8. bis 16. Juli 2016, Angelferien in Irland am River Drowes

Von wilden Brown Trouts, Barschen ohne Ende und sturen Lachsen... Ireland again!

 

Epilog: Als ich erfuhr, dass wir wieder ein Ferienhaus von Kingfisher Angelreisen testen dürfen, war die Freude riesig! Die Vorfreude stieg ins Unermessliche, als bald klar wurde, wo es dieses mal hin geht: Wieder nach Irland, diese grüne Insel, die ich so gerne bekommen habe. Aufgestellte, fröhliche Menschen, eine wunderschöne wild-rauhe Natur und eine traumhafte Fischerei erwarten jeden, der dieses Land bereist.

 

Dieses mal hiess das Reiseziel Salmon Lodge! Das Ferienhaus soll gemäss den offiziellen Angaben in unmittelbarer Nähe des Lachsflusses River Drowes gelegen sein. Ausserdem gehört ein Motorboot dazu, welches nur ca. 10 Gehminuten vom Haus entfernt am flussaufwärts gelegenen Lough Melvin bereit steht. Dieser See soll als einziger See Irlands alle fünf (!) einheimischen Forellenarten beherbergen, darunter die berüchtigte Ferrox-Trout, die sehr gross werden kann. Klingt genial und das war es auch, aber der Reihe nach...

Die Salmon Lodge. ©Bild: www.kingfisher-angelreisen.de
Die Salmon Lodge. ©Bild: www.kingfisher-angelreisen.de

 

Mit dabei waren ich, mein Vater und Lüku. Trouthunters-Teammitglied Ändu musste leider absagen, da er auf eine Forschungsreise nach Grönland mitgehen durfte, was natürlich auch sehr cool ist ;-)

 

Die Anreise am Freitag gestaltete sich ohne Probleme, alles lief reibungslos. Ausser dass irgend ein Komiker zwar sein Gepäck am Flughafen abgegeben hatte, dann aber nicht ins Flugzeug eingestiegen ist. Entsprechend wurde alles aus Sicherheitsgründen durchsucht, um seinen Koffer zu finden, welcher sich logischerweise im letzten der durchsuchten Container befand. Nach dem Flug bezogen wir unser Mietauto und erreichten nach ca. 3h Fahrt die Nordwestirische Kleinstadt Donegall. Da wir das Ferienhaus erst einen Tag später beziehen konnten, war dies die ideale Gelegenheit, um diesen touristisch bekannten Ort zu erkunden und dort eine Nacht verbringen.

Im Bild eine der drei Ecken des Dorfplatzes, im Hintergrund das Central Hotel, wo wir übrigens übernachteten. Das Hotel ist absolut empfehlenswert.
Im Bild eine der drei Ecken des Dorfplatzes, im Hintergrund das Central Hotel, wo wir übrigens übernachteten. Das Hotel ist absolut empfehlenswert.

 

Donegall ist schön anzusehen und typisch touristisch herausgeputzt. Einzigartig der dreieckige, zentrale Dorfplatz, sowas habe ich vorher noch nie gesehen. Aber viel gibt es nicht zu bestaunen, ich habe etwas mehr erwartet. Donegall scheint vielmehr deshalb ein Touristenmagnet zu sein, weil es der ideale Ausgangspunkt für alle möglichen Ausflüge ist, wie z.B. Surfen, Wandern oder Hochsee-Angel-Touren, denn wegen der Stadt an sich. Was mich gestört hat an Donegall, war der permanente Durchgangsverkehr.
Genial war das Pub "The Old Castle Bar", wo wir am Freitag Abend mit einem leckeren Essen zu günstigen Preisen und den ersten Irischen Bieren dieser Reise einen perfekten Beginn einläuteten. Sehr zu empfehlen, dieses Pub!

Die Old Castle Bar steht an einer der drei Ecken des Dreieckigen Dorfzentrums und vis à vis des Donegall Castle
Die Old Castle Bar steht an einer der drei Ecken des Dreieckigen Dorfzentrums und vis à vis des Donegall Castle
So muss eine Reise nach Irland anfangen: Mit einem frischen Guinness und gutem Pubfood!
So muss eine Reise nach Irland anfangen: Mit einem frischen Guinness und gutem Pubfood!

