Dienstag und Mittwoch, 16. & 17. Dezember, Lac de Joux

Durchhalten für die Königin

Der malerisch gelegene Lac de Joux. Am Dienstag war das Wetter fast zu schön.
Der malerisch gelegene Lac de Joux. Am Dienstag war das Wetter fast zu schön.

Wie jedes Jahr war am 16. Dezemer die Seeforelleneröffnung am Lac de Joux. Ein Anlass den wir schon sehnlichst erwartet hatten. Dieses Jahr waren ich mit Löru und Räffu unterwegs um endlich eine der Silberbarren zu überlisten. Wir freuten uns auf stundenlanges Werfen der Wobbler und gemütliches Beisammensein am Wasser...

Löru beim Rausbefördern des Köders
Löru beim Rausbefördern des Köders

Endlich am Wasser angekommen schlüpften wir sofort in die Watbekleidung und schnappten unsere Ruten.

 

Es waren einige bekannte Gesichter zu sehen am Wasser, aber der Ansturm ist in anderen Jahren auch schon stärker gewesen. Vermutlich fand nicht jeder Zeit unter der Woche. Zusätzlich waren die Fänge in den letzten Jahren, zumindest die der Uferfischer, rare Glücksmomente.

Am Wetter lags jedenfalls nicht, am Dienstag war es fast zu schön und so genossen wir angenehme Temperaturen und dazu gabs ein Fondue. :)

Räffu beim Zubereiten des Fondues
Räffu beim Zubereiten des Fondues

Am Morgen hörten wir übers Buschtelefon von ein paar untermassigen Fängen, doch bei uns tat sich vorerst noch nichts. Am Nachmittag hatte dann Räffu den ersten "Biss". Eine Felche hatte sich an seinem Wobbler vergangen. Die Coregonen hatten im Moment nur die Fortpflanzung im Kopf und plantschten regelmässig im flachen Wasser herum. Erstaunlich was für Kaliber zu sehen waren.

Wir hatten am ersten Tag noch einige Felchenkontakte, doch dabei bliebs vorerst. Am Mittwoch war das Wetter besser, zumindest für die Seeforellenpirsch: Es hatte Temperaturen um den Gefrierpunkt und es windete. Um den Mittag begannes es zu schneien, später waren auch immer mehr Regen dabei.

Zumindest die Farbe stimmt bereits. An der Grösse und Fischart mussten wir noch arbeiten. ;)
Zumindest die Farbe stimmt bereits. An der Grösse und Fischart mussten wir noch arbeiten. ;)

Am Vormittag hatte ich einen Biss, doch die Forelle verabschiedete sich gleich wieder mit einem Sprung. Nun hatten wir wenigstens den ersten Hinweis, dass es noch Seeforellen hat im See.

Am Mittag gings am ins Restaurant zum aufwärmen und natürlich auch zur Stärkung.

Dannach gings motiviert wieder zurück ans Wasser. Das Wetter war wie erwartet nicht besser geworden, nur die Fischer weniger. Wir gaben nicht auf, schliesslich brauchts für eine Seeforelle vor allem eines: Geduld.

Auf einmal hatte ich unbemerkt einen Nachläufer und erst direkt unter der Rutenspitze einen Biss, die Seeforelle sprang fast aus dem Wasser um den Wobbler noch zu erwischen. Wir waren vermutlich ebenso erschrocken wie sie.

Sie blieb nicht hängen, dafür war bereits einige Würfe später die Rute wieder krumm...

Die erste, etwas kleinere Seefo landete im Kescher und konnte kurz darauf schonend wieder releast werden. Ich war überglücklich und hatte auch gleich wieder ein wenig wärmer.

Das war der Auftakt zu einer richtigen Sternstunde, wie man sie nicht oft erlebt.

Auf einmal schienen die Seeforellen überall zu sein!! Wir hatten insgesammt sicher 15 Bisse und einige Drills. Löru und ich waren sogar kurz im Doppeldrill. Er konnte dann auch den nächsten Fisch landen; etwas grösser als die Forelle zuvor, aber noch kein Monster. Leider enstand in der kurzen hektischen Situation kein scharfes Bild von der Seefo die, trotzdem dass sie ihre 40cm sicherlich gehabt hatte, weiterschwimmen durfte.

Auf einmal hatte Löru erneut einen Biss und einen kurzen Moment später surrte die Bremse. Der Fisch schien Kraft zu haben und flüchtete mehrmals zielstrebig dem Grund entgegen.

Wir hofften, dass alles halten würde und wir hielten kurz die Luft an, als der Fisch das erste Mal ins Flachwasser kam. Eine super Seeforelle wälzte sich an der Oberfläche und plantschte kurze Zeit später im Netz.

Ein Freudenschrei hallte über den See und liess die tauben Finger vergessen!

Das kompenisert alle erfolglosen Tage!
Das kompenisert alle erfolglosen Tage!
Eine wunderschöne Seeforelle!
Eine wunderschöne Seeforelle!

Der Erfolgsköder war ein Molix SB80. Ein kleiner Stickbait den man weit werfen kann, der aber im Vergleich zu vielen anderen Produkten auch einen wirklich schönen und abwechslungsreichen Lauf aufweist. Gefischt hat Löru mit der Hearty Rise Poseidon, einer Neuheit 2015, die im Vergleich zur beliebten Collector nicht kopflastig ist und sich auch viel besser auflädt beim Wurf.

Wir fischten natürlich noch weiter bis es dunkel wurde. Im Verlaufe des Abends hatten wir noch 2,3 Bisse, doch keiner der Fische blieb dauerhaft hängen. Doch wir waren ohnehin schon überglücklich und freuen uns bereits auf die Berner Seeforellensaion.

 

Wir wünschen allen Fischern ausdauernde Fischgänge und Petri Heil!

Jetzt heisst es noch das 2014 ausklingen lassen.

 

Lg. Ändu


Freitag, 19. Dezember, Wohlensee

Baitcasting am Wohlensee

Das macht Laune!
Das macht Laune!

Am Freitagnachmittag war ich mit Roy ein wenig am Wohlensee unterwegs um meine neue Baitcastcombo zu testen. Nach langer Skepsis habe ich mich nun doch dazu entschlossen mir eine Ausrüstung zum Fischen mit der Multirolle zuzulegen.

Wir fischten in tiefen Bereichen mit Gummifischen auf Hecht. Das Werfen ist zu Beginn sicherlich etwas schwieriger, im Vergleich zum Fischen mit der Stationärrolle. Im Gegenzug kann man einhädig und sehr flüssig werfen. Die Köderführung mit den kurzen Ruten ist bemerkenswert und man hat eine viel bessere Bremsleistung der Rolle.

Die anfänglichen Schwierigkeiten waren rasch überwunden, ich hatte schliesslich zuhause auch schon ein wenig mit Castinggewichten geübt und es war auch nicht das erste Mal, dass ich eine BC in der Hand hatte. :)

Hecht liess sich leider an diesem Nachmittag keiner blicken, doch das Gesammtfazit fiel dennoch sehr positiv aus. Ich werde nun öfters mal mit der Multirolle unterwegs sein...

Auch die Suche nach Winterhechten wird natürlich fortgesetzt.

Zum Schluss noch einige Impressionen:

Tight Lines!

Ändu