Dienstag, 21. März, Aare

Erfolgreicher Feierabend

Am Dienstag Abend gab es diese schöne Flussforelle auf einen 70er Ryuki S:

 

Liebe Grüsse und tight lines

Nicola


Samstag, 19. März, Berner Oberland

Super Tag am Bergbach - mit grosser Überraschung!

Am Samstag zog es mich bei dem herrlichen Wetter einfach in die Berge. Und so befand ich mich kurz darauf auch schon im Schnee. Leicht bepackt und mit einer feinen Spinnrute ausgerüstet, machte ich die ersten Würfe am Bach und kämpfte mich Meter für Meter aufwärts in dem noch tief verschneiten Bächlein.

wunderschön!
wunderschön!

In den kleinen, schnapsklaren Pools fischte ich mit meinem Bergbach-Carolina-Rig und einem Molix Virago 2'' Softbait aus grosser Distanz, um die Forellen nicht zu erschrecken...

Die Taktik ging auf und die scheuen Bachforellen bissen trotz dem noch eiskalten Wasser ziemlich gut, lag wohl an dem herrlich wärmenden Wetter.


Da ich einige grössere, tiefere Pools vor mir hatte, wechselte ich auf einen Jigkopf (Keitech Tungsten Jig) und zog einen Easy Shiner 2'' drauf. Somit konnte ich besser die tiefen Pools absuchen.

 

Und dann geschah es. Das, wovon ich in solch kleinen Bergbächen schon so lange geträumt habe. Nach einem perfekten Wurf unter eine Felsplatte, unter der sich ein tiefes Becken versteckte, war die Rute krumm, und zwar richtig! Nach spannendem Drill konnte ich eine der schönsten Bachforellen landen, die ich je gesehen habe. Und sie war gross, 38cm! Das ist für mich in so einem kleinen Bächlein mindestens so eine Sensation wie eine kapitale Forelle aus einem Fluss! 

Fast schon neonleuchtende Punkte!
Fast schon neonleuchtende Punkte!
Was für ein Fisch! <3
Was für ein Fisch! <3

Ich habe immer gesagt, es muss auch grössere Exemplare geben in solchen Bächen. Das Argument der "Hinterwäldler-Generation" für die lächerlich kleinen Schonmasse in den Beo-Bergbächen war immer, dass die Fische nicht wachsen... von wegen! Da habt ihr endlich den Gegenbeweis! Logisch wird kaum einer gross, wenn man jedem Fisch mit lächerlichen 22cm schon eins auf den Kopf schlagen darf... :-(

 

Zurück zum Thema; ich habe noch ein kleines Video gemacht von dem Tag. Ich hoffe, euch gefällt es... :-)

 

Was war das wieder für ein genialer Tag! Ich habe es in vollen Zügen genossen und freue mich schon auf den nächsten Ausflug :-)

 

Liebe Grüsse und tight lines!

Nicola


Mittwoch, 16. März, Bachforelleneröffnung, Aare

Perfekter Start in die Forellensaison

Beim Stichwort 16. März leuchten jedem Berner Fischer die Augen, für viele wohl DAS Datum des Jahres. Endlich dürfen die Bachforellen wieder befischt werden in unseren Bächen, Bergbächen und Flüssen.

 

Da die Bergbäche dieses Jahr noch sehr tief im Schnee liegen, entschied ich mich, meinen persönlichen Saisonstart an der Aare zu machen. Ich hatte aber nur am Morgen einige Stunden Zeit, danach musste ich an die Uni.

 

Doch diese paar Stunden am Morgen hatten es in sich! Schon beim zweiten Wurf war die Rute krumm und ich entliess eine kleine Nachwuchsforelle wieder zurück in ihr Element. Darauf folgten zwei Nachläufer anständiger Grösse, die mir das Adrenalin in die Höhe jagten! Vor meinen Füssen schossen sie mehrmals auf den Wobbler und trafen ihn nicht richtig, ich drehte fast durch beim verzweifelten Zusehen. Dann schon wieder ein Nachläufer, und was für einer!! Dieses mal klappte es, die grosse Forelle drehte sich nochmals um und schnappte sich den DUO Ryuki 70s erst beim zweiten Angriff. Der Anhieb sass, die Rute war krumm und nach einem tollen Drill konnte ich diesen wunderschönen Aaretiger landen, ein kräftiger, perfekter Fario-Bock von 48cm, der Traum!

