Sonntag, 1. April, Gürbe

An der Gürbe bei Blumenstein

Dies ist kein Aprilscherz ;-) Am 1. April gingen Nicola und ich (Ändu) an die Gürbe. Die Strecke oberhalb von Blumenstein kannten wir noch nicht und es war Zeit, die mal zu testen. 

Die Anfahrt war von Thun nach Blumenstein war mit meinem Roller schnell erledigt und so konnten wir bei eher milden Temperaturen so um 4 Grad die Wathosen anziehen und ins Wasser steigen.

Doch unser erster Eindruck war schonmal schockierend: Meterhohe, hässliche Verbauungen, soweit das Auge reicht :-(

In der Hoffnung, dass es weiter oben schöner würde, begannen wir zu fischen und hatten in den künstlichen Pools unter den noch künstlicheren Schwellen wie erwartet Biss um Biss...

je weiter oben, desto schöner wurden die Forellen :-)
je weiter oben, desto schöner wurden die Forellen :-)

Bereits beim etwa 3. Wurf konnte die erste Bachforelle gelandet werden. Leider war sie mit etwa 15cm weit unter dem Schonmass von 28cm und durfte ins Wasser zurück.

So etwa in dieser Art ging es weiter....

Es war cool so viele Bisse zu haben, doch die Durchschnittsgrösse liess doch sehr zu wünschen übrig. Deshalb legten wir etwas Strecke zurück um aus dem vielbefischten Gebiet direkt an der Strasse herauszukommen.

Die Fische wurden auch zusehends grösser, doch keiner hatte die erforderlichen 28 Zentimeter..

Nach dem 2. oder 3. Fisch wechselte ich auf den Wobbler und auch Nicola entschloss sich zu dieser Taktik, um eventuell die Babyforellen zu umgehen.

Dies machte sich nun bemerksam und Nici konnte direkt am Ende eines fängigen Abschnitts eine wunderschön gefärbte Bachforelle drillen und auch behändigen. Eine gute Tellergrösse hatte sie. 

Ich fing an den nun kleinerwerdenden Stellen weniger, hatte aber jedesmal eine Heidenfreude, wenn ich in der Strömung auf einmal wieder einen Biss registrieren konnte.

Aber auf einmal war Schluss mit Bissen, wir wissen nicht genau warum, aber wir konnten versuchen was wir wollten, es erfolgten keine Bisse mehr, nicht einmal mehr ein Zupfer.

Nach einiger Zeit traten wir dannn gezwungenermassen den Rückweg an und erst jetzt realisierten wir, was wir wieder einmal für eine Strecke zurückgelegt hatten; da soll noch einmal jemand sagen Fischen sei kein Sport! :D

 

 

Doch nun wurde es Zeit nach Hause zu gehen, zwar nur mit einer Forelle, aber das ist für uns nebensächlich. Im Vordergrund steht für uns das Erlebnis am Bach und in der Natur. Natürlich gehört auch das Fangen dazu, aber nicht in erster Linie zur Nahrungsbeschaffung, auch wenn eine wilde Forelle auch auf dem Teller noch einmal ein richtiges Vergnügen ist.

 

Wir wünschen euch allen viel Spass und Petri Heil im April und viele schöne Stunden am Wasser.

so hässlich siehts dort überall aus :-(
so hässlich siehts dort überall aus :-(

Unser Fazit:

Dieser Abschnitt besteht Kilometerlang nur aus hässlichen, meterhohen Schwellen, soweit das Auge reicht! Dort existiert in jeder Schwelle ein lächerlicher, unnatürlicher Bestand aus kleinen, ausgesetzten Bachforellen, sonst nichts. Die können nicht auf- und nicht absteigen und wegen dem vermutlich hohen Befischungsdruck auch nicht gross werden. Tatasächlich wurde die Durchschnittsgrösse immer grösser, je weiter wir hochgingen und je unwegsamer und mühsamer es wurde. Doch dafür lohnt sich die Kletterei unseren Erachtens nach nicht. Selbst bis kurz unter die Quelle scheint sich dies nicht zu verbessern, und es gibt im ganzen Kanton genug andere, schönere und natürlichere Bäche, wo auch gut gefangen wird.

