Sonntag, 4. März 2012, Arnensee

Eisangeln auf dem Arnensee

Heute Morgen hiess es früh aufstehen. Um sechs Uhr hatte ich bei Nicola abgemacht. Bei ihm wartete auch Ändu, welcher uns heute begleitete. Alle bepackt mit dem Nötigsten zum Eisfischen. Begleitet wurden wir von meinem Vater, der nicht als Fischer, aber als interessierter Zuschauer mit dabei war. Nun ging die Fahrt los. Unser Ziel war Gstaad.

Nach einer mehr oder weniger langen Fahrt, die aber durch interessante Fischergespräche verkürzt wurde, kamen wir in Feutersoey, Gstaad an. Wir parkten das Auto kurz vor der Barriere, die wir im Sommer normalerweise mit einem Fünfliber speisen, um passieren zu können, und machten uns bereit. Denn im Winter ist nichts mit gemütlich bis an den See fahren...jetzt muss gewandert werden!
Zu Beginn war die Strasse in recht gutem Zustand.

Das letzte Drittel war jedoch mit viel Schnee bedeckt, was das Gehen erschwerte, da man immer wieder einsank. Die Wanderung durch die wunderschöne Winterlandschaft war dennoch atemberaubend!

 

Nach 1 3/4 Stunden war es aber geschaft! Der Arnensee lag vor uns!

 

Sofort stiegen wir zur Eisdecke hinab. Kurz einen Blick über den See werfen...nur 2 andere Fischer! Bis anhin waren wir uns nur Öschinensee gewohnt, wo man Meter an Meter fischt, doch das hier sah bereits ganz anders aus! Richtig erholsam!

Schnell waren die ersten Löcher gebohrt und die Ruten ausgelegt. Wie immer mit Tiroler und Hegenen!

Der erste Biss lies nicht all zu lange auf sich warten. Bei Ändu zupfte es an der Rute! Der erste war raus!

Wir fischten bis um 3 Uhr. Dann hatten wir alle unsere 6 Fische gefangen! Nach dem Ausnehmen machten wir uns auf den Rückweg.

Wie hätte es besser kommen können, als einen so wundervollen Tag in Hinsicht auf das Wetter, wie auf die Beisslaune der Fische zu treffen!

War echt ein super Erlebnis.

Es war richtig ruhig und angenehm. Ganz anders, als man das vom Öschinensee her kennt!

Wir werden dem Arnensee wohl auch in den nächsten Jahren im Winter öfter mal einen Besuch abstatten!

 

Gruss Jöshu

Unser prachtvoller Tagesfang
Unser prachtvoller Tagesfang

Freitag, 16. März 2012 - Forelleneröffnung!, Berner Oberland

Bafo-Eröffnung

Aus der Schlucht raus, weg von der Kälte in die Sonne. Weniger Schnee, mehr Bach. Nun konnte es eigentlich losgehen. Doch denkste!...
Aus der Schlucht raus, weg von der Kälte in die Sonne. Weniger Schnee, mehr Bach. Nun konnte es eigentlich losgehen. Doch denkste!...

Ich, Jöshu und Ändu hatten schon lange den Ausflug am 16. März -der langersehnten Bachforelleneröffnung des Kt. Bern- geplant. 

 

Leider lag in der Schlucht unten noch Schnee von einem Meter Dicke bis nahe an den Bach, was das Vorankommen fast unmöglich machte. Über dem Bach selber waren zum Teil sogar noch Eisplatten, wir konnten uns also nie sicher sein, ob wir wirklich auf festem Untergrund standen. So mussten wir von den Umständen gezwungen weiter hochlaufen auf dem Weg, auch wenn Ändu schon in einem der ersten Pools einen heftigen Biss hatte. Die Situation war zu gefährlich, wir mussten vernünftig bleiben. Doch dieser Schlucht werden wir im Sommer mit Sicherheit noch einen Besuch abstatten!

 

Nach kurzem Marsch stiegen wir sodann wieder an den Bach hinunter. Diese Strecke konnte nun von der Sonne erreicht werden, es hatte weniger und festeren Schnee und zum Glück keine Eisplatten mehr. Doch keine halbe Stunde fischen, und schon das nächste Problem: Urplötzlich kam das Wasser enorm trüb, und darauf hin schwankte es ständig zwischen klarem Wasser und Wasser, in dem man bei 10cm Wassertiefe schon keinen Boden mehr sah. Das konnte nicht natürlich sein, irgendwo weiter oben wurde wohl im Bach gearbeitet. So mussten wir wieder wandern, in der Hoffnung, dass die störenden Bauarbeiten in erreichbarer Nähe sind. Und tatsächlich, nach ca. einem halben Kilometer sahen wir den Störenfried: Ein grosser Bagger stand mitten im Bach und wühlte darin herum.

Schnell am Bagger vorbei, entdeckten wir endlich wieder sauberes Wasser und konnten ernsthaft zu fischen beginnen.

 

Und nun begann die Eröffnung erst richtig. Bereits aus dem ersten sauberen Pool (siehe Bild) kamen zwei Förndli raus. Nun hatten wir regelmässig Bisse, fingen einige schöne Forellen und waren froh, dass doch noch alles gut kam.  Nun, da das Wasser klar war und die Forellen doch noch zu uns wollten, hatte ich die beste Gelegenheit, meine neue Unterwasserkamera zu testen und mal so richtig zu Fotografieren, was das Zeug hielt.

Nur Ändu hatte bislang Pech, verabschiedeten sich doch all seine Forellen jedesmal nur knapp vor dem Watkescher.

