very n'ICE: Der ultimative Eisfisch-Event!

Dies ist der Bericht zum very n'ICE Event, dem grössten Event, den es je in dieser Art gegeben hat...

 

In Zusammenarbeit mit Fishspirit, unserem Hauptsponsor, entstand dieser Event. Nach monatelanger Planung gingen wir damit an die Öffentlichkeit und staunten nicht schlecht, als der Event nach wenigen Stunden ausgebucht war. Spontan konnten wir 9 weitere Plätze organisieren, doch kaum wieder öffentlich, waren auch diese sofort ausgebucht. Unglaublich!

 

 

Teil 1: Organisation, Materialtransport, Vorbereitung...

Am Freitag, 21. Februar, war es schliesslich soweit. Mit einem ganzen Lieferwagen voll Gepäck standen wir früh morgens an der Talstation Engelberg, um das ganze Gepäck über einen zuvor organisierten Transport zum Engstlensee bringen zu lassen. Wir soll heissen drei von vier Organisatoren (Lorenzo von Fishspirit, Phippu als Chef der Verpflegung und Nicola von uns thetrouthunters als Guide). Ändu, ebenfalls von uns thetrouthunters als Guide, war dann am Samstag morgen dafür verantwortlich, alle 19(!) Gäste sicher zum See zu geleiten....

 

So, nun aber zurück zum Transport von unserem vielen Gepäck, das ganze sah ungefähr so aus...

 

Ankunft an der Talstation. Anschliessend verluden wir alles zusammen auf Transportgondeln...
Ankunft an der Talstation. Anschliessend verluden wir alles zusammen auf Transportgondeln...

Das Gepäck verluden wir auf Gondeln, welche es bis zur Mittelstation (Trübsee) brachten. Leider verlief das ganze ziemlich chaotisch und gar nicht wie abgemacht. Wir waren ziemlich enttäuscht und genervt, denn alles wäre eigentlich schon vor Monaten abgemacht gewesen, doch die machten einfach was sie wollten. Somit war das Gepäck dann auch viel zu spät oben angekommen. Dort oben durften wir alles wieder abladen und auf einen Pistenbully laden, der uns bereits erwartete.

Dann der nächste Schock; mittlerweile seien wir zu spät dran und der Pistenbully-Fahrer dürfe das Gepäck erst am Samstag Morgen zum See fahren. Immerhin fuhr er uns noch bis zur nächsten Bahnstation und von da an nahmen wir halt nur das Nötigste mit und liessen das Gepäck im Pistenbully zurück. Wenigstens machte die kurze Fahrt im Bully riesen Spass, doch noch hatten wir keine Ahnung, wie wir diese Nacht schlafen sollten ohne komplettes Zelt, ohne Zeltheizung, usw...

Die Fahrt mit dem Pistenbully machte wenigstens Spass...
Die Fahrt mit dem Pistenbully machte wenigstens Spass...
Phippu durfte sogar auf den Logenplatz und hatte sichtlich Freude :-)
Phippu durfte sogar auf den Logenplatz und hatte sichtlich Freude :-)

 

Von der Talstation Engstlensee bis zum See selbst sind es noch rund 300m durch den Tiefschnee. Da wir ja leider erst das dabei hatten, was wir gerade noch tragen konnten, schleppten wir erst einen Teil des Basiszelts herunter, sowie unsere persönliche Ausrüstung.

Ein Teil des Basiszelts wird zum See geschleppt
Ein Teil des Basiszelts wird zum See geschleppt

Immer noch Freitag, mittlerweile ca. 11 Uhr: Wir drei Organisatoren kommen endlich am See an und schaufeln eine schöne Stelle für das Basislager, ganz in der Nähe vom See, frei...

Lorenzo schaufelt die Stelle für das Zelt frei...
Lorenzo schaufelt die Stelle für das Zelt frei...

Anschliessend stellten wir wenigstens das auf, was vom Zelt bereits vorhanden war, doch ein Übernachten wäre bei diesen Bedingungen unmöglich gewesen. Zum Glück versicherte uns der Hüttenwirt der Jochpasshütte eine Gratisübernachtung bei ihm, da er am misslungenen Materialtransport nicht unschuldig war. Endlich eine gute Nachricht!

