese Kulisse müsste man eigentlich malen und nicht fotografieren.
Diese Kulisse müsste man eigentlich malen und nicht fotografieren.
Das war immer einer der schönsten Momente: Am Ende des Tages am Feuer zu sitzen, entspannen, und einen weiteren hammer Tag revue passieren lassen...
Das war immer einer der schönsten Momente: Am Ende des Tages am Feuer zu sitzen, entspannen, und einen weiteren hammer Tag revue passieren lassen...
Zahnige Sache, hier haben kleine Fische offenkundig schlechte Karten...
Zahnige Sache, hier haben kleine Fische offenkundig schlechte Karten...
Next! Schnappie aus dem heavy Cover.
Next! Schnappie aus dem heavy Cover.
Gemütlich und schnell, das Dachzelt ist wirklich zu empfehlen.
Gemütlich und schnell, das Dachzelt ist wirklich zu empfehlen.
Ein guter Hecht hat sich den Molix Frog geschnappt und blieb hängen.
Ein guter Hecht hat sich den Molix Frog geschnappt und blieb hängen.
Genial, wie die Hechte die Frogs brachial attackieren! Mit der Zeit sammeln sich dann etliche Bisspuren im Gummi an.
Genial, wie die Hechte die Frogs brachial attackieren! Mit der Zeit sammeln sich dann etliche Bisspuren im Gummi an.
Für kampfstarke Pikes und viel Kraut braucht es auch robustes Tackle.
Für kampfstarke Pikes und viel Kraut braucht es auch robustes Tackle.
Ein Raubfischparadies. Und auch eines für den Fischer.
Ein Raubfischparadies. Und auch eines für den Fischer.
War eignetlich nur eine Frage der Zeit bis da einer auftaucht.
War eignetlich nur eine Frage der Zeit bis da einer auftaucht.
Ein super Egli auf den Duo Rozante 63SP
Ein super Egli auf den Duo Rozante 63SP
Viele Kleine gabs natürlich dazu. Lässt sich fast nicht verhindern und macht auch Spass. Herrlich wie sie alle trotzig die Stacheln aufstellen.
Viele Kleine gabs natürlich dazu. Lässt sich fast nicht verhindern und macht auch Spass. Herrlich wie sie alle trotzig die Stacheln aufstellen.
Perfekte Stimmung mit dem Regenbogen bei wechselhaftem, eher stürmischem Wetter auf dem See.
Perfekte Stimmung mit dem Regenbogen bei wechselhaftem, eher stürmischem Wetter auf dem See.
Ein weiteres fettes Egli hat sich den Duo Rozante geschnappt.
Ein weiteres fettes Egli hat sich den Duo Rozante geschnappt.
Noch genossen wir die Abendstimmung auf einer Insel im See...
Noch genossen wir die Abendstimmung auf einer Insel im See...

Der Schockmoment

Die Tage gingen um wie im Flug, schon viel zu schnell war bereits eine Woche um und wir haben schon so viel erlebt, schon so viele Fische gefangen und einfach jeden Tag genossen. Doch als wir an diesem einen Abend überglücklich von einem weiteren tollen Tag zum Auto zurückkamen, traf uns fast der Schlag!


Jemand hat mit einem dicken Stein die Autoscheibe eingeschlagen, während wir auf dem See fischen waren :-(
Fazit: Ein Portemonnaie weg, ein Iphone, eine Tasche voller Kleider, teure Wanderschuhe, 9 Ruten, 6 Rollen, diverses Fischereizubehör, fast alle Köderboxen die wir dabei hatten und die gesamte Campingausrüstung (Gaskocher, Pfannen, usw.). Abgesehen davon war alles voll Glasscherben, die bis in jede kleinste Ritze gelangt sind.

Das war ein echter Schockmoment und riss eine tiefe Wunde in die sonst so perfekte Reise
Das war ein echter Schockmoment und riss eine tiefe Wunde in die sonst so perfekte Reise

Wir konnten unser Pech kaum glauben. Was für Menschen tun sowas??? Wir waren so einfach unterwegs, abhängig von den Sachen, die wir dabei hatten. Und jetzt? Uns fehlte fast unsere ganze Fischerausrüstung, Ändu hatte weder ID noch Fahrausweis mehr und wir konnten nicht mal mehr etwas zu essen kochen. Selbst die Polizei konnten wir nicht anrufen.

Zum Glück halfen uns freundliche Einheimische, die für uns die Polizei anriefen und uns ein Abendessen offerierten. Ein kleiner Lichtblick....