 

Die Vermieter, namentlich die Familie Gibbons, waren am nächsten Morgen schnell erreicht. Dank der präzisen Wegbeschreibung in den Reiseunterlagen von Kingfisher nach nur 15 Minuten Fahrt von Donegall. Sie wohnen im Dorf Kinlough, nur wenige Autominuten vom Ferienhaus entfernt. Zu ebendiesem wurden wir denn nach einer herzlichen Begrüssung auch hingeführt, wo sie uns alles Wichtige zeigten und erklärten. Die Gibbons sind sehr nette Leute und wirklich hilfsbereit. Nach der Schlüsselübergabe gehörte das Haus uns und die Ferien konnten so richtig beginnen, yes!

 

Das Ferienhaus wurde natürlich zuerst mal gründlich inspiziert und wir waren sofort begeistert! Ein grober Überblick: Gross, offen, hell, mit viel Platz. Dass 6 Personen Platz hätten, ist nicht übertrieben. Drei Schlafzimmer, ein Essraum, ein Bad an dem es nichts zu bemängeln gibt und ein sehr gemütliches Wohnzimmer mit Couch, Sessel, Sat-Fernseher und Cheminee. Sehr gut ausgestattete, grosse Küche. Umgeben von einem gepflegten Garten mit Sitzplatz und Grill. Die Garage neben dem Haus ist abschliessbar und war für uns ideal geeignet zum Aufhängen der nassen Watkleidung.

--> Wenn ihr euch für genauere Details und Fotos zur Salmon Lodge interessiert, siehe weiter unten im Bericht.

Die Lodge im Überblick: Zu sehen ist die Garage auf der rechten Seite, der typisch britisch gepflegte Rasen und die Lodge an sich. Auf der sonnenzugewannten Rückseite ist ein Aussensitzplatz mit Tisch und Grill.
Die Lodge im Überblick: Zu sehen ist die Garage auf der rechten Seite, der typisch britisch gepflegte Rasen und die Lodge an sich. Auf der sonnenzugewannten Rückseite ist ein Aussensitzplatz mit Tisch und Grill.

 

Die Lage der Salmon Lodge ist schön ruhig und abgelegen. Ohne Mietauto wären wir ziemlich auf verlorenem Posten gewesen. Aber in der näheren Umgebung fanden wir trotzdem alles, was wir brauchten. Das Dorf Kinlough, wo auch die Vermieter wohnen, ist nur etwa 3 Autominuten entfernt und bietet einfache Einkaufsmöglichkeiten, ein Pub und eine Tankstelle. Nur ein paar Minuten weiter liegt die nächste grössere Ortschaft Bundoran. Hier gibt es mehrere Pubs, einen grossen Supermarkt, eine Tourist-Info und eine Bibliothek mit Internet.

Zu Fuss 10 Minuten flussaufwärts ist der Angelladen im Laureen-Park, das ist dort wo der See beginnt und auch das Boot stationiert ist. In diesem Laden gibt es alles, was es braucht. Lizenzen für alles Mögliche, Köder und wertvolle Tipps. Shane, der Besitzer, ist sehr hilfsbereit und unkompliziert und hilft auch bei Problemen mit dem Boot.

Bundoran
Bundoran

 

Die fischereilichen Möglichkeiten sind riesig! Die wichtigsten und bekanntesten davon sind der Lachsfluss River Drowes (der Hausfluss der Salmon Lodge), bekannt für einen reichen Lachsaufstieg und guten Bestand an Brown Trouts, sowie der Lough Melvin, berühmt für seinen unvergleichlichen Artenreichtum an wilden Forellenstämmen. Die Region bietet aber noch vieles mehr. Zum Beispiel Meerforellenfischen am nahe gelegenen Einfluss des River Erne ins Meer. Oder die kleineren Seen rundherum, die eine gute Hechtfischerei bieten. Barsche gibt es sowieso überall. Ein Paradies für Fliegen- und Spinnfischer. Eine Woche war eigentlich viel zu wenig, wir hätten uns da noch lange austoben können ;-)

 

Der Logh Melvin ist der Haussee der Salmon Lodge. Zu Fuss erreicht man den Auslauf des Sees nach einem kurzen Fussmarsch von etwa zehn Minuten, entlang den Ufern des malerischen River Drowes. Er wäre auch per Auto erreichbar. Für den See braucht es keine Lizenz, so dass wir gleich nach der Ankunft mit grosser Vorfreude loslegen konnten. Auf die Lizenz für den Fluss mussten wir nämlich noch einen Tag warten, bis der Angelladen wieder offen hatte.

