Freitag 20. bis Samstag 28. Juli, Irland, Lough Mask und Umgebung

Von grünen Kobolden, Guinness, vielen Schafen und traumhafter Fischerei: Irland

Wir beide, Joshua und Nicola, haben die letzte Woche in Irland verbracht, zusammen mit Nicolas Vater und seiner Freundin. Endlich! Auf diese Woche haben wir ewig gewartet. Die Woche war traumhaft und ging viel zu schnell vorbei. Neben Irischer Kultur, viel Regen und tausenden von Schafen erlebten wir natürlich auch eine unvergessliche Fischerei.

 

Wir waren in einem Cottage am Lough Mask wohnhaft, inklusive einem Motorboot. Im See gab es fast keine Hechte, die Hechfischerei war schwierig. Aber es gab einen guten Bestand an Browntrouts und Egli.

Wir haben einige ganz tolle Fische gefangen und auch sonst eine wunderbare, unvergessliche Fischerwoche in in diesem fast schon magischen Land verbracht und möchten euch diese natürlich nicht vorenthalten.

 

Diese Ferien haben wir bei Kingfisher Angelreisen gebucht. Für alle, die es genauer interessiert: Unser Cottage am Lough Mask hiess Glenbeg Cottage: http://www.kingfisher-angelreisen.de/angelreisen/irland/regionen/detail/unterkunft/glen-beg-cottage/

 

Im Folgenden seht ihr nun eine Fotostrecke, die euch die Landschaft, Natur und Kultur sowie natürlich die Fische Irlands zeigen soll...

 

Guinness: Allgegenwärtig wo auch immer man war
Guinness: Allgegenwärtig wo auch immer man war

Ankunft in der Ausgangsikone: Dublin

Zuerst kamen wir in spät abends in Dublin an, wo wir das Fleetstreethotel in der Temple Bar Street bezogen und dann noch die fröhlichste Ausgangslegende Europas genossen...

Temple Bar: Die Ausgangszone schlechthin
Temple Bar: Die Ausgangszone schlechthin
In dieser Strasse gibt es nichts anderes als Pubs und Bars und jede Menge fröhliche Leute. Es gibt keinen anderen Ort wo man besser feiern könnte.
In dieser Strasse gibt es nichts anderes als Pubs und Bars und jede Menge fröhliche Leute. Es gibt keinen anderen Ort wo man besser feiern könnte.
Jedes Pub und jede Bar scheint voll zu sein und Livemusik ist offenbar Pflicht in den Lokalen der Temple Bar Street
Jedes Pub und jede Bar scheint voll zu sein und Livemusik ist offenbar Pflicht in den Lokalen der Temple Bar Street

Unglaublicher Betrieb um 2:00 nachts
Unglaublicher Betrieb um 2:00 nachts
Ein Guinnes in Ehren kann niemand verwehren :-)
Ein Guinnes in Ehren kann niemand verwehren :-)
Am Morgen werden die Spuren der Partynächte weggeputzt
Am Morgen werden die Spuren der Partynächte weggeputzt
Alles perfekt herausgeputzt
Alles perfekt herausgeputzt
typischer Anblick in Dublin...
typischer Anblick in Dublin...
sauber herausgeputzte Häuschen, oft in rot oder braun
sauber herausgeputzte Häuschen, oft in rot oder braun

In Dublin gibt's viele schöne Brücken uber den River Liffey
In Dublin gibt's viele schöne Brücken uber den River Liffey
Fast an jede Wand war übrigens solch ein Kobold gemalt und in den Souvenirshops wimmelte es von der Kerlchen mit dem roten Bart :-)
Fast an jede Wand war übrigens solch ein Kobold gemalt und in den Souvenirshops wimmelte es von der Kerlchen mit dem roten Bart :-)

Nachdem wir tagsdarauf noch durch die schöne Stadt mit den roten Backsteingebäuden gelaufen sind, ging es dann auch schon weiter. Eine Autofahrt quer durch die ganze Insel stand an.

Der Lough Mask und die Landschaft Irlands

Als wir kurz vor dem Ziel waren, drehten wir fast durch, der Wurfarm wurde schon nervös. Unterwegs sind wir bereits an wunderschönen, unbenannten Bächen und Flüssen vorbeigefahren und die Vorfreude stieg ins Unermessliche. Doch als wir schliesslich unser Cottage in dieser traumhaften Lage entdeckten und die tolle Bucht direkt zu Füssen des Cottages, hielten wir es fast nicht mehr aus :-)

