Donnerstag,4. Oktober, Bielersee

Herbsthechte

Nici und ich machten uns auf den Weg, um das perfekte Hechtwetter zu nutzten. Auch wenn die Temperaturen etwas gesunken sind, waren die Hechte bissig.... zwar waren es fast nur Schniepel, aber man soll ja die Hoffnung auf nen Grossen nie aufgeben :-) 

Nici mit dem ersten Hechtlein des Tages auf einen Kickin'Minnow von Storm
Nici mit dem ersten Hechtlein des Tages auf einen Kickin'Minnow von Storm
Der nächste Kollege machte bald darauf denselben Fehler, auch er schnappte sich den Kickin'Minnow
Der nächste Kollege machte bald darauf denselben Fehler, auch er schnappte sich den Kickin'Minnow

Wir fischten weiter in den Häfen und hatten erstaunlich viele Drills.

ein schön gefärbter Esox hat sich meinen Gummifisch geschnappt, wurde im nassen Gras sanft vom Haken befreit und schwimmt wieder.
ein schön gefärbter Esox hat sich meinen Gummifisch geschnappt, wurde im nassen Gras sanft vom Haken befreit und schwimmt wieder.

Als Köder des Tages stellte sich der Storm Kickin' Minnow im Barschdesign heraus, der, so langsam wie möglich geführt, die Hechte in Massen überlistete...

Auf diesem Bild sieht man Nici mit dem schönsten des Tages, der nach einem wilden Drill zwischen den Booten gelandet werden konnte:

Ein toller Esox vor einer super Kulisse. Gedrillt an Nici's Hechtkombi: Shimano Beast Master BX und Shimano Rarenium 4000fb.
Ein toller Esox vor einer super Kulisse. Gedrillt an Nici's Hechtkombi: Shimano Beast Master BX und Shimano Rarenium 4000fb.

Auch mit einem Twitchbait ist es noch möglich die Jäger zu überlisten:

Ein kleiner, kampfstarker Hecht packte sich meinen agressiv geführten Wobbler.
Ein kleiner, kampfstarker Hecht packte sich meinen agressiv geführten Wobbler.

So konnten wir nach einem schönen Tag am Wasser bei herbstlicher Stimmung insgesamt acht Hechte landen. Die meisten waren klein und schwimmen wieder, nur die zwei grössten landeten in der Pfanne. 

Es war ein super Tag, den wir bestimmt bald noch einmal wiederholen werden.

 

Gruss und Petri Heil wünscht Ändu


Freitag, 5. Oktober, Iffigensee

Ein (letzter?) Tag in den Bergen

Ich und Andri wollten unbedingt noch einmal in die Berge, womöglich das letzte Mal am Bergsee dieses Jahr. Ändu war mit der Maturrarbeit beschäftigt, Jöshu am Arbeiten und andere Fischerkollegen konnte ich nicht erreichen; so gingen wir halt nur zu zweit. Auf der Iffigenalp erwartete uns eine kräftezehrende ca. 2-stündige Wanderung zum Iffigensee. Wir waren am Ende froh, endlich den Bergsee zu erblicken; wir waren beide zum ersten mal dort und waren gespannt, was uns erwartet.

Hier zu Beginn der Aufstieg noch gemütlich, doch bald gehts steil ins Gebirge hoch
Hier zu Beginn der Aufstieg noch gemütlich, doch bald gehts steil ins Gebirge hoch
Der Ultralight war mal wieder der Bergseeverführer schlechthin
Der Ultralight war mal wieder der Bergseeverführer schlechthin

Überall sahen wir die Fische steigen. Eifrig montierten wir unsere Wobbler. Ich setzte auf einen goldfarbenen Ultralight Minnow 4 von Rapala und Andri auf den X-rap 6. Sofort drillten wir unsere ersten Forellen des Tages, und so ging es weiter. In der ersten Tageshälfte bissen die Regenbogenforellen wie verrückt, wir waren fast dauernd irgendwas am Drillen. Es habe aber nebst Regenbogenforellen auch Saiblinge und Namaycush im See und da eigentlich letztere unsere Zielfische waren, liessen wir auch (fast) alle Refos wieder schwimmen.

