Samstag, 4. Januar, Öschinensee

Das neue Jahr hat begonnen

Hallo lieber Besucher,

wir freuen uns sehr, auch im neuen Jahr wieder von der Fischerei in unseren Gewässern berichten zu können!

Der erste Ausflug dieses Jahr ging an den Öschinensee. Zusammen mit Roy versuchten wir trotz der anscheinend schlechten Fänge erfolgreich ins Jahr zu starten.

Nach der reibungslosen Anreise wurden die Köder in ein Eisloch gesenkt, von denen bereits massig vorhanden waren...

 

und los gings, mit eher bedecktem Wetter, aber zumindest nicht sehr kalt
und los gings, mit eher bedecktem Wetter, aber zumindest nicht sehr kalt

Schon bald kamen erste Zupfer und kurz darauf war der erste Seesaibling, der auf einen Molix "freaky rock" Gummifisch gebissen hatte, verhaftet. :)

so kanns weitergehen!
so kanns weitergehen!

So gings weiter, im klaren Wasser konnte man die Attacken z.T. live mitverfolgen. Dies war sehr aufregend und zusätzlich aufschlussreich für die Köderführung. Bis zu Mittag hatten wir rege Aktivität, obwohl sich bei den anderen Fischern die Fänge milde ausgedrückt in Grenzen zu halten schienen....Die PLatzwahl war also gelungen.

 

 

Ein weiterer Saibling ist "gestrandet", wieder auf den freaky rock
Ein weiterer Saibling ist "gestrandet", wieder auf den freaky rock
Und noch Einer... dieses mal auf einen RA-Shad
Und noch Einer... dieses mal auf einen RA-Shad

Einige Fische wurden entnommen, andere konnten sich im Eisloch befreien. ;)

Nach dem Mittag kehrte Ruhe ein, es schien fast, als hätten die Fische ein Mittagsschläfchen gemacht.

Am späteren Nachmittag gab es dann doch wieder vereinzelt krumme Ruten und so waren wir sehr zufrieden mit dem Jahresbeginn. Wir hatten beide unser Abendessen erbeutet und traten dann etwas verspätet doch noch die Abfahrt im regen Schneetreiben an. Durch den ganzen Pulverschnee gings nicht ganz so schnell talwärts, aber es war sicher nicht weniger anspruchsvoll oder spassig...

 

Somit wünsche ich euch allen ein schönes und fischreiches 2014!

Gruss und Petri Heil

Ändu


Samstag, 11. Januar, Öschinensee

Individ. Guiding: Eisfischen am Öschinensee

Am Samstag hatte ich mit zwei Personen ein individuelles Guiding zum Eisfischen auf dem Öschinensee. Nachdem wir den Stau wegen dem Lauberhorn-Rennen einigermassen schnell hinter uns liessen, waren wir doch noch recht frühzeitig auf dem See und konnten uns so eine meiner Lieblingsstellen ergattern.

 

Meine Gäste erhielten perfekt abgestimmte Eisfisch-Kombos. Diese werden unseren Gästen von nun an übrigens für jedes Eisfisch-Guiding kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an unseren Hauptsponsor Fishspirit!

 

Bei wie herrlichem Wetter und wie immer wunderschöner Bergkulisse, begannen wir nach einigen Instruktionen meinerseits mit Fischen und Löcher bohren...

Der Vater bohrt zum ersten Mal ein Eisloch und macht das schon richtig gut :-)
Der Vater bohrt zum ersten Mal ein Eisloch und macht das schon richtig gut :-)

 

Es war wirklich hart, ich merkte schnell, dass die Leute nicht umsonst alle seit Tagen jammerten. Mir schien auch an diesem Tag, dass niemand rundherum auch nur irgendwas fing. Die Fische waren extrem heikel, aber sie waren da, denn wir konnten sie auf dem Bauch liegend erkennen, das das Wasser extrem klar war. Ein ziemlicher Frust, so viele Fische zu sehen, die stur an allen Ködern vorbeischwammen :-(

Ich habe mein Bestes gegeben, um bei meinen Gästen doch noch für Erfolg zu sorgen.