Unser Cottage in traumhafter Lage
Unser Cottage in traumhafter Lage

Unsere Hausbucht mit der typischen Landschaft: Hügelig und viele Schafe. Im Schilf versteckten sich Barsche, Hechte und erstaunlich grosse Brown Trout
Unsere Hausbucht mit der typischen Landschaft: Hügelig und viele Schafe. Im Schilf versteckten sich Barsche, Hechte und erstaunlich grosse Brown Trout

In ganz Irland gibt es praktisch keine Bäume, nur Sumpf, Wiesen , kleine Büsche und Sträucher sowie Flüsse und Seen. Der hier ist einer der Zeugen, dass es mal Bäume gab
In ganz Irland gibt es praktisch keine Bäume, nur Sumpf, Wiesen , kleine Büsche und Sträucher sowie Flüsse und Seen. Der hier ist einer der Zeugen, dass es mal Bäume gab
Es hat viele Schafe in Irland...
Es hat viele Schafe in Irland...
...seeeehr viele Schafe!
...seeeehr viele Schafe!

Blick von unserem Cottage auf den See
Blick von unserem Cottage auf den See

Die Fischerei

Das Wetter macht es einem nicht leicht in Irland. Es gibt kaum einen Tag, an dem nur die Sonne scheint, aber auch nur selten Tage an denen es nicht regnet oder neblig ist. Es kann noch so schön oder hässlich aussehen, eine Stunde später ist das Wetter völlig anders. Deshalb muss man immer die Regenkleidung mitnehmen, auch bei Sonnenschein. Gute Regenkleider, Gummistiefel oder gar Watkleidung sowie wassersicheres Tackle, Boxen und Taschen sind Pflicht.

Gute Regenausrüstung ermöglichte es uns, auch in einem der regenreichsten Länder Europas unermüdlich zu Fischen.

 

Beim Cottage inklusive war ein 19ft. langes Boot mit 8 PS Motor, welches direkt beim Cottage am Ufer festgemacht war.


 

Zu 90% kamen die Spinnruten zum Einsatz. Auf Barsch und Brown Trout zu werfen mit Wobbler, Gummifisch und Co. ist für jeden Spinnfischer ein Traum in Irland. Daneben griffen wir ab und zu zur Fliegenrute und zwei mal gab es auch eine Schlepptour auf dem Lough Mask.

Ausflug an einen "Bergsee"

In Irland gibt es hunderte, wenn nicht tausende kleine Seen, welche oftmals nicht einmal einen Namen haben. Da sie aber fast alle natürlich sind und dem Gewässernetz angeschlossen sind, leben fast überall wilde Brown Trout darin. In der Regel kleinere Exemplare als in den grossen Seen wie unserem grossen Lough Mask oder den Flüssen, aber wunderschön gefärbt und perfekt für die Fliegenfischerei.

 

An einem Tag haben wir eine Karte angeschaut und sind, einem kleinen Bächlein entlangwandernd, kurzentschlossen zu einigen solchen Seelein gewandert. Mit dabei nur die Fliegenrute und die Spinnrute mit ein paar kleinen Wobblern.

 

Bemerkenswert sind die viel kleineren Höhenstufen: Von 500 auf 700 m.ü.M., nur 200 Höhenmeter weiter oben, ist es wie in der Schweiz ein Unterschied von 600 auf 2000 Höhenmeter. Bereits 100 Meter höher sieht es in Irland wie in einer Berglandschaft aus, man könnte also fast von Bergseen reden.

Auf der Wanderung zu einem Bergsee.
Auf der Wanderung zu einem Bergsee.
Der kleine Bergsee war voll mit kleineren, urwilden Browntrouts. Er liegt in der typischen Hochmoorlandschaft.
Der kleine Bergsee war voll mit kleineren, urwilden Browntrouts. Er liegt in der typischen Hochmoorlandschaft.
Auf 700 m.ü.M. ist es wie bei uns in den Alpen, die Höhenstufen Irlands sind wegen des ozeanischen Klimas ganz anders als bei uns
Auf 700 m.ü.M. ist es wie bei uns in den Alpen, die Höhenstufen Irlands sind wegen des ozeanischen Klimas ganz anders als bei uns

Dies ist eine typische Durchschnittsbrowntrout aus einem solchen Bergsee
Dies ist eine typische Durchschnittsbrowntrout aus einem solchen Bergsee

Kaum Hechte...

Auf Hechte lief leider nicht viel. Es hatte selbst an den vielsprechendsten Spots schlicht und einfach keine Hechte. Ein, zwei Bisse gabs ganz selten und Jöshu konnte auch einen angemessenen Pike überlisten, aber sonst lief bis auf einen im Drill verlorenen ü80er nicht besonders viel.

 

Aber die Brown trouts waren wohl einfach zu verlockend, jedenfalls hat es uns nicht wirklich gestört (Hechte fängt man schliesslich in der Schweiz auch, brown trouts nicht...).

