Sonntag, 8. Dezember, Zihlkanal & Aare

Erfolglos auf Winterräuber

Wir haben mit kleineren und grösseren Gummis von Molix gefischt. Sie liefen unglaublich verführerisch, aber wir haben die Räuber wohl noch nicht gefunden...
Wir haben mit kleineren und grösseren Gummis von Molix gefischt. Sie liefen unglaublich verführerisch, aber wir haben die Räuber wohl noch nicht gefunden...

Heute haben Ändu und ich einen Versuch auf Winterräuber gewagt. Leider wollten Hecht, Barsch und Zander gar nicht, aber schön war es trotzdem! Wir erwischten herrliches Wetter, so dass uns die Kälte gar nicht mehr sooo kalt vorkam ;-)

 

Gruss und petri

Nicola

Herrliche Stimmung bei klirrender Kälte...
Herrliche Stimmung bei klirrender Kälte...

Samstag, 14. Dezember, Brienzersee

Trüschenfischen mit Überraschungen

Am Samstag traf ich mich spontan mit einigen Fischer-Kollegen aus dem Haken.ch-Forum zum Trüschenfischen. So kurzfristig abgmacht, war ich alles andere als gut ausgerüstet. Aber das Fischen war für mich auch eher zweitrangig. Der Abend war lustig und gemütlich, wir hatten ein schönes Feuer, genügend Bier und Würste und die Trüschen bissen auch! Ausserdem war es gar nicht sooo kalt und es herrschte eine wunderschöne Nachtstimmung in der klaren Nachtluft. Was will man mehr?

Schöne Abendstimmung beim Trüschenfischen. Sorry für die schlechte Bildqualität, ich habe meine Kamera vergessen, daher Iphone-Foto :-(
Schöne Abendstimmung beim Trüschenfischen. Sorry für die schlechte Bildqualität, ich habe meine Kamera vergessen, daher Iphone-Foto :-(

Auch wenn ich selber nur dauernd Fehlbisse verzeichnen konnte und noch keinen dieser merkwürdigen, nachtaktiven Süsswasserdorsche an Land ziehen konnte, so wurden doch insgesamt schon einige Trüschen gefangen, als die erste Überraschung kam: Simu, der Spezialist für diese Fischerei, drillte mal wieder eine Trüsche... aber keine gewöhnliche Minitrüsche, wie man sie vom Brienzersee kennt! Ein stattlicher 45cm-Tiefseeleopard tauchte aus dem Dunkeln auf und konnte sicher behändigt werden. Ein Ausnahmefisch! Grosses petri Simu!

Simu mit seinem Ausnahmefang: 45cm-Trüsche aus dem Brienzersee!
Simu mit seinem Ausnahmefang: 45cm-Trüsche aus dem Brienzersee!

Kurz darauf die nächste Überraschung: Ausnahmsweise war es mal nicht Simu, sondern Andreas, der eine Trüsche hochkurbelte. Es war eine typische, kleine Trüsche am Haken. Gerade als er sie aus dem Wasser heben wollte, knallte ein Hecht drauf! Das ganze passierte direkt vor unseren Füssen im Flachwasser, es war so flach, dass der Hecht beinahe gestrandet wäre. Mit einer unglaublichen Aggressivität stürzte er sich spritzend und platschend auf die hilflose Trüsche, riss sie vom Haken und verschwand mit seiner Beute wieder im Dunkeln. Andreas blieb nur ein verdutzter Blick und ein unvergessliches Erlebnis.

 

Schliesslich räumten wir unsere Sachen zusammen und gingen, ungefähr ähnlich riechend wie Rauchwürste, wieder nach Hause :-)

 

Es war ein toller und sehr gemütlicher Abend mit netten und hilfsbereiten Gleichgesinnten. Auch wenn ich selber keine Trüsche erwischte, so machte mir die Trüschensession mit Fäbu, Simu und Andreas trotzdem grossen Spass und es ist doch toll, das man über ein Forum so gute, neue Bekanntschaften machen kann.