Das Boot ist im Hafen im Auslauf stationiert, im Laureen Park wo sich auch der Angelladen befindet. Es ist mit einem 5PS Motor ausgestattet, was für den See absolut ausreichend ist.

Der Auslauf des Lough Melvin mit dem Bootshafen. Das vordere Boot ist dasjenige, welches zur Salmon Lodge gehört.
Der Auslauf des Lough Melvin mit dem Bootshafen. Das vordere Boot ist dasjenige, welches zur Salmon Lodge gehört.

 

Die Fischerei auf dem See war am Anfang nicht so einfach wie erwartet. Wir mussten zu Beginn viele Stunden lang ausprobieren und Erfahrungen sammeln und blieben in der Zeit absolut erfolglos. Zumindest was die Forellen betrifft. Dies gilt nicht für die Barsche, die wirklich überall und ständig an den Haken gingen und schon fast nervig wurden. Die Durchschnittsgrösse der Barsche in dem See ist aber fantastisch, wenn man wollte könnte man im Minutentakt Barsche von 30cm und mehr heraus holen, der Wahnsinn! Und ab und zu gab es auch deutlich grössere! Die Iren betrachten den Barschreichtum als Pest und haben kein Verständnis dafür gehabt, dass wir Schweizer solch eine Freude an den Stachelrittern hatten... seht selbst, ihr versteht uns sicher :-)

Lüku mit einem Prachtsexemplar von einem Barsch. Köder: DUO Realis Shad 62
Lüku mit einem Prachtsexemplar von einem Barsch. Köder: DUO Realis Shad 62
Barsche in dieser Grösse gab es im Minutentakt, wenn man wollte...
Barsche in dieser Grösse gab es im Minutentakt, wenn man wollte...

Freude herrscht :)
Freude herrscht :)
...noch so eine Kirsche! :D
...noch so eine Kirsche! :D

Doch schliesslich fanden wir auch das Geheimrezept für die Forellen im See. Nach langem Ausprobieren stellte sich heraus, dass die Lauftiefe und vor allem die Farbe der Wobbler extrem entscheidend war. In dem Ausmass habe ich das noch nie erlebt. Die Trouts wollten ausschliesslich Wobbler in Firetiger-Design. Natürliche Dekors blieben unbeachtet. Eine Lauftiefe von ca. 2.5m bis 3m schien ideal zu sein, daher waren Shads mit mittelgrossen Tauchschaufeln ideal, und die Wobbler mussten klein sein. Am besten fing der DUO Realis Shad 52 im Firetiger Design, der stellte sich als die ultimative Geheimwaffe heraus. Alle anderen Farben des selben Wobblers blieben nahezu ohne Biss. Die Wobbler wurden ganz einfach und traditionell an der Rute hinter dem Boot her geschleppt. Dabei hielten wir immer genug Abstand vom Ufer um zu vermeiden, dass Barsche beissen. Ganz vermeiden liess es sich trotzdem nicht. Ausserdem ist es sehr wertvoll gewesen, auf lokale Tipps zu hören, in welcher Bucht es gerade am besten sei...

Die erste Trout war endlich überlistet. Der richtige Wobbler machte den Unterschied aus.
Die erste Trout war endlich überlistet. Der richtige Wobbler machte den Unterschied aus.

Als wir endlich alles richtig machten, ging es Schlag auf Schlag. Der Bestand an Trouts im Logh Melvin ist fantastisch, und dank des Artenreichtums sieht jeder Fisch wieder etwas anders aus. Die Durchschnittsgrösse lag etwa bei 30cm bis 35cm. Wunderschöne, makellose Fische, seit eh und je aus rein wildem Bestand.

Die Kampfkraft dieser schönen Salmoniden ist ebenfalls genial, schon die kleineren machen viel Spass und einmal durfte ich den Drill mit einer grösseren Ferrox-Trout geniessen, das wurde richtig spannend!

