Sa 31. Mai und So 1. Juni, Gelmersee, Bergbach und Engstlensee

Was für ein Wochenende!

Ich habe ein echtes Marathonweekend in den Bergen hinter mir... man ist ja schliesslich nur einmal jung und soll das Leben geniessen, solange es noch geht ;-)

Aber schön der Reihe nach. Am Samstag fuhren Ändu und ich schon um 4 Uhr morgens los und waren so bereits in der Morgendämmerung auf der Wanderung zum Gelmersee. Oben angekommen, entdeckten wir an die 20 Gämsen, welche aber leider sofort flohen... für ein gutes Foto hat es deshalb leider nicht gereicht, aber die letzten Beiden konnte ich auf der Flucht noch ablichten:

Gämsen auf glattem Granit. Die Frühe Morgenstunde lohnte sich
Gämsen auf glattem Granit. Die Frühe Morgenstunde lohnte sich

Die Fischerei am Gelmersee war dann aber eine Enttäuschung. Der See war quasi leer, der Wasserpegel war extrem niedrig und der grösste Teil des Sees eine unglaublich hässliche, trübe Suppe. Nur der hinterste Bereich mit den Bacheinläufen war klar und somit zumindest optisch eine Augenweide:

Ändu beim Abwerfen dieser schönen Bucht. Ein spektakuläres Naturerlebnis ist es definitiv.
Ändu beim Abwerfen dieser schönen Bucht. Ein spektakuläres Naturerlebnis ist es definitiv.

Aber leider blieb es beim schönen Erlebnis in den Bergen. Fische? Fehlanzeige :-( Wir probierten unser ganzes mögliches Arsenal durch, ohne Erfolg. Zum Glück waren wir so früh oben, so wanderten wir bereits um 10 Uhr wieder runter ins Haslital und hatten noch den ganzen Nachmittag zum Fischen.

Also die feinen Fliegenruten gepackt, ein paar Trockenfliegen noch ins Gepäck und dann nichts wie ab zum Trockenfliegenfischen in den schönen Bergbächen dieser Region... das ist wahres alpines Fliegenfischen!

Wir fingen viele hübsche, eher kleinere Bachforellen auf die Trockenfliege und zwei oder drei Bachsaiblinge erfreuten uns auch noch mit ihrer puren Schönheit. Leider können wir euch hier kein einziges Foto zeigen, da wir es schlicht vergessen haben, ein paar dieser Schönheiten der Alpen zu fotografieren.

 

 

Diese Kühe zeigten hatten lange Zeit kein Interesse, von der Strasse zu weichen ;-)
Diese Kühe zeigten hatten lange Zeit kein Interesse, von der Strasse zu weichen ;-)

Tags darauf ging es schon wieder ins Haslital, diesmal an den Engstlensee mit Martin von www.salmonidenfishing.ch

Nach anfänglichen tierischen Problemen bei der Anfahrt durften wir uns bald schon ab dem spektakulären Panorama dieses wunderschönen Bergsees erfreuen.

 

Da ich ja kürzlich so erfolgreich war am Engstlensee mit Kunstködern, wollte ich es dieses Mal vermehrt mit der Fliegenrute versuchen. Aber die Spinnrute hatte ich schon auch wieder dabei.

Fliegenfischen am Engstlensee bei fast schon surreal schönem Panorama
Fliegenfischen am Engstlensee bei fast schon surreal schönem Panorama

Leider haben wir es dieses Mal nicht geschafft, die Kanadier so zu finden, wie es mir letzte Woche gelang. Martin konnte aber immerhin beim Spinnfischen noch diesen Einzelfisch verhaften:

Die Kanadier fanden wir leider nicht, dieser Einzelfang von Martin blieb der einzige Namaycush des Tages...
Die Kanadier fanden wir leider nicht, dieser Einzelfang von Martin blieb der einzige Namaycush des Tages...

Dafür fanden wir eine Uferstrecke mit einigen Regenbogenforellen in Wurfnähe. Ich versuchte es mit der Fliegenrute und hatte diverse Bisse auf die Trockenfliege, wovon ich leider keinen verwerten konnte.

Wie man am Ring links im Bild sieht, stiegen die Forellen und sie nahmen die Trockenfliege von mir auch gelegentlich, aber sehr verhalten und scheu, ich konnte keinen Biss verwerten.
Wie man am Ring links im Bild sieht, stiegen die Forellen und sie nahmen die Trockenfliege von mir auch gelegentlich, aber sehr verhalten und scheu, ich konnte keinen Biss verwerten.

Mit der Nymphe gelang es mir dann doch noch, eine Forelle an der Fliegenrute zu drillen...

Die kampfstarken Reefos verbiegen die Fliegenrute beachtlich, toller Drill :-)
Die kampfstarken Reefos verbiegen die Fliegenrute beachtlich, toller Drill :-)

Mit kleinen Wobblern und Gummiködern waren wir sodann auch mit der Spinnrute noch erfolgreich:

Diese hier nahm den DUO Ryuki 50...
Diese hier nahm den DUO Ryuki 50...
und dieses Exemplar konnte ich auf Sicht überlisten
und dieses Exemplar konnte ich auf Sicht überlisten

Anschliessende weitere Versuche, die Kanadier doch noch zu finden, scheiterten kläglich. Zufrieden mit diesem wunderschönen Tag, begaben wir uns auf den Heimweg.

 

Dieses Wochenende hatte es echt in sich, ich habe wohl auf heute einen neuen Rekord aufgestellt mit Ausschlafen (obwohl meine freien Tage diese Woche eigentlich zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen gedacht wären).