 

Liebe Grüsse und petri

Nicola


Samstag und Sonntag, 21. und 22. Dezember, Lac de Joux

Seeforellenfischen am Lac de Joux

Suppe vorkochen und heiss in Thermosflaschen abfüllen... ein toller Trick, den wir wärmstens empfehlen können ;-)
Suppe vorkochen und heiss in Thermosflaschen abfüllen... ein toller Trick, den wir wärmstens empfehlen können ;-)

Unsere Vorbereitungen für diesen Ausflug waren eine Katastrophe: Nicola kam erst sehr spät am Freitagabend vom Ausgang zurück, und Ändu kam noch später angereist. Gemeinsam bereiteten wir uns auf zwei Tage Seeforellenfischen vor... Um 3 Uhr morgens begannen wir Suppe zu kochen, Glühwein aufzuwärmen, Fonduezutaten zusammenzukramen, noch schnell die Flachmänner füllen und alles ins Auto stopfen, dann noch Feuerholz ins Auto stapeln, warme Kleidung und Schlafsäcke nicht vergessen... bis wir fertig waren, war es 6 Uhr morgens. :-)

 

 

Und da fuhren wir auch gleich schon los in den Jura, ohne eine Sekunde Schlaf.

Die Vorbereitungen für das Wochenende... als wir fertig waren, war die Nacht schon durch :-/
Die Vorbereitungen für das Wochenende... als wir fertig waren, war die Nacht schon durch :-/

Umso erfreuter waren wir, als wir schon entsprechend früh am Lac de Joux ankamen. Doch leider verkauft die Bäckerei keine Patente mehr, sodass wir warten mussten, bis um 9 Uhr das Touri-Info-Center öffnete, so ein Mist. Es nützte uns also gar nichts, dass wir schon so früh dort waren.

 

Doch dann konnten wir endlich mit Fischen beginnen. Ein Teil des Sees war noch eisfrei und das Wetter war sehr schön (allerdings kein Seefo-Wetter). Stundenlang warfen wir die Minnows an den Horizont.

Leider hatten wir bis zum Mittag keinen Biss, sodass wir uns erstmal mit etwas Suppe bei herrlichem Sonnenschein aufwärmten...

Das ist doch mal ein Pic-Nic :-)
Das ist doch mal ein Pic-Nic :-)

 

Daraufhin fischten wir bis zum Abend pausenlos durch, die tausend Würfe haben wir zusammen sicher erreicht, Silber liess sich jedoch trotzdem keines blicken.

Doch das war uns so egal, wir haben schon lange nicht mehr bei solch einer tollen Kulisse gefischt, es war traumhaft schön. Eine Seeforelle wäre nur das Tüpfchen auf dem i gewesen ;-)

Am Abend bot sich uns eine fantastische Stimmung. Wir rechneten jede Sekunde mit dem Biss.
Am Abend bot sich uns eine fantastische Stimmung. Wir rechneten jede Sekunde mit dem Biss.

 

Schliesslich wurde es dunkel und wir gaben für diesen Tag auf. Zurück beim Auto, kramten wir Feuerholz und Fonduezubehör heraus, und machten es uns am Seeufer gemütlich. So spät in die Nacht, wie es unsere enorme Müdigkeiten zuliess, genossen wir ein warmes Feuer und dazu ein herrliches Fondue. Ein gelegentlicher Schluck aus dem Flachmann wärmte die Seele :-)

Ein wahrer Fischer verbringt die Nacht in der Natur. Dazu ein Feuer und ein frisches Fondue, herrlich :-)
Ein wahrer Fischer verbringt die Nacht in der Natur. Dazu ein Feuer und ein frisches Fondue, herrlich :-)

Übernachtet haben wir im Auto. Alle Fischer, die wir trafen, sagten, wir seien doch verrückt. Herti Sieche, Spinner und ähnliches bekamen wir zu hören :-)

Doch wir sind noch Jung, da macht man ja noch solchen Blödsinn. Einfach die Sitzlehne zurückgeklappt, warm angezogen, den Rest erledigte die Müdigkeit.