Umso froher war ich, als ich es tatsächlich gschafft habe, dass das Geburtstagskind, der das Guiding zum Geburtstag von seinem Sohn geschenkt bekam, 2 Saiblinge und einen Kanadier überlisten konnte. Sensationell!

 

Grosse Freude bei meinen Gästen, als der erste Fisch auf dem Eis liegt.
Grosse Freude bei meinen Gästen, als der erste Fisch auf dem Eis liegt.
und auch als der zweite Fisch vom Vater gedrillt wird, ist die Freude wieder riesig :-) so soll es sein!
und auch als der zweite Fisch vom Vater gedrillt wird, ist die Freude wieder riesig :-) so soll es sein!

Der erste Fang der Gäste, ein typischer hübscher Öschi-Saibling
Der erste Fang der Gäste, ein typischer hübscher Öschi-Saibling
Und hier sein dritter Fang, ein respektabler Kanadier.
Und hier sein dritter Fang, ein respektabler Kanadier.

Schade hatte der Sohn Pech, sein einziger Fisch ging kurz vor der Landung noch vom Haken und verschwand wieder in der Tiefe :-(

Ich wollte die Zeit für mich nutzen und währenddessen einige neue, moderne Methoden fürs Eisfischen ausprobieren. Unter anderem wollte ich unbedingt das Dropshot probieren, nach etlichen Fehlbissen auf Gummi am Jighead, mit der Idee, weniger Fehbisse zu haben und durch das wildere Spiel des Gummis die trägen Fische mehr zu reizen. Mit Erfolg! So konnte ich tatsächlich noch einen tollen 35er Saibel auf Dropshot überlisten, wobei ich den Biss durch das Eisloch live provozieren und beobachten konnte :-) Wieder war der Erfolgs-Kunstköder wie schon bei Ändu letzte Woche der Molix Freaky Rock. Dessen kleine Fühler machen die Fische richtig Wahnsinnig, ich habe nämlich noch sehr viele weitere Bisse verpatzt. Die drehen regelrecht durch bei diesem Köder, aber ich muss mir ein System überlegen, wie die Fische besser hängen bleiben, da fast alle Attacken auf die Fühler gingen.

Ein schöner Saibling auf Molix Freaky Rock am Dropshot :-)
Ein schöner Saibling auf Molix Freaky Rock am Dropshot :-)

Auch der jüngere Gast stellte danach auf Dropshot um und konnte ebenfalls noch einige Fehlbisse verbuchen. An dieser Idee bleibe ich definitiv dran!

Also Fazit: 4 Fische auf 3 Personen... Normalerweise eher enttäuschend, heute ein tolles Resultat! Denn wir waren praktisch die einzigen auf dem See, die überhaupt was gefangen haben! Ein perfektes Geburtstagsgeschenk :-)

 

Meine Gäste wurden zu erfolgreichen Eisfischern und hatten viel Spass bei der Sache, auch dank dem rasanten Schlittelplausch am Schluss...

Dass es ihnen gefallen hat und sie viel gelernt haben ist doch schliesslich die Hauptsache und somit bin ich mit diesem Tag absolut zufrieden!

 

Nächste Woche steht schon mein nächstes Guding an und ich freue mich bereits sehr darauf!

 

Liebe Grüsse und petri

Nicola


Samstag, 25. Januar, Arnensee

Individ. Guiding: Eisfischen am Arnensee

Für diesen Samstag hat uns ein älterer Herr für ein Guiding angefragt. Im Januar habe nach wie vor nur ich Zeit und so übernam ich mit Freude diese Tour. Er wollte das Eisfischen mit modernen Methoden erlernen und zwar am Arnensee... kein Problem, machen wir doch :-)

 

Wir starteten früh, um trotz dem langen Fussmarsch noch etwas vom Tag zu haben. So war es noch dunkel, als wir losmarschierten. Im fahlen Licht des Mondes, reflektiert vom Schnee, konnte man aber schon genug erkennen und die Stimmung war wunderschön.

Als wir losmarschierten, war es noch dunkel...
Als wir losmarschierten, war es noch dunkel...

