16.-18. März, Forelleneröffnungs-Weekend, Aare und Berner Oberland

Das Warten hat ein Ende!

Das alljährliche Warten auf die langersehnte Bachforellen-Eröffnung löst bei einem Forellen-Freak wie mir schlaflose Nächte vor dem 16. März aus. So auch dieses Jahr. Tage im Voraus wurde das ganze Tackle auf Vordermann gebracht: Ruten gecheckt, Rollen geölt, Köderboxen aufgefüllt und sortiert und neu gekaufte Wobbler zum Schutz der Forellen mit Einzel-Schonhaken ausgestattet (wie das geht? --> mehr dazu hier).


 

Und dann war es endlich soweit! Der 16. März! Ich habe mir diesen heiligen Tag extra frei genommen und begann meine Eröffnung ganz phantasielos an der Aare. Pünktlich um 6:00 Uhr stand ich bereit. 

Aber es ging rein gar nichts. Es war deutlich spürbar, dass wir eine der kältesten Eröffnungen seit langem hatten, das Wasser war noch eisig kalt, die Forellen etwa ähnlich aktiv wie meine faule Katze zuhause. Hinzu kam, dass dutzende andere Fischer in der Gewässerwahl genauso phantasielos waren (und genauso erfolglos).

 

Also entschied ich mich für einen Wechsel; ab ins Auto und ins Oberland gefahren. In diesen Bächen ist es sowieso immer kalt, da geht auch dann schon was, wenn die Natur noch im Winterschlaf ist, die Forellen dort sind an kaltes Wasser gewöhnt. Der Bach war sehr schön anzusehen und ich genoss es richtig, endlich wieder an einem wilden Bach herum zu kraxeln. Wie habe ich diese Art der Fischerei vermisst! Das ist meine Welt, da habe ich Heimspiel ;)

Doch wollten die Fische auch schon beissen? Jap! Zwar konnte ich noch keine grosse Forelle überlisten, aber immerhin waren die ersten Fario-Schönheiten 2018 überlistet, die Eröffnung ist geglückt! Sie fielen auf langsam und grundnah geführte Gummis am leichten Cheburashka-Jig herein, eine top Methode bei kaltem Wasser und inaktiven Fischen.

Der Keitech Easy Shiner ist und bleibt ein top Salmonidenköder! Hier die 2'' Variante am Chebu
Der Keitech Easy Shiner ist und bleibt ein top Salmonidenköder! Hier die 2'' Variante am Chebu

 

Der Eröffnungstag war vorbei und ich sank müde und zufrieden ins Bett. Am Samstag war Arbeiten angesagt. Doch danach blieben noch ca. 30 Minuten, bis es dunkel wurde! Was macht man da? Richtig, fischen! Ich gab der Aare nochmals eine Chance, für mehr hätte die Zeit nicht mehr gereicht. Und siehe da, als es schon fast dunkel war, knallte doch noch dieses hübsche Thuner Silber auf meinen Ryuki 70s! 

Sorry für die Bildqualität, es war schon fast dunkel...
Sorry für die Bildqualität, es war schon fast dunkel...

Am Sonntag wieder den ganzen Tag Zeit gehabt, deshalb wurde der Eröffnungs-Marathon komplettiert. Wohin sollte es denn gehen? Ich entschied mich, zusammen mit meinem Fischer-Kollegen Reto ein Pacht-Bergbächlein zu erkunden. Es lag noch im tiefen Schnee und das Vorankommen war nicht nur sehr anstrengend, sondern bisweilen auch ziemlich riskant! Hinzu kam das hässlich kalt-nasse Schneeregenwetter. Aber was für ein Abenteuer, das wars wert!


 

So, das war mein Eröffnungs-Weekend. Ich hoffe, ihr habt euren Saisonstart auch genossen!

 

Lg und Petri,

Nicola


Freitag, 16. März, Aare

Endlich wieder auf Bachforellen!

Am letzten Freitag war es endlich soweit. Die Schonzeit der Bachforelle ist vorbei und die Saison konnte beginnen. Ich hatte leider an diesem Tag nicht so viel Zeit, aber wenn man die Prioritäten richtig setzt dann reicht es fast immer. ;)

So war ich dann nach dem Mittag etwa um 1 Uhr an der Aare in Bern und versuchte mein Glück...

Ich befischte tiefe Stellen und führte den Wobbler im Zeitlupentempo über den Boden. Zuerst gabs nur ein paar Algen. Doch nach einem Farbwechsel beim Duo Ryuki knallte es auf einmal in die Rute gerade als ich leicht getwicht hatte. 

Der Anhieb sass und nach der bis anhin eher aktionsarmen Seeforellensaison war es ein gutes Gefühl, dass die Rute mal wieder krumm war. Die Landung gelang spontan und da war die erste Fario im 2018. Freude herrscht!

Der widerhakenlose Drilling hatte sich schon von selbst gelöst. Die Forelle war gerade ums Schonmass und so durfte sie nach einem kurzen Foto ohne unnötige Strapazen sofort wieder zurück ins Wasser.

Weiter gabs dann an diesem Tag nichts mehr.

 

Am nächsten Tag ging ich am Nachmittag spontan nochmals kurz auf Tour, obwohl es pausenlos regnete.

Diesmal gabs einen noch heftigeren Biss und einen noch intensiveren Drill, leider hatte sich keine Forelle den Wobbler geschnappt, sondern eine Barbe. Spass gemacht hatts allemal!

Mit diesen Eindrücken wünsche ich allen Petrijüngern eine gute Forellensaison und immer Petri Heil am Wasser! Wer immer geht fangt mehr!

 

Cheers,

Ändu


Sonntag, 18. März, Arnensee

Angeln bis der Arzt kommt

Auch am 3. Tag in Folge war ich wieder am Wasser. Dieses Mal gings in Richtung Gstaad, genauer gesagt an den Arnensee. Wir waren zu 5. und liefen am Morgen früh los. Die Schneeverhältnisse waren gut und so begannen wir nach rund 2h Marsch mit dem Installieren der Ruten und dem Bohren der Löcher.

Der Tag startete gut und so konnten wir schon bald die ersten 2 Seesaiblinge durchs Eisloch ziehen. Auch 2 kleinere Saiblinge bissen an und wurden direkt im Wasser vom Haken befreit.

Am Mittag lief dann gerade nicht mehr soviel. Dafür genossen wir ein leckeres Fondue auf dem See und dazu natürlich ein wenig Wein. So lässt sichs leben!

Am Nachmittag wars dann etwas schwieriger. Wir probierten vieles, aber hatten ein wenig Mühe. Auf einmal gabs ein Rotauge (ja wirklich, habe auch dumm geschaut!), dannach war wieder Stille.

Gerade als wir packen wollten gabs beim Kollegen einen Biss! Eine schöne Regenbogenforelle konnte gelandet werden. Und nur etwa 2-3 Minuten danach gab es die nächste. 

Es kam wie es kommen musste: Wir fischten weiter. :D

Es lief zwar nichts mehr, aber wir waren sowieso zufrieden mit dem Tag. Es wurde dann zwar am Abend etwas spät, aber das machte nichts. Danke nochmals an Oli fürs Fahren!

War ein super Tag!

 

Leute nutzt die Zeit und geht raus in die Natur und fischt, egal wie lange, egal wo!

 

Petrigruss

 

Ändu