So übernachten wahre Spinner im Winter ;-)
So übernachten wahre Spinner im Winter ;-)

Am nächsten Morgen mussten wir uns eingestehen, dass es nicht die beste Idee war, wir fühlten uns wie gerädert. Die Kälte war gar nicht so schlimm, aber es war verd... unbequem, irgendwie tat uns alles weh.

 

Aber das war schnell wieder vergessen, als wir bei der ersten Helligkeit bereits wieder unterwegs waren zu den schönen Buchten. Über Nacht setzte Föhn ein, weshalb zu unserem Erstaunen fast der ganze See offen war (am Samstag waren nur wenige Flecken eisfrei). Ausserdem war es wellig, bewölkt und leicht windig. Perfekte Seefobedingungen. Wir waren überzeugt, jetzt klappts!

 

Leider war dem nicht lange so, der Wind wurde schnell zu einem regelrechten Föhnsturm. Seitliches Fischen zum Ufer wurde unmöglich, der Wind war viel zu stark. Wir flohen zum inzwischen aufgetauten Südufer des Sees, wo wir zu unserem Erstaunen hunderte Meter weit hinaus in den See waten konnten. Mit dem Wind im Rücken konnten wir nun trotz Sturm weiterfischen. Nicht nur das bei diesem Wind lagen Rekordwürfe von weit über 100m drin, unglaublich.

Fischen mitten im Sturm. Da liegen Rekordwürfe drin, aber nur, wenn der Wind von hinten kommt.
Fischen mitten im Sturm. Da liegen Rekordwürfe drin, aber nur, wenn der Wind von hinten kommt.

 

So hielten wir einige Stunden durch, bis es uns zu kalt wurde. Die Hoffnung nahezu aufgegeben, erkundeten wir noch ein wenig den See. Wir wagten uns dank der Watausrüstung auf eine gefrorene Bucht hinaus und zu unserem Erstaunen trug uns das Eis schon!

Zu unserem Erstaunen vermochte uns das Eis einer gefrorenen Bucht bereits zu tragen.
Zu unserem Erstaunen vermochte uns das Eis einer gefrorenen Bucht bereits zu tragen.

Und da liess der Föhnsturm plötzlich nach uns so entschieden wir uns, noch nach le Pont zu fahren. Wir hofften, dass nun auch dort das Eis weg war. Und tatsächlich, wir hatten Glück, der Föhn vermochte die Bucht von Le Pont eisfrei zu machen. Seit der Eröffnung gefroren, machten wir uns an diesem Hotspot erneute Hoffnung und fischten doch noch bis zum Abend durch.

Fischen bei Sonnenuntergang in Le Pont
Fischen bei Sonnenuntergang in Le Pont

 

Leider hat es nicht sollen sein. Bis zum Schluss wollte keine Seeforelle zupacken, obwohl wir die Hoffnung nie aufgaben. Wir haben locker 20 Fischer gesehen, und nur einer hatte eine Massige gefangen, sonst hatte keiner auch nur einen kleinen Fisch gefangen. Man sollte die Seeforelle vom Fisch der 1000 Würfe zum Fisch der 10'000 Würfe umbenennen.

 

Aber egal, es war ein lustiges Wochenende bei grösstenteils schönem Wetter, an welches wir uns noch lange erinnern werden. Suppe und Fondue essen, übernachten im Auto, Rekordwürfe bei Föhnsturm, sowie eine wunderschöne Kulisse, das macht doch einfach Spass!

 

In diesem Album findet ihr noch einige weitere tolle Fotos vom Wochenende am Lac de Joux...

Für uns ist dieser fischereiliche Misserfolg nur ein noch grösserer Ansporn, im Februar in unserem Haugewässer Thunersee noch mehr Gas zu geben. So einen Silberbarren haben wir uns ganz klar zum Ziel gesetzt!

 

Liebe Grüsse und petri

Nicola und Ändu