Das Wetter, welches immer nur windig und regnerisch war, vermochte uns die Laune nicht zu verderben, die Fischerei war genial
Das Wetter, welches immer nur windig und regnerisch war, vermochte uns die Laune nicht zu verderben, die Fischerei war genial
Lüku's grosse Freude ist ihm deutlich anzusehen.
Lüku's grosse Freude ist ihm deutlich anzusehen.

Es spricht überhaupt nichts dagegen, sich einige Trouts fürs Abendessen mit zu nehmen, der Bestand ist hervorragend.
Es spricht überhaupt nichts dagegen, sich einige Trouts fürs Abendessen mit zu nehmen, der Bestand ist hervorragend.
Jetzt ist die Evolution aber richtig krumm, da ist was Grosses dran!
Jetzt ist die Evolution aber richtig krumm, da ist was Grosses dran!
Yess, tasächlich, eine schöne Ferrox-Trout! Die können noch viel grösser werden, diese hier war aber auch schon ein toller Fisch.
Yess, tasächlich, eine schöne Ferrox-Trout! Die können noch viel grösser werden, diese hier war aber auch schon ein toller Fisch.

 

Der River Drowes ist der malerisch schöne Hausfluss, der nur ca. 100m neben der Salmon Lodge vorbei fliesst. Er ist grösstenteils naturbelassen und zieht gemächlich seine Schlaufen zwischen saftigen irischen Wiesen, vielen Schafen und vereinzelten grünen Wäldern (ja, auch in Irland gibt es noch Wälder). Als wir die Hütte erreichten und ich die ersten Blicke auf den Fluss werfen konnte, flippte ich fast aus vor lauter Vorfreude. Noch viel schöner, als ich es mir vorgestellt habe!

Lizenzen für den Fluss gibt es beim Angelladen am See. Mit einer einzigen Lizenz darf sowohl auf Lachs und Meerforellengefischt werden, als auch auf Brown Trouts. Die Wochenlizenz kostet gerade mal 100 €, für eine 4km lange befischbare Strecke wie aus dem Bilderbuch. Nahezu der gesamte Fluss darf nämlich befischt werden, vom Auslauf aus dem See bis zum Meer. Lediglich die untersten Pools bei der Einmündung ins Meer sind privat.

 

Die Lachsfischerei ist nicht einfach, das waren uns bewusst. Aber wir wussten nicht wirklich, was uns erwartete, machten wir es doch zum ersten Mal. Ich kann euch sagen, es ist extrem schwierig. Nicht von der Technik her, aber von der Geduld. Denn du versuchst einen Fisch zu fangen, der eigentlich nicht beissen will. Dessen Ur-Instinkt den Lachs vor jeglicher Ablenkung bewahrt und ihm sein einziges Ziel vor Augen hält: Um jeden Preis den Fluss aufzusteigen. Es braucht viel Motivation, an einem Fluss voller Lachse zu fischen, sie zu sehen, aber sie beissen nicht. Und der Fluss war wirklich voll mit Lachsen! Überall springen sie aus dem Wasser und bei einem seltenen sonnigen Moment sahen wir sie in den Pools stehen, zu dutzenden! 

 

Wir behielten die Motivation! Eisern, ohne aufzugeben, standen wir täglich mehrere Stunden am Fluss, immer in der Hoffnung, dass es irgendwann klappt. Wir fischten viel mit der Fliegenrute, aber wir versuchten auch mit der Spinnrute unser Glück (Spinner, Flying Condoms). Es nützte alles nichts. Uns war das Glück leider die ganze Woche nicht vergönnt, einen Lachs zu fangen. Der Traum, irgendwann das Gefühl zu erleben, einen dieser kräftigen Silberbarren zu drillen, liess uns und all die zahlreichen anderen Lachsfischer nie aufgeben. Die wunderschöne Landschaft entschädigte glücklicherweise für jede Stunde ohne Biss. Glück ist wahrhaftig das Schlüsselwort. Oder wie die Iren sagten: "It's a lottery!" (es ist ein Glücksspiel). Irgendwann werden auch wir unsere ersten Lachse fangen, da bin ich mir sicher! ;)

 

Hier noch ein paar Fotos zur Lachsfischerei am Drowes:

Gefischt wurde tagsüber...
Gefischt wurde tagsüber...
...und nachts!
...und nachts!