 

Wir konnten nichts mehr weiter tun und so entschieden wir uns, die heissen Spots auszutesten. Wir wollten die Fische finden, denn einen Tag später werden Gäste hier sein, die gerne Fische fangen möchten. Und wir fanden die Fische!

 

Einige Kanadier, einige Reefos (von denen die Männchen gerade prächtig gefärbt waren) und zum Schluss einen schönen 40er Kanadier konnten wir bereits landen! Somit waren wir sehr zuversichtlich für die zwei Tage mit den Gästen.

Ein prächtiger Regenbogenforellen-Milchner
Ein prächtiger Regenbogenforellen-Milchner
Die Regenbogenforellen im Engstlensee sind absolut makellose, gesunde Fische, nicht zu vergleichen mit den üblichen Puffforellen (Mopsköpfe, keine Flossen,...)
Die Regenbogenforellen im Engstlensee sind absolut makellose, gesunde Fische, nicht zu vergleichen mit den üblichen Puffforellen (Mopsköpfe, keine Flossen,...)
schöner 40er Kanadier von Nicola
schöner 40er Kanadier von Nicola

 

Nach der Übernachtung in der Jochpasshütte gingen wir am Morgen gleich so früh wie möglich wieder zum See herunter. Zum Glück stand jetzt tatsächlich unser Gepäck bereit! Nun mussten wir nur noch irgendwie alles da runter bringen, durch 300m Tiefschnee...

Wir rackerten uns ab mit einem mobilen Versorgungsschlitten, dem Rest vom Zelt, 20 Ruten-Kombos, Essen für alle für 2 Tage, einer 40kg Gasflasche, einer Zeltheizung, usw..., doch schliesslich haben wir es tatsächlich geschafft.

Welch ein Kraftakt!
Welch ein Kraftakt!

Dann kam ein Telefon mit einer schlechten Nachricht von Ändu: Er steckte unten an der Talstation mit all den 19 Gästen fest... Die Gondelbahn fiel aus! Es hat noch Stunden gedauert, bis alle oben ankamen! Klar, wir konnten nichts dafür, aber warum musste sowas ausgerechnet an diesem Tag passieren?

 

Bis Ändu schliesslich mit allen Gästen ankam, haben wir schon alles vorbereitet: Das Basiszelt war aufgestellt, die 19 Rutenkombos lagen bereit, sowie fünf Eisbohrer.

 

Teil 2: Der Event

Mit reichlicher Verspätung wegen dem ärgerlichen Bahnausfall kam Ändu erst kurz vor Mittag mit den Gästen an, doch die Stimmung war immer noch sehr gut. Wir merkten sofort: Das ist eine tolle Gruppe!

Ändu kam mit den Leuten am Basiszelt an, die Vorfreude stand allen ins Gesicht geschrieben...
Ändu kam mit den Leuten am Basiszelt an, die Vorfreude stand allen ins Gesicht geschrieben...

 

Jeder Teilnehmer bekam eine komplette Combo geschenkt, dazu noch einige Gummiköder, alles gesponsert vom Mitorganisator Fishspirit.

Die Freude über das geschenkte Material war gross
Die Freude über das geschenkte Material war gross

Die erfahrenen Eisfischer konnten sofort los legen und nach einer kurzen Instruktion für die Eisfisch-Anfänger gingen wir auch mit Ihnen aufs Eis.

Wir Guides zeigten ihnen die guten Plätze und alles, was man zum Eisfischen wissen muss. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Fänge verbucht wurden.

Grosse Freude über den ersten "Eis-Fisch"
Grosse Freude über den ersten "Eis-Fisch"

Der Hit war dieser schöne fast-fünfziger Kanadier, der auf den Freaky Rock am Drop Shot biss. Er mass 48cm und lieferte einen tollen Drill. Für den Fänger sicher ein unvergessliches Erlebnis, und für uns Guides ist es natürlich auch eine grosse Freude, wenn die Gäste solche Fische fangen :-)

Herzliche Gratulation dem Fänger!
Herzliche Gratulation dem Fänger!

Der weitere Verlauf des Tages ist schnell beschrieben: Das Wetter war einfach nur genial und die Fische bissen sehr gut, es hätte nicht besser laufen können!