Ein traumhafter Start in die neue Saison! <3
Ein traumhafter Start in die neue Saison! <3
Welch eindrücklicher Laichhaken, ein imposanter Fisch. Im Bild zu sehen: DUO Ryuki 70s in der Farbe Ayu
Welch eindrücklicher Laichhaken, ein imposanter Fisch. Im Bild zu sehen: DUO Ryuki 70s in der Farbe Ayu

Am Abend nach der Uni wagte ich auch an der Berner Aare noch einen kurzen Versuch, hatte aber nur noch eine knappe Stunde bis es komplett dunkel wurde. Ich hatte einige Fischkontakte, aber hängen blieb keine mehr. War aber egal, meine Eröffnung ist mir sowieso schon gelungen :D

 

Auch freute es mich, dass der Wobbler mal wieder eindrücklich bewiesen hat, dass er sich überhaupt nicht vor dem Naturköder verstecken muss!

In Bern an der Aare läuft im Moment wenig, es hat fast kein Wasser. Aber das Altstadt-Panorama ist immer super!
In Bern an der Aare läuft im Moment wenig, es hat fast kein Wasser. Aber das Altstadt-Panorama ist immer super!

Ich bin überglücklich über meine Saisoneröffnung und freue mich jetzt schon darauf, was ab jetzt wieder alles möglich ist bei uns :-)

 

Liebe Grüsse und Petri!

Nicola


Eisfischguiding, Sonntag, 13. März, Engstlensee

Eisfisch-Guiding auf dem Engstlensee

Gross war wohl die Überraschung, als Ronny von seiner Frau zum Geburtstag einen Gutschein für ein Guiding zum Eisfischen geschenkt bekam.

 

Am Sonntag Morgen war es dann soweit, wir trafen uns in Engelberg, er erhielt seine Ausrüstung und los gings. Nach einigen Bergbahnen und einem kurzen Schneeschuh-Marsch trafen wir bei herrlichstem Wetter auf dem gefrorenen Engstlensee ein.

Nur noch ein kurzes Stück mit Schneeschuhen durch den Tiefschnee, dann haben wir den See erreicht...
Nur noch ein kurzes Stück mit Schneeschuhen durch den Tiefschnee, dann haben wir den See erreicht...
Traumhaftes Wetter!
Traumhaftes Wetter!

Es war sein erstes Mal beim Eisfischen. Das Löcher Bohren lernte er schnell und wir konnten uns schnell der Fischerei widmen.

 

 

 

 

 

 

Nach einer Instruktion in die Techniken beim Eisfischen, begannen wir zu fischen. Schliesslich fand ich die Seesaiblinge in der Tiefe und es dauerte nicht lange, bis auch seine Rute krumm war. Kurz darauf war sein aller erster "Eis-Fisch" gefangen, ein wunderschöner Seesaibling!

Ein toller Moment, der erste Drill auf dem Eis!
Ein toller Moment, der erste Drill auf dem Eis!
Wunderschöne Farben! Dickes Petri Ronny!
Wunderschöne Farben! Dickes Petri Ronny!

Doch so schnell der Spuk kam, so schnell war er auch wieder vorbei. Bis am Mittag passierte nicht mehr viel, wir suchten die Fische, klapperten verschiedene Hotspots ab und genossen das super Wetter.

 

Am Mittag begann ich das Mittagessen zuzubereiten, sozusagen die Überraschung in der Überraschung ;-)
Es gab ein Fondue auf dem Eis, dazu noch ein Glas Weisswein...

 

Nach dem Mittagessen steuerten wir noch einen letzten Versuch an. Ich vermutete aktive Regenbogenforellen in der einen bewährten Bucht und hatte Recht: Nach kurzer Zeit konnten wir diese schöne, top fitte Regenbogenforelle landen...

Leider konnten wir danach noch einige Fehlbisse nicht verwerten, sodass diese Regenbogenforelle der letzte Fisch blieb.

 

Schliesslich traten wir den Rückmarsch an, bergauf nach einem langen Tag war es um einiges anstrengender als am Morgen ;-)

 

Mir hat der Tag mit Ronny auf dem Eis sehr gut gefallen, und ich denke, ihm auch :-) Es freut mich sehr, dass er die Techniken des Eisfischens schon beim ersten mal erfolgreich anwenden konnte und wünsche ihm viel Glück bei zukünftigen Versuchen auf eigene Faust!