 

Brown Trouts im River Drowes gibt es auch! Der Bestand ist sogar sehr gut, denn kein Mensch befischt sie. Alle haben nur den Lachs im Kopf. Uns ging es ehrlich gesagt ähnlich. Als es eindunkelte, bis in die Nacht hinein, begann jeweils der grosse Schlupf und überall stiegen die Trouts wie verrückt. Mit der Trockenfliege hätten wir viel Action haben können, aber wir fischten immer auf Lachs... ein Fehler.

Einzig durch den Tag unternahmen wir gelegentliche Ausflüge an den Fluss mit dem Zielfisch Forelle. Das Problem durch den Tag: Infolge des hohen Befischungsdrucks auf Lachs schwirren den Trouts täglich hunderte Köder um die Ohren. Sie kennen alles schon längst und sind kaum zu überlisten. Es gibt nur eine Lösung: Extrem präzise Würfe auf die andere, unbegehbare Uferseite, genau unter überhängende Büsche. Da, wo kein Mensch hin wirft. Da hocken die richtig fetten Trouts und mit einem modernen Wobbler, den sie noch nicht kennen, lassen sie sich auch überlisten! Leider haben wir tatsächlich das riesige Pech gehabt, die drei grössten Trouts der Reise alle im Drill zu verlieren! :-( Die wären alle in einer Grössenordnung um 45 bis 50cm gewesen, es hat also definitiv grosse drin!

Ironischerweise blieben die kleineren hängen. Bildhübsch sind sie aber ohnehin..

Eine schöne, kleine Brown Trout aus dem Fluss. Die grossen verloren wir leider alle im Drill.
Eine schöne, kleine Brown Trout aus dem Fluss. Die grossen verloren wir leider alle im Drill.

 

Das Meerforellenfischen an der Erne-Einmündung ist ein weiteres Highlight, welches diese Region zu bieten hat. Wir mussten das unbedingt auch probieren. Schliesslich gilt die Erne-Mündung als einer der besten Spots für Meerforellen überhaupt!

Der Ausgangspunkt ist sehr nah gelegen, nach nur 15 Minuten Autofahrt von der Salmon Lodge haben wir bereits den Strand erreicht. Dann folgte ein Fussmarsch von 2 Kilometern entlang eines der längsten und schönsten Strände, den ich je gesehen habe. 

Dieses Moment, wenn du die halbe Strecke geschafft hast und der Strand in beiden Richtungen unendlich lange aussieht, der Wahnsinn!
Dieses Moment, wenn du die halbe Strecke geschafft hast und der Strand in beiden Richtungen unendlich lange aussieht, der Wahnsinn!

Der Marsch war durch den weichen Sand sehr anstrengend. Aber genau das macht es eben aus! Denn die Erne-Mündung ist nur auf diese Weise erreichbar, weshalb wir – trotz der Berühmtheit – den ganzen Spot für uns alleine hatten, als wir an der Mündung eintrafen.

Schnell flogen die Wobbler weit in die Bucht hinaus, ohne sicher zu wissen, ob wir es richtig machen. Wir nahmen einfach dieselben Wobbler, die wir in der Schweiz fürs Seeforellenfischen benutzen, das wird wohl klappen. Und tatsächlich, schon nach fünf Minuten schrie Lüku "Biss!", und bald darauf zappelte die erste Meerforelle im Netz. Auch wenn es nur eine Kleine war, war es doch ein besonderer Moment. Für uns beide war es die erste Meerforelle, die wir je zu Gesicht bekamen. Lüku war überglücklich.

Unsere erste Meerforelle war gefangen. Dickes Petri Lüku!!!
Unsere erste Meerforelle war gefangen. Dickes Petri Lüku!!!

Danach hatten wir leider keine Meerforelle mehr landen können. Immerhin gab es aber immer wieder mal einen Biss oder Nachläufer. Wir waren aber schon happy, dass wir überhaupt eine erwischten bei unserem ersten Versuch. 