 

Erst sehr spät kam die Polizei am Tatort an. Übrigens zwei sehr hübsche Blondinen, die da in Polizeiuniform aus dem Wagen stiegen, fast schon Klischeemässig. Wir konnten uns kaum auf ihre Fragen konzentrieren ;-) Trotzdem, bleiben wir sachlich... die Polizei konnte uns auch nicht weiterhelfen. Das war eine Gruppe von Kriminellen, vermutlich aus dem Ausland und schon längst wieder über die offene Grenze abgehauen. Mittlerweile leider keine Seltenheit mehr, wie uns die Polizei mitteilte. Wir wussten zwar, dass uns die Versicherung den Schaden ersetzen wird, doch das half uns vor Ort nicht weiter. Uns blieb nichts anderes übrig, als am nächsten Tag mit kaputter Scheibe fast 100km zu fahren, bis wir endlich eine Garage fanden, die uns immerhin eine Übergangslösung aus Plexiglas einbauen konnte. Besser als nichts, so konnten die Ferien wenigstens weitergehen. Für uns eine grosse Erleichterung und der Moment, wo die Motivation wieder zurück kam. Wir entschieden, uns davon nicht unterkriegen zu lassen, sondern die Reise einfach weiter zu führen und jede übrige Minute zu geniessen. Immerhin verloren wir insgesamt 3 Ferientage an die Suche nach einer Garage, an dutzende Telefonate mit Versicherungen und damit, alles Nötige wieder zu kaufen. 

Habt jetzt kein falsches Bild von den Schweden deswegen!

Wir wollen nicht, dass ihr wegen diesem Zwischenfall ein schlechtes Bild von Schweden habt, das haben diese netten Leute nicht verdient! Wildfremde Menschen liessen uns teils schon vorher ihr Boot umsonst benutzen, andere schenkten uns Kleider oder luden uns zum Essen ein, als sie von der Story hörten. Selbst in einer Pizzeria wollte der Inhaber kein Geld annehmen, nachdem er den Hintergrund unserer kaputten Autoscheibe erfuhr und der Garagist setzte kostenlos eine Plexi Scheibe ein.


Das mit dem Einbruch war ein einfach nur Pech und ein riesiger, dummer Zufall, sonst nichts.

Die Reise ging weiter...

Nach 3 verlorenen Tagen waren wir schliesslich zurück in der Gegend des Geschehens, wo wir uns noch bei all den netten Menschen bedankten, die uns so sehr geholfen haben. Danach konnten wir endlich wieder normal weiter reisen... und es war Zeit, das Projekt Schweden-Zander in Angriff zu nehmen...