Andri und ich verführten bloss einen Regenbögler nach dem anderen, doch wir hofften immer noch auf die Attacke eines stattlichen Namays oder Saiblings, die es angeblich im See habe
Andri und ich verführten bloss einen Regenbögler nach dem anderen, doch wir hofften immer noch auf die Attacke eines stattlichen Namays oder Saiblings, die es angeblich im See habe
Eine schöne Refo, die dem goldfarbenen UL nicht wiederstehen konnte.
Eine schöne Refo, die dem goldfarbenen UL nicht wiederstehen konnte.

Am Nachmittag liess dann die Aktivität nach und wir versuchten es noch mit der Grundmontage, um wenigstens so einen der erhofften Namays oder Saiblinge zu überlisten. Doch der einzige respektable Fisch, ein prachtvoll gefärbter Namay, ging mir kurz vor der Landung ab. Desweiteren wurden nur noch zwei aus der Kinderstube gelandet. Saiblinge sahen wir nur ganz kleine um 15cm, die in Ufernähe nach Mücken suchten, sonst war von Saiblingen den ganzen Tag keine Spur!

Schliesslich durften wir uns über einen actionreichen Tag mit unzähligen Regenbognern freuen. Auch wenn es mit den edleren Zielfischen nicht geklappt hat, der Tag war einfach nur ein tolles Erlebnis.

 

Mein persönliches Fazit zum Iffigensee:

Der Iffigensee ist leider masslos überbesetzt mit zuchtfrischen Regenbogenforellen, von den versprochenen Namaycush und Saiblingen war hingegen nicht viel zu sehen. Wer wie wir mit dem Ziel, Namaycush oder Saiblinge zu fangen, an den Iffigensee hochwandert, wird etwas enttäuscht sein. Für Anfänger ist dieser wunderschöne, hochgelegene Bergsee aber garantiert ein Paradies.

 

Noch ein Wort zur Fischerei im Iffigensee:

Der Iffigensee ist ein mittelgrosser Bergsee im Kanton Bern, gelegen auf stattlichen 2015 m.ü.M. Im See leben Regenbogenforellen, Namaycush und Saiblinge.

Von Lenk aus führt eine befahrbare Strasse bis zur Iffigenalp, alternativ kommt man auch mit dem ÖV bis zur Alp. Ab dort wartet eine ca. 1,5-2 stündige, teils recht steile Wanderung bis zum See auf den Fischer. Die Fischereikarten können im Restaurant auf der Iffigenalp (Startpunkt der Wanderung/Ende der Strasse) oder in der nur wenige Sommermonate lang bewohnten Sennhütte direkt am See bezogen werden. Kostenpunkt für eine Tageskarte: Fr. 30.-.

Es gilt grundsätzlich das bernische Fischereigesetz, allerdings sind Widerhaken im Iffigensee verboten (im Gegensatz zu den Kantonal gereglten Bergseen).

 

Sooo, das wars :-)

Liebe Grüsse und petri, Nicola


Samstag, 13. Oktober, Engstlensee

Bergseeabschluss am Engstlensee

Am Samstag machten sich Nici und ich mit Martin von Salmonidenfishing.ch auf den Weg zum Engstlensee. Da Martin von Zürich her anfahren musste und uns in Thun abholte, trafen wir uns nicht all zu früh. Wir erreichten so gegen elf Uhr den See. Das Wetter war traumhaft und die Landschaft mit den verscheiten Gipfeln atemberaubend.

 

Wir legten unsere Grundruten für Kanadier aus und suchten das Ufer mit dem Wobbler ab. Bereits recht früh gab es den ersten Adrenalinkick, als Nici und Martin einen 45 plus Kanadier nahe dem Ufer durchschwimmen sahen. Nici warf ihn an und er verfolgte den Wobbler träge ein paar Meter. Dann drehte er aber ab und verschwand in der Weite des Sees.

