13. Juli-8. August, Südschweden

Mit dem Rucksack von See zu See...

Die riesigen Wälder mit den unzähligen Seen sind unvergesslich!
Die riesigen Wälder mit den unzähligen Seen sind unvergesslich!
Ich, Andrin, Hannah und Dömu (v.l.n.r.), zusammen gings auf in den Norden
Ich, Andrin, Hannah und Dömu (v.l.n.r.), zusammen gings auf in den Norden

Die Matur war geschafft und so waren die wohlverdienten Ferien endlich gekommen!

Wir reisten mit dem Interrail und zuerst gings nach Kopenhagen. Wir hatten gut geplant und alles in die Rucksäcke gebracht, wodurch aber jeder über 20kg wog...

Wir hatten 2 Zelte, Matten und Schlafsäcke; Teigwaren, Reis, Coucous, Noudle Soups und Suppen und Saucen dabei. Sowie Pfannen, eine Kaffekanne, eine Wasserpumpe, die uns einen wertvollen Dienst leistete und viele weitere nötige Sachen eingepackt.

 

In Kopenhagen war noch gerade das Jazz Festival im Gange und es gefiel uns sehr gut.

Dannach gings weiter nach Südschweden: Wir starteten unsere Tour in Alvesta und von dort suchten wir uns einen Weg von See zu See. Dies war zu Beginn nicht so einfach, da nicht wie bei uns jeder See mehr oder weniger gut erschlossen ist. Eine Karte ist unbedingt nötig und es ist auch sehr empfehlenswert eingezeichneten Routen zu folgen, da man sonst sehr schnell im Morast steht...

Aus diesem Grund erreichten wir am ersten Tag nicht den angepeilten See, doch wir fanden Ersatz. :)

Auch eine geeignete Stelle um das Zelt aufzustellen muss man zuerst mal finden; oftmals ist der Boden bedeckt von Buschwerk.

 

Zwischen den vielen Seerosen muss es doch einen Hecht haben
Zwischen den vielen Seerosen muss es doch einen Hecht haben
Der erste Schwedenhecht
Der erste Schwedenhecht
Und der 2.
Und der 2.

Die Hechte standen mitten im Kraut und das trübe, braunrote Wasser machte das ganze nicht gerade einfacher. Die besten Erfolge hatten wir mit Spinnerbaits, wobei sich allgemein Köder in giftgrün und anderen Schockfarben hervorhoben.

Die Hechte schossen oft aus ihrem Versteck um  zuzuschnappen und lieferten einen spritzigen Drill. Es waren selten grosse Artgenossen,  doch auch diese normalen Hechte nutzen die Umwelt zu ihren Gunsten aus, wodurch sich nicht wenige befreien konnten. Die Jahreszeit war für die kapitalen Exemplare nicht gerade ideal und wenn dann doch einer in Wurfnähe war, besetzte er den besten Platz in der Umgebung z.B. einen Baum der an einer Kante ins Wasser gestürzt war. Und genauso passiert, ziehen sie direkt nach dem Biss unaufhaltbar in Richtung der schützenden Äste...

Fast jeden Tag gings weiter an den nächsten See
Fast jeden Tag gings weiter an den nächsten See

Überall fanden wir ein gemütliches Plätzchen und in den verlockenden Buchten hatte es Egli und Hecht. Doch nicht überall waren grosse Fische anzutreffen, in einigen Seen waren die Fische eher kleinwüchsig.

So bevorzugten wir das Baden, essen und in der Sonne liegen.

Das Wetter war während der ganzen Zeit sonnig und angenehm warm, mit Ausnahme von nur einem Tag- :)

Wir wissen nicht genau weshalb Schweden den Ruf hat kalt und ungemütlich zu sein, und bei der schönen Natur und den (späten) Sonnenuntergängen machte das Ganze gleich doppelt Laune.