Ein weiterer Hechtbiss konnte trotzt den versteckten Haken des Molix Frogs sicher verwertet werden.
Ein weiterer Hechtbiss konnte trotzt den versteckten Haken des Molix Frogs sicher verwertet werden.
Ein weiterer guter Barsch mit wunderschön roten Flossen.
Ein weiterer guter Barsch mit wunderschön roten Flossen.
Dieser schöne Kammschupper wurde "in flagranti" auf der Jagd erwischt.
Dieser schöne Kammschupper wurde "in flagranti" auf der Jagd erwischt.
Endlich hatten wir neue Kochutensilien :-) Nach einem tollen Tag nach all den frustreichen Tagen gönnten wir uns ein super gutes Abendessen. Egliknusperli, frischer als man sich erträumen könnte. Wir waren froh, dass alles normal weiter gehen konnte!
Endlich hatten wir neue Kochutensilien :-) Nach einem tollen Tag nach all den frustreichen Tagen gönnten wir uns ein super gutes Abendessen. Egliknusperli, frischer als man sich erträumen könnte. Wir waren froh, dass alles normal weiter gehen konnte!
Ein perfekter Parkplatz mit Seeblick und Tisch. Erst noch gratis und publikumslos, was begehrt das Fischerherz mehr?
Ein perfekter Parkplatz mit Seeblick und Tisch. Erst noch gratis und publikumslos, was begehrt das Fischerherz mehr?
Super Stimmung auf dem See, es riecht auch ein wenig nach Zander...
Super Stimmung auf dem See, es riecht auch ein wenig nach Zander...
Erster Zander verhaftet auf den Duo Jerkbait 100DR
Erster Zander verhaftet auf den Duo Jerkbait 100DR
Ab ins Wasser mit diesem makellosen Fisch!
Ab ins Wasser mit diesem makellosen Fisch!
Next One, erneut auf den 100DR.
Next One, erneut auf den 100DR.
Der Nächste auf einen vertikal gefischten Shad; das läuft ja wie am Schnürchen.
Der Nächste auf einen vertikal gefischten Shad; das läuft ja wie am Schnürchen.
So ein Tag muss gefeiert werden!
So ein Tag muss gefeiert werden!
Nebst den Fischen ist auch die ganze Umgebung fabrlich abgestimmt.
Nebst den Fischen ist auch die ganze Umgebung fabrlich abgestimmt.
Schilfhecht auf den Svartzonker McMy-Tail
Schilfhecht auf den Svartzonker McMy-Tail
Jetzt wirds heikel, oft können sich die Fische mit wilden Sprüngen noch befreien...
Jetzt wirds heikel, oft können sich die Fische mit wilden Sprüngen noch befreien...
So langsam kommen die Frösche an die Belastungsgrenze... :D Mit Rubber Repair konnte das Gröbste behoben werden.
So langsam kommen die Frösche an die Belastungsgrenze... :D Mit Rubber Repair konnte das Gröbste behoben werden.
Dieser Hecht hatte sich einen pinken Streamer geschnappt, an dem noch behelfsmässig ein Krautschutz montiert wurde. Ein paar Würfe später liess sich noch ein 90+ Hecht blicken, welcher jedoch zu unserem Entsetzen das 15kg Kevlarvorfach einfach zerstörte.
Dieser Hecht hatte sich einen pinken Streamer geschnappt, an dem noch behelfsmässig ein Krautschutz montiert wurde. Ein paar Würfe später liess sich noch ein 90+ Hecht blicken, welcher jedoch zu unserem Entsetzen das 15kg Kevlarvorfach einfach zerstörte.
Jawohl! Auch im nächsten See hat es Zander, auch wenn sie nicht so einfach zu finden sind. Zwar nur ein kleiner, aber der Anfang ist gemacht.
Jawohl! Auch im nächsten See hat es Zander, auch wenn sie nicht so einfach zu finden sind. Zwar nur ein kleiner, aber der Anfang ist gemacht.
Sie werden langsam grösser... Bis jetzt alle auf den Fox Rage Zander Pro Shad.
Sie werden langsam grösser... Bis jetzt alle auf den Fox Rage Zander Pro Shad.
Wieder ein guter Fisch. Diesmal auf den Molix Virago.
Wieder ein guter Fisch. Diesmal auf den Molix Virago.
Next!
Next!
Beim Eindunkeln in der besten Zeit gabs konnten noch zwei tolle Zander gelandet werden.
Beim Eindunkeln in der besten Zeit gabs konnten noch zwei tolle Zander gelandet werden.

Stockholm

Kurz vor Ablauf unserer Reisezeit erreichten wir Stockholm und uns blieben nur noch ein paar letzte Ferientage. Wir entschieden uns trotzdem, diese schöne Stadt anzusehen und suchten uns zu allererst ein günstiges Hotel für die Nacht. Man muss ja nicht immer nur fischen ;-) Das war übrigens das einzige Mal wo wir nicht draussen im Dachzelt übernachteten.


Durch den Tag war dann die Stadtbesichtigung angesagt, immer wieder unterbrochen von kulinarischen Genüssen, sodass wir schon vor dem eigentlichen Abendessen satt waren. Trotzdem gönnten wir uns dann noch ein richtiges Schlemmer-Menu, es war so schön, endlich wieder ein anständiges Stück Fleisch zu essen!

Stockholm als Stadt war wirklich schön und interessant, sehr zu empfehlen!

Der Königspalast
Der Königspalast
Mehrere Brücken verbinden das Zentrum mit Downtown.
Mehrere Brücken verbinden das Zentrum mit Downtown.

Nachdem wir uns dermassen die Bäuche voll schlugen, konnten wir kaum mehr aufstehen, geschweige denn laufen. Doch wir wollten auch das Nachtleben Stockholms noch erleben und so liessen wir uns davon nicht aufhalten, einfach mit genug Bier nachspülen, dann geht's schon wieder ;-) 

Wir fanden eine richtig tolle Bar mit Live-Rockband, perfekt! Dort feierten wir bis spät in die Nacht und haben am nächsten Morgen dementsprechend verschlafen... wir schafften es nicht mehr rechtzeitig innerhalb der Parkzeit zurück zum Auto, an dem aber zum Glück noch keine Parkbusse klebte. Für einmal Glück gehabt :D


Die Reise konnte weiter gehen und wir nahmen die letzte Etappe in Angriff...