Nici wirft das Ufer mit dem Ultra light von Rapala ab
Nici wirft das Ufer mit dem Ultra light von Rapala ab

Nach ca. einer Stunde hatten wir immer noch keinen Kanadier auf dem Trockenen. Da aber viele Regenbögler stiegen, beschloss ich ein Buldo zu montieren. Es ging nicht lange und es verschwand unter der Wasseroberfläche. Eine hübsch gezeichnete verliess den See ;)

Ich mit dem ersten Fang des Tages
Ich mit dem ersten Fang des Tages

Auch Nici und Martin stellten etwas später um auf eine Oberflächenmontage und so konnten wir bis zum Abend vier Regenbögler fangen. Leider klappte es mit den Kanadiern zum Abschluss nicht. Dies trübte unsere Laune aber keineswegs. Es war ein lustiger und interessanter Tag. Es freute uns Martin mal wieder gesehen zu haben und freuen uns bereits auf ein gemeinsames Trüschelen :)

 

Das einzig Schade an dem Tag war, dass wir realisieren mussten, dass es viel mehr Regenbogenforellen gab als in den vorherigen Jahren. Für mich war der Engstlensee immer ein ganz besonderer See, weil es kein "Böglerpuff" war. Ich hoffe, dass man den Besatz wieder reduziert. Ansonsten finden sich dort oben innert kürzestert Zeit wohl etliche "BULDOser" ein ;)

 

Gruss und Petri Jöshu


Donnerstag, 18.10.12, Aare

Es ist Äschenzeit

Mit dieser Aareäsche habe ich heute meine Herbstsaison lanciert:

Nach mehreren Fehlbissen auf eine Goldkopfnymphe konnte ich diese Fahnenträgerin mit etwas Brot überlisten...
Nach mehreren Fehlbissen auf eine Goldkopfnymphe konnte ich diese Fahnenträgerin mit etwas Brot überlisten...

Liebe Grüsse und petri auch euch mit den Fahnenträgerinnen.

Nici


Sonntag, 21. Oktober, Aare

Sie sind noch da :-)

Glücklicherweise hat mir heute ein Fischer gesagt, dass die Egli immer noch da sind in der Aare. Erstaunlich, aber die immer noch milden Temperaturen sind vieleicht eine Erklärung. Jedenfalls wollte ich das testen und so packte ich heute Abend meine feine Spinnrute, dann noch ein paar Wobblers und Gummis ins Gepäck und los gings an die Aare.

Erster Wurf mit Keitech in die erste vielversprechende Ecke und schon der erste Biss:

Hübscher Stachelritter von heute Abend
Hübscher Stachelritter von heute Abend

Kein Riese zwar, aber immerhin ein feines Znacht :-)

Danach gabs nur noch ein kleines ü20er Egli, das natürlich noch weiterwachsen darf.

 

Zufrieden ging ich nach einer knappen Stunde wieder heim.

Gruss und petri, Nici


Sonntag 21. Oktober, Aare

Auf Äschen in Scharen

          Der schöne Wohlensee kurz nach dem Sonnemaufgang
Der schöne Wohlensee kurz nach dem Sonnemaufgang

Heute fuhr ich zusammen mit einem Kumpel,  mit seinem Boot vom Wohlensee in die Aare herauf, um nur schwer zugängliche Stellen befischen zu können, um vielleicht die eine oder andere Äsche zu überlisten. Wir waren leider bei weitem nicht die Einzigen, die dies vorhatten...

 

Wir fischten eine Weile mit Nymphen am Zapfen, doch wir hatten keine Aktivität, ausser einem fetten Alet, der sich in einem spritzigen Drill die Freiheit erkämpfte.

Nach dem Mittag wechselten wir die Strategie und fischten vom Ufer aus schnelle Läufe ab, und nun konnte ich endlich die erste, wenn auch untermassige Äsche drillen.

Eine schöne kleine Äsche , die direkt nach dem Fototermin schonend zurückgesetzt wurde
Eine schöne kleine Äsche , die direkt nach dem Fototermin schonend zurückgesetzt wurde

Nun war ich im Schuss und schon bald schnappte sich eine weitere Fahnenträgerin die Nmphe, doch diese war noch kleiner und wurde gleich im Wasser vom Haken gelöst.

Als dann mitten in der Strömung der nächste Biss kam, dachte ich zuerst an eine gute Äsche, doch seht selbst, was ich da gefangen und releast habe:

Diese fette Forelle nutzte die Schonzeit um sich gefahrlos in meinem Köder zu verbeissen... :D
Diese fette Forelle nutzte die Schonzeit um sich gefahrlos in meinem Köder zu verbeissen... :D

Später gabs sogar noch eine weitere Babyforelle...