Entspannung pur bei herrlichem Wetter und beissenden Fischen, was will man mehr? :-)
Entspannung pur bei herrlichem Wetter und beissenden Fischen, was will man mehr? :-)

Unvergesslich ist der mobile Versorgungsschlitten, den Phippu extra für diesen Event baute: Auf ihm konnte man kochen und gleichzeitig diente er als eine Art mobiles mini-Geschäft, wo die Gäste die wichtigsten Dinge einkaufen konnten: Gummifische, Jigs, Systeme, Bienenmaden und ähnliches waren zu genüge vorhanden.

 

Phippu machte seinen Job super und die Leute waren begeistert. Wo sonst bekommt man einen Kaffee, einen Kaffi-Bayleys oder einen Kaffi-Schnaps direkt am Eisloch? :-)

Ausserdem kochte Phippu darauf Hotdogs und am Sonntag zwei Sorten Risotto, alles gratis!

Der mobile Versorgungsschlitten war der absolute Hit! Damit wurden die Gäste direkt am Eisloch mit Kaffee und Kuchen bedient, bekocht oder sie konnten das nötigste Fischerei-Material einkaufen!
Der mobile Versorgungsschlitten war der absolute Hit! Damit wurden die Gäste direkt am Eisloch mit Kaffee und Kuchen bedient, bekocht oder sie konnten das nötigste Fischerei-Material einkaufen!

 

Es herrschte den ganzen Tag eine gemütliche, ausgelassene Stimmung auf dem See, es wurden viele Fische gefangen und alle genossen die Sonne. Doch selbst der beste Tag geht irgendwann zu Ende.

Am Abend gingen wir alle zusammen zur Jochpasshütte hoch, wo für alle Gäste eine Übernachtung gebucht war. Nicola und Ändu gingen auch mit hoch, um den Abend mit den Gästen zu verbringen. Nur Lorenzo und Phippu opferten sich, unten im Zelt zu bleiben und auf das Material aufzupassen.

 

Wie erwartet bei dieser tollen Gruppe war der Abend in der Jochpasshütte ein lustiges Erlebnis. Mit über 20 Fischern und jeder Menge Bier mangelte es nicht an spannenden Geschichten, vielen Witzen und und einer ausgelassenen Stimmung. Das viergängige Abendessen, welches inklusive war für jeden Teilnehmer (genauso wie die Übernachtung und das Frühstück) war sehr lecker und hob die Stimmung zusätzlich an.

Ausgelassene Stimmung und genügend Bier, ein richtiger Fischer-Abend ;-)
Ausgelassene Stimmung und genügend Bier, ein richtiger Fischer-Abend ;-)

Der Abend wurde spät, sehr spät! Da aber Nicola und Ändu selber schon leicht angetrunken waren, ging das Fotografieren in dieser Periode des Events leider vergessen ;-)
Zum Glück stellte uns ein Teilnehmer diese Fotos zur Verfügung... Ändu ging ziemlich ab beim Après-Ski... oder sollten wir sagen Après-Fish?


 

 

Doch Ändu und Nicola mussten zurück zum Zelt zu Lorenzo und Phippu, denn die Organisatoren übernachteten im Zelt, um am nächsten Tag alles rechtzeitig vorzubereiten. So wagten die beiden die Abfahrt mit dem Schlitten. Zuerst wurde noch geprahlt, von wegen: "Die ganze Piste für uns" und "das wird ein Spass" und dergleichen, doch dann traf sie die Realität: Es schneite wie verrückt und der hohe Alkoholpegel machte es nicht einfacher. Aber irgendwie schafften sie es nach zweimaligem Verfahren, sicher unten anzukommen :-) Ein Teilnehmer kam auch mit nach unten, da er ebenso früh wie wir aufs Eis wollte und deshalb die Nacht im Zelt vorzog. Diese Nacht im Zelt war alles andere als angenehm. Zwar sorgte die Heizung für angenehme Temperaturen (nachdem sie endlich angesprungen ist, Phippu und Lorenzo kämpften stundenlang mit diesem blöden Ding), doch es war sehr unbequem und viel Schlaf hatten wir nicht.

