Mittwoch, 2. Januar 2013, Öschinensee

Eiskalte Salmoniden

Ich und Ändu begaben uns heute auf den Öschinensee, um die ersten Fische des neuen Jahres zu überlisten. Doch es gestaltete sich erstaunlich harzig... wir fanden die Fische einfach nicht, selbst an den besten und altbewährtesten Plätzen. Erst viel zu spät, als wir eigentlich schon auf dem Rückweg hätten sein sollen, fanden wir sie doch noch und konnten innert Kürze einige Kanadier und Saiblinge überlisten.

 

Naja, der Preis dafür war dann halt, dass wir in einer halsbrecherischen Aktion erst im Dunkeln heruntergeschlittelt sind, aber egal :-)

Es hat doch noch geklappt und wir durften uns über einige durchschnittliche Öschi-Kanukis und Saiblinge freuen. Ein guter Start im neuen Jahr.
Es hat doch noch geklappt und wir durften uns über einige durchschnittliche Öschi-Kanukis und Saiblinge freuen. Ein guter Start im neuen Jahr.

 

Jetzt wissen wir endlich, wo sie sind... jetzt geht's erst richtig los :-)

 

Gruss und petri

Nicola


Donnerstag, 3. Januar 2013, Öschinensee

Ein Tag, den wir wohl nie vergessen werden

Heute Morgen traf ich mich mit Matti. Zusammen wollten wir auf dem Öschi den Saiblingen und Kanadiern unterm Eis nachstellen.

Wir machten uns eher etwas spät auf den weg und waren deshalb erst ca. um 11:30 auf dem See. Uns kamen bereits die ersten Fischer entgegen, welche die Packung hatten. Sie empfohlen uns rechts zu fischen, da beisse es wie verrückt. Wir kamen also an unserem Platz an und konnten noch einige Bisse und 2 Fische verzeichnen. Mehr ging allerdings nicht. So entschlossen wir uns gegen 2 Uhr noch für einen Platzwechsel. Wir entschieden uns für einen Platz, wo nicht so viele Leute waren. Also liefen wir bis ans Ende des Sees zu den Felswänden. Wir bohrten uns ein paar Löcher, welche wir nach einer Viertelstunde aber bereits wieder verliessen, da wir kein gutes Gefühl hatten. Wir beschlossen uns nun noch für einen letzten Platzwechsel. Auf dem Weg dahin sahen wir aber ein paar alte Löcher mit einer Menge Blut drum herum. So entschieden wir kurzfristig, es hier noch kurz zu versuchen. Wir beide bohrten ein altes Loch auf und liessen unsere Hegenen im Wasser verschwinden. Während ich meine Hegene bereits das erste mal anhob, sah ich Matti zu, wie er seine gerade zum Grund sinken liess. Er schloss den Bügel und wollte gerade zum ersten Heben ansetzen, als sich seine Rute auch schon bog. "Biss", rief er. Sofort bog sich die Rute stark und die Bremse surrte. Ich legte meine Rute hin und stürmte zu seinem Loch. Uns wurde gleich klar, dass dies ein grosser sein muss. 
Uns beiden schlotterten die Knie, als der Fisch auf einen Schlag gut 50m Schnur abgzog. In der ganzen Hektik habe ich ganz vergessen meine Hegene hochzuholen. Ich dachte gerade daran und da war es bereits zu spät. Der Fisch war in meiner Schnur. Ich konnte meine Schnur zum Glück schnell lösen und Matti konnte weiterdrillen. Nach einigen Minuten kam der Fisch dann das erste mal in Richtung Loch. Leider konnten wir ihn aber noch nicht sehen. Uns wurde aber aufs neue Bang, als er plötzlich nochmals gut 50 Meter Schnur zog. Einige Minuten später sah Matti dann den Wirbel seiner Hegene. Das Nächste, was wir sahen, liess unseren Atem stocken: Im Loch sahen wir nichts anderes als einen weissen Bauch. Er verdeckte das ganze Loch. Was für ein Fisch. Beherzt griff ich tief ins Eisloch hinein und erwischte den Fisch zum Glück schnell an den Kiemen. Per Kiemengriff konnte ich ihn aus dem Loch herausziehen. Unseren Freudeschrei konnte man über den ganzen See hören.
Wir konnten es kaum glauben, als wir den Kanadier vermassen. 82cm!

Was für ein Fisch!

Matti mit dem Prachtsfisch von 82cm
Matti mit dem Prachtsfisch von 82cm

Schnell waren die ersten Fischer vor Ort, die den Fisch bestaunten. Nun entschieden wir uns, das Fischen für heute einzustellen und machten uns auf den Weg zum Restaurant, wo wir den Fisch noch wägen lassen wollten. Bis wir beim Restaurant waren, verging aber eine Menge Zeit, da praktisch jeder Fischer den Fisch sehen wollte.

Im Restaurant zeigte die Waage dann unglaubliche 6 Kilo an. EIn Kanadier von 82cm mit 12 Pfund. Wahrhaft ein Traumfisch.

 

Nachdem wir den Fisch in Thun noch einigen Kollegen und Verwandten präsentiert hatten, brachten wir ihn zum Kalträuchern.

 

Was für ein Tag :-)

 

Ich habe auch noch Teile des Drills gefilmt. In Kürze werde ich noch ein Video hochladen.

 

Gruss Jöshu

 

Der eigentlich doch schon recht schöne 35er Saibling wirkt wie ein Köderfisch neben dem Monster
Der eigentlich doch schon recht schöne 35er Saibling wirkt wie ein Köderfisch neben dem Monster

Samstag, 5. Januar, Öschinensee

Kein super Tag, aber ein lustiger Zufall

Heute war ich mit Andri und Tim, zwei Jungfischerkollegen, auf dem Öschi zum Eisfischen.