 

Wir werden wohl so bald nicht mehr hingehen und empfehlen es auch keinem, der sich beim Fischen gern mit der Natur verbunden fühlt.

Gruss und Petri

Ändu und Nicola


Freitag, 6. April, Thunersee

Felchenfischen auf dem Thunersee

Nachdem ich am Morgen lange geschlafen habe, entschied ich mich nach einem Blick aus dem Fenster noch eine kleine Angeltour zu unternehmen! Eigentlich sollte das Wetter schlecht sein. Es war aber nur etwas bewölkt und sah nicht nach Regen aus! Kurzerhand habe ich Nicola angerufen und ihn gefragt ob er mit auf den See kommt. Natürlich war er dabei! So gegen zwei Uhr waren wir dann auf dem See. Leider habe ich momentan einen zu leichten Anker für mein Boot, da der alte leider versenkt wurde...deshalb trieben wir immer ab. Also brachen wir das Angeln vor dem EW-Spiez kurzerhand ab und fischten in den Häfen, wo wir uns an Bojen befestigen konnten. Als wir im Ersten Hafen nach ca. einer halben Stunde ohne Biss weiterziehen wollten, zuckte es beim Hochkurbeln in meiner Rute. Sofort wehrte sich der Fisch heftig. Nach zwei Minuten Drill lag die Felche dann im Netz. Mit ihren 36cm zwar kleiner, als ich dem Drill nach erwartet habe, aber ein schöner Fisch!

Felche, Felchenfischen
schönes Stück Silber von 36cm Länge

Leider ging dann nichts mehr und so machten wir uns gegen 17:30 Uhr auf den Heimweg.

Es gab zwar nur einen einzigen Fischkontakt, war aber trotzdem ein schöner Nachmittag auf dem See. Zu unserem Erstaunen war es eine Zeit lang sogar richtig warm und der blaue Himmel zeigte sich!

 

Gruss Jöshu


Samstag, 7. April, Berner Oberland

Eine nasse Angelegenheit...

Die Wetterprognosen für heute waren alles andere als rosig. Und normalerweise gehe ich bei solchem Wetter auch nicht mehr fischen (meine Verrücktheit hat ein klein wenig nachgelassen ;-)). Doch wenn man seit langem versucht, endlich mit einem Kollegen einen passenden Tag zum Fischen zu finden, der für beide klappt und dann findet man mit dem heutigen Tag tatsächlich einen Termin ... dann geht man eben trotzdem.

So wurde gestern Abend halt noch die Regenjacke ausgepackt und alle anderen Vorkehrungen für einen nassen Tag getroffen.

So sah der Bach gestern aus... schlicht perfekt :-)
So sah der Bach gestern aus... schlicht perfekt :-)

Und heute morgen um 7 gings dann los. Lüku, der besagte Kollege, holte mich mit seinem Auto ab und unterwegs wurde dann noch ein Kollege von ihm aufgegabelt. So waren wir zu dritt unterwegs und besprachen, wo es hingehen sollte. Für sie beide war die Bachfischerei absolutes Neuland und für sie war klar, dass sie das Bachfischen lernen wollten. Deshalb galt es zu rätseln, an welchem Bach man sich nach und bei so heftigen Regefällen noch aufhalten kann und wo die Fische noch beissen.

 

Schliesslich fanden wir einen Bach, der bei diesen Bedingungen tatsächlich sogar perfektes Wasser führte, leciht grünlich angetrübt, das kommt gut!

Dank meinen Wathosen und der Regenjacke blieb ich wie erhofft absolut trocken. Für solche Dinge lohnt sich meiner Meinung nach eine gute Investition am meisten. Ohne gute und zuverlässige Funktionskleidung kann man sich nicht mehr gleich fest aufs Fischen konzentrieren und schlechtes Wetter wird schnell zu Qual.

 

Die hat sich wohl etwas überschätzt ;-)
Die hat sich wohl etwas überschätzt ;-)

Es machte mir Spass, ein wenig Guide zu spielen und umso mehr, als es ihnen sehr gut zu gefallen schien. 