 

Am nächsten Morgen standen wir schon früh wieder auf dem Eis, trotz eines kleinen Katers seitens von Nicola und Ändu ;-)
Wir hofften auf einen grossen Namay, doch komischerweise fingen wir nur Regenbogenforellen. Bald darauf trudelten auch wieder die ersten Gäste aufs Eis, wobei einigen das Auschlafen wohl wichtiger war als das Fischen ;-)

Wunderschöne Morgenstimmung.
Wunderschöne Morgenstimmung.

 

Gefangen wurde wieder recht gut, allerdings wirklich fast nur noch Reefos. Es kam durch den ganzen Tag nur noch ein Namay aus einem Eisloch hervor.

Hübsche Regenbogenforelle auf den DragoVib
Hübsche Regenbogenforelle auf den DragoVib

 

Auch dieser Tag ging wieder viel zu schnell vorbei. Das Wetter war noch schöner als am Samstag und wir alle genossen den zweiten Tag des Events in vollen Zügen.

Besser hätten wir das Wetter nicht treffen können
Besser hätten wir das Wetter nicht treffen können

 

Eine letzte Überraschung für die Gäste waren die zwei leckeren Sorten Risotto, mit denen Phippu die Gäste vor dem letzten Aufstieg am Sonntag Nachmittag noch verwöhnte...

 

Ach ja und einen kleinen Wettbewerb gab es auch noch... der Gewinner war klar der Fänger des schönen Namaycush. Platz zwei und drei machten zwei Fänger von etwas grösseren Regenbogenforellen aus, wir Guides liefen natürlich ausser Konkurrenz ;-)

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und danke an Fishspirit für das Sponsoring der Preise!

Super Phippu!
Super Phippu!
Risotto-Schmaus vor dem Aufstieg...
Risotto-Schmaus vor dem Aufstieg...

Dann war der Event zu Ende. Wir verabschiedeten uns von allen Teilnehmern, räumten alles wieder zusammen und durften zum Schluss das ganze Gepäck wieder hoch schleppen. Der Abstieg durch den Tiefschnee war ja schon der Horror mit dieser Last, doch an den Aufstieg wollten wir da noch gar nicht denken.

 

Aber mit allerletzter Kraft schafften wir es noch und oben wartete bereits der Pistenbully. Diesmal klappte zum Glück alles gut mit dem Transport. Die Abfahrt mit dem Pistenbully, der mit uns im Gepäckkorb Vollgas den Hang hinunterbretterte, war für uns Organisatoren nochmal ein riesengrosser Spass :-)

Ein letzter Blick auf den wunderschönen Engstlensee...
Ein letzter Blick auf den wunderschönen Engstlensee...

Zum Schluss noch einige witzige und interessante Fakten und Daten zum Event:

  • Es wurden ungefähr 20 Hotdogs und 4kg Risotto verspiesen
  • Es wurden mehr als 40 Kaffee ausgeschenkt (darunter locker die Hälfte mit Bayleys oder Schnaps) :-)
  • Pro Aufstieg vom See zur Sesselbahn Engstlensee-Jochpass verbrannte ein durchschnittlicher Teilnehmer von ca. 70kg rund 500 Kalorien!!! Ohne Gepäck gerechnet!

 

Alles in Allem ein toller und unvergesslicher Event! Fazit: Super Gruppe, schöne Fänge, nette Menschen, jede Menge Spass, Bier und Sonne ohne Ende :-)

Einzig die Gepäcktransport-Organisation muss überdacht werden, aber eines ist sicher:

Nächstes Jahr wieder!!! :-)


Liebe Grüsse, dickes Petri und vielen Dank allen Teilnehmenden

Euer Organisatorenteam: Fishspirit und thetrouthunters.ch

Das Organisatorenteam (v.l.n.r.): Lorenzo (Fishspirit), Ändu (thetrouthunters.ch), Phippu, Nicola (thetrouthunters.ch)
Das Organisatorenteam (v.l.n.r.): Lorenzo (Fishspirit), Ändu (thetrouthunters.ch), Phippu, Nicola (thetrouthunters.ch)
Wer möchte, kann hier noch einige Impressionen geniessen...

Hier geht's weiter mit dem nächsten Monat...