Es lief nicht wirklich gut, nur ab und zu ein typischer Öschi-Schlauch (knapp mässiger Minisaibling), die wir alle wieder schwimmen liessen, sie sollen doch noch etwas wachsen und klüger werden ;-) Von den Fleischfischern rundherum ernteten wir dafür böse Blicke, aber Vernunft geht vor, finde ich.

Dann bewies Tim, dass der neue Snap-Rap Vertikalwobbler von Rapala ein toller Eisfischköder ist; gleich nach dem Einwassern fing er diesen kleineren Namay, den ersten und einzigen des Tages:

Tipp: Den Snap-Rap mit etwas Duftendendem (Fischfetzen, Poulet, Made,..) bestücken und damit den Grund abklopfen
Tipp: Den Snap-Rap mit etwas Duftendendem (Fischfetzen, Poulet, Made,..) bestücken und damit den Grund abklopfen

 

Und dann wars nochmal Tim, der einen richtig coolen Fang machte. Als er einen Biss auf seine Hegene verspürte, kamen nach einem etwas intensiverem Drill nicht ein, nicht zwei, nicht drei, nein, gleich vier Fische aufs Mal aus dem Eisloch! Auf eine Gambe mit 5 Häken fing er gleich vier Saiblinge auf einen Schlag, und sogar alles "gäbige"!? Lustiger Zufall, denn zuvor und danach war bei allen praktisch tote Hose und sowas erlebt man auch nicht alle Tage.

 

Zum Glück geschehen manchmal solche Dinge, machen sie doch auch aus einem weniger erfolgreichen Tag etwas Spezielles ;-)

 

Fazit des Tages: Unglaublich glücklicher Tim, der übrigens das erste Mal auf dem Eis war: 4 schöne Saibels und ein Namay. Ich und Andri mussten uns hingegen mit den paar Schläuchen zufrieden geben.

 

Gruss Nicola


Sonntag, 13. Januar, Öschinensee

"e gäbige" :-)

Heute waren wir eine ganz schön grosse Gruppe auf dem Öschi... ich reiste mit Martin von www.salmonidenfishing.ch an, dann stiessen noch Ändu und drei seiner Schulkollegen dazu (diese drei Verrückten haben die Nacht in Kandersteg im Zelt gepennt) und dann stiess auch noch ein weiterer Kollege von Ändu, Roy, dazu. Zu unser aller Erstaunen treffen wir dann noch zwei weitere bekannte Gesichter, zwei Foris von haken.ch.

 

Nach einem ersten Platzwechsel durfte ich nach wenigen Sekunden einen hübschen Kanadier drillen, der sich ausserordentlich zur Wehr setzte... mit 40cm zwar kein wirklich Grosser, aber doch schon ein toller Fang.

Mein 40er Kanadier biss ganz klassisch auf die bestückte Hegene
Mein 40er Kanadier biss ganz klassisch auf die bestückte Hegene
Auf dem Rückweg durften Martin und Ich noch diesen wundersam erleuchteten Berg bestaunen
Auf dem Rückweg durften Martin und Ich noch diesen wundersam erleuchteten Berg bestaunen

Den Rest des Tages gab es auf die ganze Gruppe verteilt zwar gelegentliche kleine Saibels, aber grundsätzlich nichts Spektakuläres. Nach und nach wurden wir immer weniger, bis am Schluss nur noch ich und Martin übrig waren. Doch auch uns war kein Glück mehr vergönnt, so dass wir uns rechtzeitig vor dem Eindunkeln auf den Weg machten.

 

Zwar erneut kein wirklich erfolgreicher Tag, aber immerhin durfte ich mich über einen tollen Namay freuen :-)

 

Jetzt ist aber für eine Zeit Schluss mit dem Öschi, interessantere Projekte wie Schneeschuhwandern zum Eisfischen auf dem Arnensee stehen an...

 

Gruss und petri

Nicola


Sonntag, 20.1.13, Arnensee

Eisfischen am Arnensee

Nici und ich präsentieren euch ein Video übers Eisfischen am Arnensee, welches wir für euch nach unserem Ausflug diesen Sonntag erstellt haben.

Anders als an anderen Gewässern muss der Fischer zwischen 400 und 600 Höhenmeter überwinden und hin und zurück mind. 11km mit den Schneeschuhen durch die Wildnis zurücklegen, um dort zu fischen. Ein einmaliges Erlebnis, und nur für sportliche Fischer geeignet.
Für die Strapazen wird man mehr als nur entschädigt, weil man in der Regel ganz alleine in der wunderbaren Natur ist.

Allen zur Nachahmung empfohlen. ;)

Viel Spass!

Lg. Ändu


Sonntag,20.1.13, Thunersee

Die ersten Felchen des Jahres

Heute beschlossen Matti und Ich auf dem See den Felchen nachzustellen. Matti hatte ein paar Tage zuvor bereits gut gefangen, weshalb wir guter Dinge waren :)

Nachdem wir das Boot vom Eis befreit hatten, konnte das Heben und Senken der Hegenen auch bald schon losgehen. Bis auf starken Nebel zu Beginn des Tages war das Wetter super und die Temperaturen erträglich. Die ersten Bisse liessen nicht lange auf sich warten. Wir konnten untermassige, aber auch den einen oder anderen Massfisch zum Boot drillen.

Durch das schöne Wetter vergassen wir die Zeit etwas und verliessen wir den See erst mit den letzten Sonnenstrahlen.

Für mich ein schöner Auftakt in die Seefischerei :)

 

Gruss jöshu

 

 

kräftige Winterfelchen ;)
kräftige Winterfelchen ;)

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