Diese schöne Wanderung allein war den Tag schon wert! Unberührte Wildnis, schneeverhangene Tannen und die Berggipfel, die bereits von der Sonne angestrahlt wurden, erzeugten eine atemberaubende Kulisse.

Ich staunte ob seiner Kondition, denn wir bewältigten die anstrengende Schneeschuh-Tour in rekordverdächtigen 1,5 Stunden!

Der Moment, wo man über den letzten Schneehügel blickt und endlich den See sieht, ist jedesmal unvergesslich. Unberührt, ohne eine einzige Spur im Schnee, lag der Arnensee vor uns. Die Sonne hat ihn noch nicht erreicht und so zogen schöne Nebelschwaden über die Eisfläche und sorgten für eine tolle Stimmung.

Der unberührte Arnensee in gespenstisch-schöner Morgenstimmung.
Der unberührte Arnensee in gespenstisch-schöner Morgenstimmung.

Mit der Hegene suchten wir die Fische. Währenddessen warteten wir sehnsüchtig auf die Sonne, denn auf dem See herrschten bitterkalte -15 Grad. Bald haben wir eine gute Stelle gefunden und innert Minuten waren die ersten Saiblinge auf dem Trockenen. Ich verbuchte einen schönen 35er und Sekunden später landete auch Matthias seinen ersten Fisch.

Der erste Fisch des Tages von meinem Gast Matthias
Der erste Fisch des Tages von meinem Gast Matthias

Daraufhin wechselten wir schnell auf Kunstköder, denn das war es ja, was ihm zeigen sollte. Schon beim Vorführen der Verwendung des TragoVib (kleiner Vertikalwobbler aus Metall, der beim hochziehen stark vibriert) knallte mir ein schöner 35er Saibling drauf.

Saibling auf Molix TragoVib
Saibling auf Molix TragoVib

Ich zeigte auch noch andere Methoden, beispielsweise das Dropshot. Egal was, wir hatten in der Anfangsphase Biss auf Biss und regelmässig waren die Ruten krumm. Die Fische hatten auch anständige Grössen, so waren doch einige um 35cm und kaum einer unter 30!


 

Zu meiner Freude sorgten auch gelegentliche Kanadier für schöne Überraschungen...

 

Doch nach Mittag, ca. um 13:00, war ganz plötzlich der Spuk vorbei. Kein Biss mehr, nichts! Auch ein Stellenwechsel brachte keinen nennenswerten Erfolg.

 

Erst am späten Nachmittag, als wir uns eigentlich schon auf den Rückweg hätten machen müssen, ging die Beissphase plötzlich wieder los. Und dafür umso aggressiver, aufs Dropshot gingen sie wie verrückt, auch wenn leider kaum einer hängen blieb. Schliesslich konnte Matthias noch einen letzten Fisch auf Dropshot landen und dann mussten wir uns definitiv auf den Rückweg machen. Wieder war der FreakyRock der Erfolgs-Gummi, er hat sich als mein Eisfisch-Gummiköder Nummer 1 etabliert. Farbe ist egal, Hauptsache es ist eine auffällige Neonfarbe, zb. orange oder gelb.

Der letzte Fisch des Tages ging auf freakyrock am Dropshot
Der letzte Fisch des Tages ging auf freakyrock am Dropshot

 

Und wieder mal ging ein toller und wunderschöner Tag viel zu schnell vorbei. Mir hat es Spass gemacht und ihm hoffentlich auch :-) Der Tag war ein grosser Erfolg, sowohl fischereilich, als auch vom Erlebnis her! Vielen Dank Matthias!

 

Liebe Grüsse und petri!

Nicola

 

 

PS: Das war vermutlich mein letztes individ. Guiding diesen Winter. Ändu hat jetzt seine Semesterprüfungen hinter sich und - im Gegensatz zu mir - Semesterferien und somit jede Menge Zeit für neue Anfragen für den Februar! Noch sind Termine möglich...

Und bis zum grossen Event am Engstlensee geht's ja auch nicht mehr so lange ;-)


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