 

Übrigens fing ich in der Zwischenzeit alles Mögliche andere Getier, was so im Meer lebt, ausser Meerforellen... :-)

Da war zum Beispiel eine grosse Krabbe, die den Wobbler voll in die Zangen genommen hat. Ich konnte sie kaum mehr los lösen. Oder verschiedene andere Fischarten, alle kleiner als der Wobbler selbst, was sehr zu unserer Belustigung beitrug.

 

Alles in allem ein sehr gelungener Tagesausflug, den wir jedem Gast der Salmon Lodge nur empfehlen können!

Beim Meefo-Fischen ist mit Überraschungen zu rechnen! Diese Krabbe verliebte sich in meinen Spinbait.
Beim Meefo-Fischen ist mit Überraschungen zu rechnen! Diese Krabbe verliebte sich in meinen Spinbait.

 

Es lässt sich gut Leben in Irland! Was gibt es schöneres, als nach einem anstrengenden und langen Fischertag im gemütlichen Wohnzimmer der Lodge zu entspannen. Ein wenig Plaudern, Fachsimpeln und dazu ein kaltes Guinness, oder ein Ale, oder ein Cider, oder was auch immer aus der Welt der leckeren Irischen Biere gerade passt. Frisch gefangener Fisch, veredelt zu einem leckeren Abendessen, bereichert das Leben in der Lodge mit einem kulinarischen Highlight, das ebenfalls nicht fehlen darf!

 

Zum alltäglichen Leben auch noch einige Bilder:

Alles was der Ire zum Leben braucht ;)
Alles was der Ire zum Leben braucht ;)
mhmmmm... Frische Forellenfilets brutzeln in der Pfanne!
mhmmmm... Frische Forellenfilets brutzeln in der Pfanne!
In kurzer Zeit haben wir genug Barsche für ein perfektes Abendessen gefangen. Nach der mühsamen Filettier-Arbeit folgte der Gaumenschmaus :-)
In kurzer Zeit haben wir genug Barsche für ein perfektes Abendessen gefangen. Nach der mühsamen Filettier-Arbeit folgte der Gaumenschmaus :-)

 

Die die Klippen von Slieve League sind eine berühmte touristische Sehenswürdigkeit Irlands, die man besucht haben sollte. Die höchsten Klippen Europas, aus 600m Höhe fallen die Felswände von Slieve League direkt ins tiefblaue Wasser des Atlantik ab. Auch wir liessen es uns nicht nehmen, diesen Ort anzusehen. Schliesslich sind es nur 3/4h Autofahrt von der Salmon Lodge. Für meinen Geschmack etwas zu touristisch. Aber der starke Wind, die eindrücklichen Klippen und furchtlose Schafe direkt über den Abhängen machen den Ort definitiv sehenswert und sorgten für einen unterhaltsamen Ausflug.

Vom Wind gepeitscht...
Vom Wind gepeitscht...

Furcht vor dem Abgrund? Nö :)
Furcht vor dem Abgrund? Nö :)

Unterwegs nach Slieve League solltet ihr unbedingt beim "Rusty Mackerel" eine Pause einlegen und etwas trinken, wenn ihr daran vorbeifährt. Ein echter Geheimtipp, ein Pub wie aus dem Bilderbuch, herrlich! 

Das Pub von aussen...
Das Pub von aussen...
...und von innen!
...und von innen!
Ich konnte mich kaum satt sehen, da hing so viel Krimskrams.
Ich konnte mich kaum satt sehen, da hing so viel Krimskrams.
Vielleicht hätten wir noch mehr Guinnes trinken müssen, um einen Lachs zu fangen ;-)
Vielleicht hätten wir noch mehr Guinnes trinken müssen, um einen Lachs zu fangen ;-)

 

Zum Abschluss bleibt mir nur zu sagen... WOW! Das waren wieder geniale Ferien in Irland! Dieses Land überrascht mich einfach immer wieder von Neuem mit seinen fröhlichen Menschen, seinen Traditionen, seiner Natur und Landschaft und nicht zuletzt auch der grossartigen Fischerei.

 

Wir hatten eine richtig schöne Zeit, danke an meinen Vater und Lüku für die Gesellschaft, es hat Spass gemacht mit euch!

 

Grosser Dank geht auch an Kingfisher für die erneut grossartige Unterkunft! 