Unser Essen war meist einfach, aber nicht so eintönig wie man das hätte erwarten können. Wenn wir bei einem Einkaufsladen vorbeiliefen gabs etwas abwechslungsreichere Kost, wie Kartoffelsalat, Fleisch (zB. Kötbullar) 

 

Sichtlich erfreut über die "erbeutete" Nahrung
Sichtlich erfreut über die "erbeutete" Nahrung

Immer dabei waren Noudle Soups, Spaghetti, Reis und Couscous, daneben haben wir natürlich mit Mass auch einige Fische frisch zubereitet... Schon einmal Egli gefüllt mit Blaubeeren, oder mit Whisky flambierten Hecht gegessen?

Noudle Soup; gut, leicht und günstig
Noudle Soup; gut, leicht und günstig
Kötbullar, Fleischklösschen, klassisch mit Kartoffelstock
Kötbullar, Fleischklösschen, klassisch mit Kartoffelstock

Frische Egli gefüllt mit Blaubeeren, welche gerade Saison hatten.
Frische Egli gefüllt mit Blaubeeren, welche gerade Saison hatten.
Ein flambierter Esox
Ein flambierter Esox

Uner den Fängen waren sehr viele Flussbarsche (locker über hundert Stück, Winzlinge nicht mitgezählt) in von See zu See sehr varierenden Grössen:

Ein kleinerer aber sehr schön gefärbter Barsch
Ein kleinerer aber sehr schön gefärbter Barsch
Egli in respektablen Grössen
Egli in respektablen Grössen

Andrin überlistete diesen tollen Barsch; diese Fische sind echte Befreiungskünstler. Mehrere Fische in dieser Grössenordnung verabschiedeten sich im Sprung oder auch bei der Landung
Andrin überlistete diesen tollen Barsch; diese Fische sind echte Befreiungskünstler. Mehrere Fische in dieser Grössenordnung verabschiedeten sich im Sprung oder auch bei der Landung

Auch Hechtkontakt hatten wir genügend. Es waren keine Monster dabei, doch auch von Schweden kann man keine Wunder erwarten, wenn man in der Nebensaison an unbekannten Gewässern vom Ufer aus angelt.

Ein besonderes Highlight war für Dömu der Fang seines ersten Hechts. Er biss  beim Eglifischen und eigentlich schon nach dem Sonnenuntergang. Der Fänger war sichtlich überrascht über den "Beifang"...

Dömu und sein erster Hecht, so fängt es an....
Dömu und sein erster Hecht, so fängt es an....
Ich hatte natürlich auch meinen Spass mit den Schwedenhechten ;)
Ich hatte natürlich auch meinen Spass mit den Schwedenhechten ;)
Und auch Hannah leistete ihren Beitrag zum Gesamtfang
Und auch Hannah leistete ihren Beitrag zum Gesamtfang
ein Frosch
ein Frosch

Wir sahen neben Fischen auch viele andere Tiere, zB. war der ganze Boden übersäht von Babyfröschen. Die Natur ist in Schweden wirklich noch erfreulich intakt! Schöne Wälder, verkehrsarme Strassen und viele schöne Seen; was will man mehr? Es hat uns schon nur beeindruckt wie dunkel es in der Nacht wird ohne die ganze Stadtbeleuchtung, mal abgesehen von unserem Feuer. Zum Glück war der Sonnenuntergang nicht allzu früh...

Einer der Babyfrösche
Einer der Babyfrösche
Eine Eidechse
Eine Eidechse

Das perfekte Bild einer Kröte
Das perfekte Bild einer Kröte

Wir erlebten in Schweden wirklich eine tolle Zeit! Der bestmögliche Mix aus Abenteurferien und Fischerausflug! Zusätzlich hatten wir auch noch dauerhaft schönes Wetter und erreichten so ohne grössere Probleme viele unvergessliche Plätze. Unter Berücksichtigung der Umstände erreichten wir auch eine super Fangzahl. Das Fazit ist also durchwegs positiv und somit zur Nachmachung empfohen. Einen schönen Schlusspunkt setzten wir noch, indem wir unsere Heimreise noch über Hamburg und Amsterdam führten... Zu diesem Zeitpunkt hatten auch unsere Rucksäcke zumindest schon ein wenig abgespeckt, gerade als wir uns daran gewöhnten. :)

Ich wünsche allen ebenso schöne Erlebnisse und Petri Heil!

Ändu

 

Im Anschluss findet ihr noch einige Impressionen.