Es gab fast keine Hechte im See, dafür extrem kampfstarke Exemplare.
Es gab fast keine Hechte im See, dafür extrem kampfstarke Exemplare.

...aber viele Egli...

Die Barsche in Irland machen einfach Spass. Sollte mal weder auf Hecht noch auf Brown Trout etwas gehen, einfach die Barsche finden und los geht's.

Bei Bacheinläufen fanden sie sich in grossen Mengen, doch vereinzelt gabs auch Zufallsfänge vor Schilfgürteln, manchmal sogar auf Hechtköder.

 

Mit dem Ultralighttackle und kleinen Wobblern oder Jigs ein pures Vergnügen.

Ab und zu schnappten sich auch grössere Rehlig unsere Wobbler oder verbissen sich sogar in Hechtköder.
Ab und zu schnappten sich auch grössere Rehlig unsere Wobbler oder verbissen sich sogar in Hechtköder.

...und natürlich wundervolle Browntrouts

Schon am ersten Tag wurde die erste tolle Brown Trout von fast 50cm gefangen, und dies in irgendeinem namenlosen Flüsschen zwischen unserem und einem anderen See. Ab da war es um uns geschehen und wann immer die Brownies bissen, waren sie unser Zielfisch Nummer 1. Solch traumhafte Brown Trout kann man so nur in Irland fangen. Urwild seit Jahrtausenden und alles andere als einfach zu fangen, aber eine unglaublich schöne Herausforderung.

 

Im Verhältnis zur Körpergrösse gibt es nur wenige Fische, die es mit diesen kampfstarken und unermüdlichen Salmoniden aufnehmen können.

 

Für jeden Spinnfischer und Fliegenfischer ein Traum!

Irland's Browntrouts waren die schönsten und eindrücklichsten Fische, die wir je gefangen haben. Gepunktet von der Schwanzflosse bis zum Kiemendeckel, absolut makellos, fit und unvergleichlich wild und kampfstark. Ein Traum für Spinn- und Fliegenfischer!
Irland's Browntrouts waren die schönsten und eindrücklichsten Fische, die wir je gefangen haben. Gepunktet von der Schwanzflosse bis zum Kiemendeckel, absolut makellos, fit und unvergleichlich wild und kampfstark. Ein Traum für Spinn- und Fliegenfischer!
Auch die kleinen Brownies in den Bergseen machten Spass. Zwar keine grossen, aber echte Fotomodelle!
Auch die kleinen Brownies in den Bergseen machten Spass. Zwar keine grossen, aber echte Fotomodelle!
Diese wunderschöne Browntrout überlistete Nicola aus einem kleinen Bach
Diese wunderschöne Browntrout überlistete Nicola aus einem kleinen Bach
Auch im Lough Mask schwimmen fette Forellen herum.
Auch im Lough Mask schwimmen fette Forellen herum.
noch eine schöne aus dem Lough Mask
noch eine schöne aus dem Lough Mask

Erfolglos, aber schön: Lachsfischen am River Moy

Das Lachsfischen am River Moy war eine Sache für sich. Obwohl die Lachse sprangen, wollten sie einfach nicht beissen. Wenigstens ging es allen so. Trotzdem hätten wir gerne unsere ersten Lachse gefangen.

 

Aber dennoch, der Ausflug war schön, der Fluss und die Natur drumherum umwerfend und der Befischungsdruck in Ordnung.

Das Lachsfischen am River Moy war ein spezielles Erlebnis. Die Lachse sprangen zwar, wollten aber wegen der vielen Sonne nicht beissen. So begründeten die Einheimischen die Flaute ;-)
Das Lachsfischen am River Moy war ein spezielles Erlebnis. Die Lachse sprangen zwar, wollten aber wegen der vielen Sonne nicht beissen. So begründeten die Einheimischen die Flaute ;-)

Lasst es euch nicht entgehen!

So, das wars auch schon von Irland. Abschliessend können wir sagen, dass wir eine Fischerreise in die Grüne Insel nur empfehlen können. Besonders Spinnfischer werden das Land mit seinen wunderschönen Gewässern und den natürlichen, wilden Fischen darin lieben. Natürlich ist es auch für Fliegenfischer ein Paradies, nur hat es bei uns die ganze Woche über so oft geregnet und gewindet, dass das Müggele beinahe unmöglich war. Mit weniger Wind wäre es aber sicher ein einmaliges Erlebnis. In Irland regnet es wirklich viel, gutes Regenzeug und Gummistiefel nicht vergessen! ;-)

 

Nun wünschen wir auch noch viel Petri und vieleicht auch euch schöne Ferien in Irland!

 

Gruss

Nicola und Joshua