 

Liebe Grüsse und tight lines an der baldigen Bachforellen-Eröffnung!

Nicola


Samstag und Sonntag, 5. & 6. März, Melchsee-Frutt

Eisfischen auf der Melchsee-Frutt

Am vergangenen Wochenende war Eisfischen auf der Frutt mit einer echt tollen Gruppe angesagt. Nachdem ich zuletzt vor drei Jahren dabei war und die letzten beiden Jahre nicht teilnehmen konnte, freute ich mich um so mehr auf diesen lustigen Event. Die Gruppe war noch fast die selbe wie früher, insgesamt 12 Leute. Neu für mich waren der berühmte Schweizer Degenfechter Max Heinzer, so wie sein Bruder Michi und die beiden Deutschen Kollegen Hannes und Matze. Sie alle waren schon letztes Jahr dabei und es freute mich sehr, sie jetzt auch kennen zu lernen. 

 

Hier mal als kleiner Teaser mein kurzes Video vom Ausflug:

1. Tag

Der Samstag war eine ziemlich harte Prüfung, wurden wir doch auf dem Melchsee von einem eiskalten Schneesturm empfangen, der den ganzen Tag anhielt und viel Durchhaltewillen forderte. Die Fische machten sich rar und mussten streng verdient werden.

Schnee, Schnee und noch mehr Schnee...
Schnee, Schnee und noch mehr Schnee...
Gespräche unter Fischern lassen das Wetter und die faulen Fische vergessen.
Gespräche unter Fischern lassen das Wetter und die faulen Fische vergessen.

Am ersten Tag konnte man die paar wenigen gefangenen Fische an einer Hand abzählen. Matze konnte zwei Saiblinge überlisten und Remo und Hannes gelang jeweils der Fang eines Namaycush. Dieser Fang von Hannes war eines der ersten Highlights, hat er den Fisch doch gerade noch mit einem Hechtsprung packen können und von Hand aus dem Eisloch gezogen, nachdem er sich im letzten Moment vom Haken befreite. Es war sehr lustig zum Anschauen. Übrigens auch noch ein sehr schöner Fisch mit satten 45cm!

 

Der erste richtig tolle Fang gelang aber schliesslich Räffu mit einem 49cm Namaycush, den er auf einen Vertikal Wobbler überlisten konnte. Big Petri, ein super Fisch!

Räffu mit dem besten Fang vom ersten Tag
Räffu mit dem besten Fang vom ersten Tag

Er gab mir den Tipp, dass sein Kanadier offenbar jede Menge kleiner Elritzen gefressen hatte, nur weniger cm lang.

 

Ich wechselte vom grösseren Gummifisch auf den kleinsten, den ich dabei hatte; einen Keitech Easy Shiner in 2'', und bot diesen am Dropshot an. Sofort kam der Biss und auch ich durfte einen schönen ü40er Kanadier landen. Sorry für das schlechte Foto, es schneite so derbe, es war fast unmöglich den Fisch vom Schnee zu befreien. :-/

Der kleine Gummifisch passte genau in das Beuteschema, danke für den Tipp Räffu :D
Der kleine Gummifisch passte genau in das Beuteschema, danke für den Tipp Räffu :D

Vielleicht war es aber auch nur Zufall, denn danach ging bei mir den ganzen Tag nichts mehr, auch mit diesem Köder. Und auch sonst war überall total tote Hose. Wir gaben nicht auf und blieben noch bis am Abend dran, mit kurzen Konzentrations-Unterbrüchen meinerseits, wie ich zugeben muss ;-)

Irgendwann am Nachmittag übermannte mich die Müdigkeit und ich schlief mitten im Schneegestöber ein, dabei wollte ich mich nur kurz hinlegen ;-)
Irgendwann am Nachmittag übermannte mich die Müdigkeit und ich schlief mitten im Schneegestöber ein, dabei wollte ich mich nur kurz hinlegen ;-)

Gegen Abend wurden wir schliesslich mit dem Schneemobil zur Berghütte am höher gelegenen Tannsee gefahren, wo wir noch einen lustigen Abend unter Fischerfreunden hatten. Eine gute Mischung aus gutem Essen, Anglerlatein und genug Bier sorgte für heitere Stimmung trotz dem eher schlecht gelaufenen Tag. Schliesslich versanken wir alle früher oder später todmüde in den Betten.