Der letzte Teil der Reise

Nach Stockholm heizten wir in einem Stück quer durch Schweden auf die andere Seite, die Westseite des Landes. Wie immer, wenn wir durch Schweden fuhren, sahen wir auch dabei wieder traumhaft schöne Wälder und Seen, eine unglaublich schöne Natur, selbst direkt an der Autobahn!


Die letzten Tage verbrachten wir also noch im Westen, nahe der Grenze zu Norwegen. Nach der langen Fahrt kamen wir an einem weiteren schönen See an, wo wir wieder einmal einen traumhaften Platz direkt am See fanden. Schnell war das Zelt aufgestellt und nach dem Abendessen konnten wir noch einige Stunden auf Egli fischen... schliesslich war es ja noch so lange hell :-)

Ein guter Barsch hat sich den grundnah geführten 4 Inch Gummi geschnappt.
Ein guter Barsch hat sich den grundnah geführten 4 Inch Gummi geschnappt.
Egli auf den Keitech Easy Shiner
Egli auf den Keitech Easy Shiner

Am nächsten Morgen fanden wir einen schönen See, von dem wir uns ein tolles Finale erhofften, und wir bekamen ein tolles Finale! Der letzte Tag fischen in Schweden, aber der hatte es in sich! Hecht, Hecht und nochmals Hecht, dieser See war der Wahnsinn. Krautfelder, so gross wie Fussballfelder, Topwaterfans würden eine Krise bekommen. Aber nicht nur beim Topwatern, überall fingen wir die Hechte, mit allen möglichen Ködern, die wir ausprobierten...

Ein bisschen Spass muss sein :D Dieser Hecht war nicht wirklich soooo gross, hier haben wir ein wenig mit der Perspektive gespielt ;) Trotzdem, ein anständiger 80er war es schon! Der Drill an Ändu's UL-BC-Combo war übrigens spannend wie ein Krimi!
Ein bisschen Spass muss sein :D Dieser Hecht war nicht wirklich soooo gross, hier haben wir ein wenig mit der Perspektive gespielt ;) Trotzdem, ein anständiger 80er war es schon! Der Drill an Ändu's UL-BC-Combo war übrigens spannend wie ein Krimi!
Not macht erfinderisch! Nachdem Nici auch noch seinen letzten Topwater-Frog verlor, musste irgend eine krautsichere Improvisation her: Kurzerhand sägte er einem Supernato die Schaufel weg, sodass er diesen wie eine Maus über die Oberfläche zupfen konnte..
Not macht erfinderisch! Nachdem Nici auch noch seinen letzten Topwater-Frog verlor, musste irgend eine krautsichere Improvisation her: Kurzerhand sägte er einem Supernato die Schaufel weg, sodass er diesen wie eine Maus über die Oberfläche zupfen konnte..
Die Hechte, die nicht im Kraut hockten, waren in der Tiefe an den Kanten zu finden. Der extrem tief tauchende DUO G87 Crank (taucht bis zu 8m!) holte sie ans Tageslicht...
Die Hechte, die nicht im Kraut hockten, waren in der Tiefe an den Kanten zu finden. Der extrem tief tauchende DUO G87 Crank (taucht bis zu 8m!) holte sie ans Tageslicht...
Mehrere Hechte konnten in diesem "Gemüsebeet" mit Jerkbaits und Topwaterködern überlistet werden. Adrenalin pur!
Mehrere Hechte konnten in diesem "Gemüsebeet" mit Jerkbaits und Topwaterködern überlistet werden. Adrenalin pur!
Dieser Hecht hat den Frog gleich komplett inhaliert.
Dieser Hecht hat den Frog gleich komplett inhaliert.
Am Abend konnten wir eine hitzige Jagd beobachten. Gleich der erste Wurf brachte diesen fetten Räuber.
Am Abend konnten wir eine hitzige Jagd beobachten. Gleich der erste Wurf brachte diesen fetten Räuber.
Erneut schauen nur noch die Fransen vom Molix Frog aus dem Maul hervor.
Erneut schauen nur noch die Fransen vom Molix Frog aus dem Maul hervor.
Hier hat einer den Mund etwas zu voll genommen, dieser kleine Hecht haute sich den grossen Popper rein als gäbs kein Morgen!
Hier hat einer den Mund etwas zu voll genommen, dieser kleine Hecht haute sich den grossen Popper rein als gäbs kein Morgen!
Über diesen neuen Shad können wir euch noch nicht viel verraten, da er erst in Zukunft ins Programm von unserem Sponsor Fishspirit aufgenommen werden wird. Wir hatten das tolle Privileg, ihn in Schweden schonmal testen zu dürfen. Er fängt, das ist sicher!
Über diesen neuen Shad können wir euch noch nicht viel verraten, da er erst in Zukunft ins Programm von unserem Sponsor Fishspirit aufgenommen werden wird. Wir hatten das tolle Privileg, ihn in Schweden schonmal testen zu dürfen. Er fängt, das ist sicher!
Noch ein letzter schöner Hecht in der Dämmerung kurz vor Mitternacht...
Noch ein letzter schöner Hecht in der Dämmerung kurz vor Mitternacht...