 

Nächste Woche geht's ins Tirol, das gibt bestimmt gleich nochmals so ein geiles Weekend, da bin ich sicher!

 

Gruss, petri und geht fischen!

Nicola


Mittwoch 4. Juni, Guiding: Spinnfischen und moderne Methoden am Bergbach

Erfolgreiches Guiding

Auf diesen Mittwoch buchte Grischa ein Guiding bei mir, mit dem Ziel, ein moderneres Spinnfischen auf Bachforellen zu lernen, d.h. mit Wobbler statt Spinner, aber auch moderne Methoden wie mein Bergbach-Carolina Rig oder das jiggen kennen zu lernen. Ich habe mir eine meiner Lieblingsrouten dafür ausgesucht.

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang ihm der Unterhandwurf schon recht gut und zu meiner Freude konnte Grischa bereits nach wenigen Würfen eine statttliche Bachforelle auf den Wobbler landen! Ein toller Einstieg, der mich als Guide natürlich freut!

Diese Bachforelle ist für Bergbachverhältnisse ein stattliches Exemplar, herzliche Gratulation an meinen Gast! Gefangen auf DUO Ryuki 50 mit Einzelschonhaken.
Diese Bachforelle ist für Bergbachverhältnisse ein stattliches Exemplar, herzliche Gratulation an meinen Gast! Gefangen auf DUO Ryuki 50 mit Einzelschonhaken.

Da das Wobblerfischen schnell gelernt war, wechselten wir bald auf moderne Gummi-Techniken, beginnend mit meinem Bergbach-Carolina Rig. Leider lief es sehr schlecht, bis ich merkte, dass uns offenbar ein Fischer voraus ging. Also nichts wie zurück zum Auto und an einer anderen Stelle meiner geplanten Route weiterfischen. Der Wechsel hats gebracht, nun hatten wir Biss auf Biss, wie es sein sollte. Grischa fing noch einige Fische, zwar fast nur noch kleine, aber es machte Spass und war ideal, um die Methoden auszuprobieren...

hübscher Fang von meinem Gast auf einen kleinen Virago Shad am T-rock jighead.
hübscher Fang von meinem Gast auf einen kleinen Virago Shad am T-rock jighead.

Das regnerische Wetter vermochte unsere Laune nicht zu trüben und eine Grillpause steigerte die Stimmung noch mehr:

Trotz Dauerregen am Nachmittag stand ihm die Freude über jeden Fang ins Gesicht geschrieben :)
Trotz Dauerregen am Nachmittag stand ihm die Freude über jeden Fang ins Gesicht geschrieben :)
Dank überdachtem Grillplatz konnten wir trotz Dauerregen eine Grillpause einlegen, die wirklich gut tat. Das Feuer wärmte uns etwas auf und die gegrillten Würste waren auch lecker ;-)
Dank überdachtem Grillplatz konnten wir trotz Dauerregen eine Grillpause einlegen, die wirklich gut tat. Das Feuer wärmte uns etwas auf und die gegrillten Würste waren auch lecker ;-)

 

Alles in allem ein erfolgreicher Tag! Die Methoden bewiesen ihre Fängigkeit, er hat einiges gelernt und wir hatten viel Spass, so soll es sein :-)

 

Gruss und petri

Nicola


Montag, 23. Juni, Aare

Endlich mal wieder eine Bessere

Am Montag besuchte ich, wie oft in letzter Zeit die Aare. Der Wasserstand war schon recht hoch, aber noch befischbar. Weitere Gewitter waren am Abend gemeldet, doch man muss sich die Fische ja auch verdienen.

Auf jeden Fall fischten wir recht lange ohne Biss, bis ich plötzlich über tieferem Wasser einen Anfasser hatte. Etwa 2 Sekunden später folgte die 2. Attacke und dann hing sie! Trotz meherer Sprünge konnte sie sich nicht befreien, im Gegensatz zu zwei Artgenossinnen einige Tage zuvor.

Leider begann es direkt nach dem Fang an zu gewittern, und da Roy und ich nur im Pulli und mit dem Töff unterwegs waren, wurden wir natürlich ein wenig nass.... :D

Die Bilder mussten wir folglich zuhause machen, tut mir leid. :S

 

eine schöne 44er
eine schöne 44er
Sie hatte sich den Tetraworks Toto Shad geschnappt
Sie hatte sich den Tetraworks Toto Shad geschnappt

Ich hoffe trotzdem euch gefällt die schöne Fario auch so gut wie mir.

 

Petrigruss

Ändu

 


Mittwoch, 30. Juni, Schwarzwasser

Leider nicht die gewünschte Fischart

Am Mittwoch gabs ein kleines Treff an der Schwarzwasser. Sie kam leider trotz Regen tief und klar. Wir befischten deshalb bevorzugt tiefe, auffällige Stellen mit Hardbaits und Gummifischen. Ich hatte einen grauen Molix Virago am Bleikopf montiert und klopfte einen tiefen Lauf ab, von dem ich wusste dass darin eine grosse Fario wohnt. Beim zweiten Wurf hatte ich einen Hammerbiss und der Drill ging los, ich konnte den Fisch in der Tiefe nicht sehen, welcher die ganze Zeit unter das unterspülte Ufer fliehen wollte. Ein Kumpel kam zu Hilfe, um die vermeintliche Kapitale zu landen. Als wir den Fisch dann sahen, realisierten wir, dass ich eine schöne Barbe dran hatte. Auch nicht schlecht.

 

Sie lieferte am leichten Gerät einen tollen Drill und durfte nach dem Fotoshooting wieder schwimmen. :)

 

Gruss und Petri

Ändu