 

2. Tag

Am Sonntag Morgen war die Motivation wieder voll da. Erfahrungsgemäss war es bis jetzt immer so, dass der Tannsee jeweils viel besser war als der Melchsee. Nach dem Frühstück marschierten wir deshalb schon früh zum Tannsee und begannen eifrig mit dem Löcher bohren durch die 1,5m dicke Eis-Schnee-"Pflotsch"-Schicht.

 

Die erste Motivation wich aber bald der Ernüchterung. Kein Biss weit und breit und die Wetterbedingungen waren noch härter als am Vortag, wieder Schneesturm, aber die Luft war noch kälter. 

Wo sind bloss die Fische?
Wo sind bloss die Fische?
alone in the snow
alone in the snow

Endlich sorgte Remo mit einem tollen Bachsaibling für die Erlösung, der erste Fisch vom Sonntag war gefangen. Kurz darauf ging eine regelrechte Beisswelle durch die Gruppe und einige von uns konnten die Phase richtig nutzen und einen oder zwei Kanadier überlisten.

Michi mit seinem Fang
Michi mit seinem Fang

Leider war diese Phase schon nach wenigen Minuten wieder vorbei und das grosse Suchen begann erneut. Bis Hannes plötzlich schrie, er drillte einen grösseren Fisch, griff beherzt ins Eisloch und zog einen absoluten Traumfisch von fast 60cm heraus. Genau 59,5cm hatte sein Namaycush, genialer Fisch, big petri Hannes!!

Ein super Fisch!!!
Ein super Fisch!!!

Der Rest des Tages ist schnell erzählt, fischereilich passierte so gut wie gar nichts mehr. Wir liefen den See auf und ab, suchten und bohrten und suchten und bohrten, doch ausser vereinzelten Zufallsfängen blieben wir erfolglos...

Richtig so, dran bleiben und nicht die Freude verlieren :-)
Richtig so, dran bleiben und nicht die Freude verlieren :-)
Auch dieser Marsch brachte nicht den erhofften Erfolg...
Auch dieser Marsch brachte nicht den erhofften Erfolg...

 

Aus dem Nichts änderte sich das Wetter und die Sonne zeigte sich. Am Anfang war es immer noch kalt, aber die Sonne brachte bald ihre wärmende Wirkung hervor. Auch wenn sie das Beissverhalten nicht verbesserte, so wärmte sie uns trotzdem innerlich wie äusserlich und endlich zeigte sich auch die Schönheit der verschneiten Umgebung...

Am Anfang war es trotz der Sonne noch kalt
Am Anfang war es trotz der Sonne noch kalt
Sieht doch gleich ganz anders aus!
Sieht doch gleich ganz anders aus!

Am Ende des Tages konnten immerhin einige von uns den einen oder anderen Fisch vorweisen, aber es war nicht das was man sich vom Tannsee gewohnt war. Viele, darunter auch ich, mussten am Sonntag einen Nuller einstecken. 

Der Kämpferwille im Blut der Heinzers liess die beiden nie aufgeben und am Schluss gehörten sie zu den wenigen, die stolz ihre Fänge herzeigen konnten. Wenn Max an der Olympiade in Rio auch so viel Einsatz gibt, wird die Goldmedaille ein Kinderspiel :-)
Der Kämpferwille im Blut der Heinzers liess die beiden nie aufgeben und am Schluss gehörten sie zu den wenigen, die stolz ihre Fänge herzeigen konnten. Wenn Max an der Olympiade in Rio auch so viel Einsatz gibt, wird die Goldmedaille ein Kinderspiel :-)

 

Alles in Allem war es fischereilich eher enttäuschend, dafür gab es einige wenige echte Knaller wie der Superfisch vom Hannes. Doch in so einer lustigen, grossen Gruppe muss es gar nicht gut laufen beim Fischen, wir hatten auf jeden Fall trotzdem grossen Spass. Es sind alles super Leute und das ist am wichtigsten!

 

Ich bedanke mich bei allen für das spassige Wochenende und freue mich bereits auf das nächste Mal!

 

Gruss und Petri

Nicola