 

Bis zum Mittag hatten wir drei Forellen in "Tellergrösse" beisammen. Die kleineren rutschten blöderweise immer aus der Hand.

An einem schönen Mittagsplatz angekommen, war schnell ein Feuer entfacht und die frisch gefangenen Forellen durften brutzeln.

 

Das Wetter war einfach traumhaft, die ganze Kälte vom Morgen war verschwunden, und wir wussten kaum wohin mit unseren Kleidern. Die Sonne schien permanent, wir hatten wahrhaftig Wetterglück.

mhhhhhhmmm
mhhhhhhmmm

Das absolute Highligt war die Forelle, die sich völlig unerwartet an einem scheinbar uninteressanten Fleckchen aufhielt: Jöshu erwischte kurz nach dem Mittag diese traumhafte 35er Bachforelle (siehe Bild). Eine Grösse, die in solchen Bächen eine absolute Seltenheit ist . Big petri von mir jöshu!

Traumforelle von 35cm Länge...
Traumforelle von 35cm Länge...

So neigte sich wiedermal ein wundervoller Fischertag seinem Ende zu.

 

Allzu früh wurde es dunkel und wir mussten uns auf den Rückweg machen.

Erst da wurde uns bewusst, wie weit wir liefen. Wir legten an diesem Tag über 6km fischend, laufend und kletternd entlang dem bach zurück. Tönt nach wenig, aber ein Bachfischer weiss was es heisst, mit dieser Ausrüstung und den schwerden Watstiefeln über Stock und Stein und durchs Wasser zu gehen.

Am Abend waren wir alle todmüde, aber voll zufrieden mit dem heutigen Tag.

 

Leider hatte Ändu den ganzen Tag über Pech, bei ihm wollte es noch nicht so recht.

Doch das sollte sich ändern... und wie! Lest den nächsten Bericht über unseren Emme-Ausflug am Sonntag, da werdet ihr sehen wie sein Eröffnungsfang aussah...

 

 

Grüsse und viel Petri für eure Bafo-Trips!

Nicola


Sonntag, 18 März 2012, Emme

Bei Wind, Regen und Schnee an der Emme

Immerhin ein Frosch ;-)
Immerhin ein Frosch ;-)

Ok, wie schon gepostet , waren wir ja am Freitag an der Eröffnung... doch das war nicht alles!

Jöshu ging es heute leider nicht gut, deshalb waren heute nur Ändu und ich unterwegs. Wir gingen an die Emme, für mich absolutes Neuland. Diese Ecke des Kt. Bern kannte ich noch überhaupt nicht. Doch die Schönheit der Emme war unglaublich, und das Wasser kam perfekt grün. Eigentlich ideale Voraussertzungen. Doch leider interessierte das die Bafos nicht. Ihnen wars egal. Wir fischten und liefen, liefen und fischten, kletterten und wateten bis zum Geht-nicht-mehr. Doch so konnte ich wenigstens meine neue UW-Kamera etwas austesten. Ein Frosch war für lange Zeit das einzige Lebenszeichen, dass wir in der Emme ausmachen konnten, und wurde sogleich abgelichtet. Immerhin war das Wetter bis anhin noch akzeptabel.

 

Schon nahe am Aufgeben, beschlossen wir, es noch am voraussliegenden Pool zu probieren, und dann aufzuhören. Und promt hatte Ändu einen Biss! Unglaublich!Und was für einen! Nach kurzem, heftigem Drill lag eine prächtige, topfite 46er Bachforelle auf dem Bachbett. Wow!

Da ja Ändu an unserem Eröffnungstrip an der Engstligen etwas Pech hatte, war dies sein Eröffnungsfang. Nicht übel für den Start in die neue Saison :-)

46cm pure Schönheit. Für uns die Erlösung, für Ändu der Eröffnungsfang.
46cm pure Schönheit. Für uns die Erlösung, für Ändu der Eröffnungsfang.
beim Fotoshooting... keine Angst, dauert nicht lange
beim Fotoshooting... keine Angst, dauert nicht lange

Nach dieser Freude probierten wir es noch kurz weiter, doch dann entschlossen wir uns, an einen kleineren Bach zu gehen.

Die richtige Entscheidung.

Die Rotgetupften bissen fleissig und wir erlebten jede Menge Action. Bis auf zwei 28er, die bei mir leider den Haken zu tief schluckten, rutschten uns blöderweise allesammt wieder aus den Händen ;-)  Die Drills am Ultraleichten Spinngerät waren der Hammer. Dies war auch die ideale Zeit für ein paar Unterwasserfotos von unseren getupften Kollegen. Wir fotografierten und filmten und wurden immer besser darin. Wir sind zuverischtlich, demnächst unser erstes You-Tube-Video zu realisieren, wenns so weitergeht. Doch seht selbst...

sag hallo zu Papa :-)
sag hallo zu Papa :-)

Leider war es bereits seit dem Mittag am Regnen und Stürmen. Meine Jacke hielt zwar alles ab, doch zuvor nahm ich eben noch ein unfreiwilliges Bad und Ändu war auch durchnässt bis zu den Knochen. Nichtsdestotrotz kämpften wir uns weiter durchs dichte Gestrüpp, immer höher hinauf. Der Aufstieg wurde immer steiler, die Bisse seltener, die Fische kleiner. Doch spätestens als sich der Regen in Schnee verwandelte, mussten wir aufgeben. Der Akku der Kamera war leer, Fische fingen wir genug heute und unsere Finger spürten wir nicht mehr.

 

Frierend, aber über die Massen zufrieden, traten wir also den Rückweg an.

 

Grüsse und Petri

Nicola


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