 

Falls wir euch für eine Reise nach Irland begeistern konnten, findet ihr weiter unten genaue Infos und Details zur Salmon Lodge...

 

Liebe Grüsse und tight lines

Nicola


Für Interessierte: Nähere Details zur Salmon Lodge

Die Reservation der Salmonlodge und nähere Details von Kingfisher Angelreisen zum Ferienhaus gibt es auf der Website von Kingfisher unter diesem Link:

http://www.kingfisher-angelreisen.de/angelreisen/irland/regionen/detail/?tx_kingfisher_pi1%5Bdetail%5D=102&cHash=4589c2b64a70a51fc5eaff29e083d1c0 

 

Die Salmon Lodge wird von der Familie Gibbons (Sheila, Gerard und ihre Kinder) vermietet, welche wenige Minuten entfernt im Dorf Kinlough wohnen. Sie sind die richtigen Ansprechpersonen für Fragen oder Probleme.

 

Küche: Absolut perfekt ausgestattet, sensationell für ein Ferienhaus. 

  • Gas-Kochherd mit 4 Kochstellen.
  • Backofen
  • Dampfabzug
  • Genügend Geschirr, Teller, Gläser etc. vorhanden. Auch Pint-Gläser für Bier sowie Weingläser gibt es.
  • Rüstmesser und -bretter, usw. vorhanden. Achtung: Filettiermesser unbedingt selber mitbringen, falls benötigt.
  • Abtrocknungstücher
  • Grosse Auswahl an Pfannen.
  • Gewürze, Salz, Pfeffer, Öl und Essig vorrätig und frisch! Muss NICHT eingekauft werden.
  • Spülmittel, div. Folien und Plastiksäcke ebenfalls vorrätig.
  • Toaster
  • Geschirrspülmaschine (!)

Essraum: Simpel, aber gemütlich und funktional.

  • Zugang zu Küche und Wohnzimmer
  • Esstisch für ca. 6 Personen
  • Tischsets vorhanden
  • Schrank mit Spielkarten, Büchern, Kerzen, etc.

Wohnzimmer: Gemütlich und traditionell eingerichtet, perfekt um nach einem langen Tag die Seele baumeln zu lassen.

  • Zwei Sofas und ein Sessel
  • Fernseher mit Sat. Empfang (Deutsche Sender vorhanden)
  • Cheminee mit Torf-Briketts
  • Kleiner Tisch

Schlafzimmer: Gross und geräumig, mit viel Platz fürs Angelgerät, bequeme Betten, eigene Lavabos!

  • 2 Schlafzimmer à 2 Einzelbetten
  • 1 Schlafzimmer à 1 Doppelbett
  • Total 6 Schlafplätze
  • Jedes Schlafzimmer mit eigenem Lavabo und Spiegel
  • Viele Schränke und genügend Platz, um Kleidung einzuräumen, Jacken aufzuhängen, etc.
  • Bettwäsche vorhanden

Badezimmer:

  • WC
  • Lavabo mit Spiegel
  • Dusche (Warmwasser funktioniert tadellos)

Aussenterrasse: Gemütlich bei schönem Wetter, schöner Ausblick auf Wald und Weiden.

  • Zugang von der Küche
  • Holztisch und Sitzbänke
  • Sonnige Lage (wenn das Wetter denn mal mitspielt)
  • Holzkohle-Grill mit Brickets

Sonstiges:

  • Verschliessbare Garage neben dem Haus, ideal als Abstellraum und um nasse Watkleidung aufzuhängen. Mit Filettierstation mit fliessend Wasser. Nicht genügend Platz für ein Auto!
  • Genügend Duschtücher und Waschlappen vorhanden
  • Waschmaschine
  • Genügend Platz zum Parken
  • Grosser, gepflegter Garten
  • Extrem ruhige Lage
  • Heizkörper sind im ganzen Haus verteilt und funktionieren tadellos

Bilder:

 

Frontansicht, rechts die Garage
Frontansicht, rechts die Garage
Essraum
Essraum
Küche
Küche
Der Garten-Sitzplatz mit Tisch
Der Garten-Sitzplatz mit Tisch
Wohnzimmer
Wohnzimmer
Eines der drei Schlafzimmer
Eines der drei Schlafzimmer