Was war das nochmal für ein Hammertag! Der perfekte Abschluss! Aber trotzdem, als wir den letzten Hecht unserer Reise davon schwimmen sahen, beschlich uns ein trauriges Gefühl. Wars das schon? Die Zeit ging so unglaublich schnell vorbei! Wortlos ruderten wir zum letzten Mal zurück zum Auto, fanden das letzte schöne Plätzchen in Schweden und kochten uns ein letztes Abendessen auf Schwedischem Boden. Am nächsten Tag stand uns eine lange Fahrt bevor...

 

Dann brach der zweitletzte Tag der Reise an, der nur noch aus Autofahren bestand. Zuerst fuhren wir der Westseite Schwedens entlang, passierten Göteborg, bis wir schliesslich in Malmö wieder auf der grossen Brücke waren. Danach wieder durch ganz Dänemark, über die Fähre von Södermalm, bis wir uns spät Abends schlussendlich in Norddeutschland wiederfanden.

 

Nun hatten wir noch genau einen Tag übrig, bis uns am nächsten Abend der Autozug wieder zurück durch Deutschland bringt. Wir stellten unser Dachzelt irgendwo an der Ostsee auf und versuchten uns am darauffolgenden letzten Tag noch ein wenig mit Meeresfischen, denn dieses Kapitel haben wir nach der Schlappe in Dänemark noch nicht aufgegeben. Meerforelle, Dorsch, was auch immer beissen würde. Das war uns eigentlich egal, aber das Glück war uns nicht vergönnt, es wollte kein einziger komischer Meeresfisch anbeissen. Bis wir schliesslich endgültig alle Angelsachen im Kofferraum verstauen mussten, irgendwann ist Schluss :-(


Am Nachmittag erreichten wir Hamburg, sahen uns noch ein bisschen die Stadt an, bevor wir am Abend das Auto wieder auf den Nacht-Autozug fuhren und unsere Kabine bezogen. Dazu gab's eine Pizza und wir stiessen mit einem guten Wein auf unseren gelungenen Trip an. Das wars. Die Reise war endgültig zu Ende.

Schlussworte

Was für eine Reise! Was für ein unvergessliches Erlebnis! Wir können jedem nur ans Herz legen, mal so unterwegs zu sein, wie wir es waren. Kein Luxus, aber frei und ungebunden. Abends am Feuer zu sitzen, bei einem Glas gutem Singlemalt über die Welt zu philosophieren und keine Ahnung zu haben, was der nächste Tag bringen wird, das ist was ganz besonderes. Spontane Ideen, komische Zufälle und gute Tipps der Einheimischen haben unsere planlose Route zusammen gekleistert und so einen perfekten Roadtrip ermöglicht. Viele nette Menschen haben wir getroffen, lustige Bekanntschaften gemacht und die Schwedische Gastfreundschaft genossen. Wir haben viele verschiedene Gewässer befischt, tolle Fische gefangen und unglaublich viel Spass auf dem Wasser gehabt. Wir sind 5000km gefahren, und haben trotzdem nur einen Bruchteil dessen gesehen, was dieses wunderbare Land noch zu bieten hätte. Wir haben die unglaubliche, wilde Natur erlebt und waren mittendrin, statt nur dabei. 

 

Danke an unsere Familien und alle anderen, die unsere Reise unterstützten oder uns in irgendeiner Weise geholfen haben. Ein besonders grosser Dank gilt all den vielen unglaublich hilfsbereiten Schweden, die uns nach dem unangenehmen Diebstahl mit aller Liebe und Freundlichkeit unterstützten.

 

So, wir hoffen, euch hat der Bericht gefallen und wir konnten den Einen oder Anderen zu einer besonderen Reise inspirieren!

Liebe Grüsse und allzeit tight lines, euer thetrouthunters Team: Ändu und Nicola