Ab Abend folgte dann noch der versuch mit der Trockenfliege, da die Fahenträgerinnen eifrig am steigen waren und die Mücken von der Oberfläche schlürften, doch sie bissen nur spitz und von 4 Bissen konnte nur einer verwertet werden und diese Äsche ging dann noch im Drill verloren. Schade, doch ich werde es weiter versuchen.

Noch eine kurze Bemerkung zum momentanen Befischungsdruck:

Auch ich bin unterwegs, doch ist es im Moment recht anstrengend auf Äschen zu fischen, da ich auch heute gut und gerne 30 weitere Fischer gezählt habe. Mein Tipp: Warten bis die Tage kälter werden. ;)

 

Freundliche Grüsse und Petri Heil wünscht Ändu


Donnerstag 25. Oktober, Aare

Jetzt sind sie weg

Heute habe ich meine neue Rolle zur HrZorro dazubekommen: Die Shimano Aernos 1000FA. Bespult mit einer 0.10er PowerPro, wollte ich diese Combo unbedingt sofort testen gehen. Ich glaubte zwar selbst nicht daran, aber vieleicht waren die Egli ja immer noch da in der Aare.

Ich merkte schnell, dass dem nicht so war, Keitech und Wobbler blieben unberührt, aber das war ja auch egal, die neue Combi machte unglaublich Spass.

 

Ausser einer kleinen Forelle, die ich zum Glück schon vor den Füssen abschütteln konnte, wollte nichts mehr beissen.

 

Liebe Grüsse

Nicola

 

 


Sonntag 28. Oktober, Aare

Ein verrückter Ausflug in die Kälte

Die Aare in der malerischen Winterlandschaft
Die Aare in der malerischen Winterlandschaft

Tja, es hatte geschneit und die Temperaturen fielen in den Keller, trotzdem konnten es Nici und ich nicht lassen und realisierten den Tag in Bern um auf Äschen, Hecht und Barsch zu fischen...

Direkt am Morgen kamen wir in dei Fischereikontrollen, was uns sehr erstaunte, natürlich war alles in Ordnung.

Wir probierten es zuerst mit Wobblern und Gummi auf Hecht und Barsch, doch es wollte nichts beissen. So schnappten wir uns die Fliegenruten und begannen mit Trockenfliegen zu fischen, obwohl wir keine steigenden Fische ausmachen konnten. Die ganze Zeit schneite es und so waren wir froh gut angezogen zu sein.

meine nostalgische Fliegenfischereiausrüstung; die Parachute Trockenfliege mit dem gut sichtbaren weissen Büschel steckt im Korkgriff
meine nostalgische Fliegenfischereiausrüstung; die Parachute Trockenfliege mit dem gut sichtbaren weissen Büschel steckt im Korkgriff

Entgegen unserer Erwartung hatten wir einige Bisse, was uns natürlich freute. Am Nachmittag gab es dann sogar kurze Abschnitte in denen die Fische regelmässig stiegen. Doch die seltenen Bisse konnten nicht verwertet werden. Die sehr starke Bise machte die Präsentation auch nicht gerade einfacher und zusätzlich verschärfte sie auch noch die Kältewahrnehmung.

Später versuchten wir es auch noch mit Nymphen....

Nici in der kaltem Aare, um vielleicht doch noch eine Äsche zu überlisten
Nici in der kaltem Aare, um vielleicht doch noch eine Äsche zu überlisten

...., doch, da auch diese Taktik erfolglos blieb, machten wir noch letzte Versuche mit der Zapfenrute und dann kam doch noch der Biss!

Ich drillte eine Äsche, die wieder schwimmen durfte und war sehr zufrieden, dass wir wenigstens nicht als Schneider nach Hause gehen mussten. Der Fisch wurde ohne Foto zurückgesetzt, da er nach dem Drill recht erschöpft war, natürlich hätten wir euch gerne ein Foto präsentiert.

So endete der harte Tag zwar ohne grossen Fang, aber das war uns egal, wir freuen uns schon auf einen weiteren winterlichen Fischertag. :) So ein Tag draussen ist wirklich ein Erlebnis, dass sich lohnt, auch wenn die Fische nicht gerade Kohldampf schieben; wenn ihr Zeit habt dann geht doch ans Wasser und geniesst die Stimmung mit dem herbstlichen Wald und der weissen Dekoration!

 

Gruss und Petri wünscht Ändu


Hier gehts zum nächsten Monat...