 

Bald schon der erste Schrei von Lüku: Er hatte soeben seine erste (leider untermassige) Bachforelle in einem Bach gefangen, und bald folgte auch sein Kollege mit der ersten Untermassigen. Sie hatten den Dreh schnell raus, beherrschten das Bachfischen schon bald wie die Profis und durften sich ab regelmässigen Fischkontakten freuen.

 

Zeitgleich als ich ab einer übermütigen 29er staunte, die sich meinen übergrossen Köder schnappte, fing Lüku seine erste Massige. Es waren zwei schöne Forellen, gute Tellergrösse... die durften mit :-)

 

Plötzlich schoss tatsächlich doch noch die erhoffte Grosse auf meinen grossen Köfi. Doch ich ärgerte mich, dass ich diese eimalige Chance nach allzu kurzem Drill versiebte... die hätte die  40er Marke locker geknackt :-(

 

Leider lief danach nichts mehr: Wegen dem Regen kam immer mehr Wasser, bis sich der Bach vom perfekten Status in den Status eines gefährlichen, trüben und unberechenbaren Wildbaches verwandelte, in dem logischerweise auch nichts mehr beissen wollte --> Rückzug

 

 

So fuhren wir gerade noch trocken aus dem Oberland nach Thun zurück und ich freute mich, zwei weitere junge Fischer fürs Bachfischen begeistert zu haben.

 

Petrigruss an alle

Nicola


Sonntag, 8. April, Gürbe

Merkwürdiger Nachmittag an der Gürbe

Hallo liebe Leser :-)

 

Ich war heute Nachmittag spontan mit Andri, einem Kollegen von mir (nein, nicht dieser Ändu vom Autorenteam ;-)) an der Gürbe, da dies bei den aktuellen, regenbedingten Wassermassen der einzige noch gut befischbare Bach ist.

 

Andri am fischen
Andri am fischen

An der Gürbe angekommen, ich war noch am montieren, schritt Andri mit einem kleinen LC Pointer bewaffnet an den ersten Hotspot. Und tatsächlich, nach drei Würfen hing schon die erste Bachforelle... und gleich ne satte 30er! Nice dachte ich, das fängt ja gut an, und war mittlerweile auch parat. Sogar zu schneien hat es aufgehört :-)

Andri's schöne 30er schnappte sich den LC Pointer beim dritten Wurf
Andri's schöne 30er schnappte sich den LC Pointer beim dritten Wurf

Doch von wegen guter Start... danach ging gar nichts mehr! Überhaupt nichts, noch zwei  Untermassige 26er meinerseits und dann Funkstille! Dabei wäre die Gürbe heute so perfekt gewesen? Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Letztes Mal, als die Gürbe diese Farbe hatte, hatten wir einen Biss nach dem anderen?

Aber egal, für Andri war es der Eröffnungsfang und ich durfte mich üben im abreissen und wieder montieren

Gruss und Petri

Nicola


Montag, 9. April, Thunersee

Kaltes Silber aus dem Thunersee

Da Ostermontag war und Jöshu somit nicht arbeiten musste, entschlossen wir uns, des passablen Wetters wegen, zu einem Ausflug auf den Thuner, um doch noch ein paar Felchen mehr zu fangen.

Auch bewölkt sehr schön...
Auch bewölkt sehr schön...

Es war bewölkt und unangenehm frisch, doch das hielt uns nicht davon ab, auf den See zu gehen. So fuhren wir auf den See und liessen den zusätzlich beschwerten Anker in die Tiefe.

Diesmal hielt das Boot (s. vorherigeriger Beitrag übers Felchenfischen) und so konnten wir trotz des recht starken Wellengangs fischen, nur die Fische wollten nicht so recht, das Wasser ist halt im Moment auch erst 6 Grad "warm".

Leider schien beim Heraufkurbeln des Ankers die einfache Winde das Zusatzgewicht nicht auszuhalten.... Nun mussten wir den Anker von Hand nach oben wuchten. Das war ein wahnsinns Kraftakt, zumal der schwere Anker in über 30 Metern Tiefe war.

Als wir in dann endlich im Boot hatten suchten wir nach Lösungen für unser Problem.

Das Beste was uns einfiel war, dass Jöshu einen Kollegen aus seinem Fischerverein (FV Dürrenast) anruft um diesen zu fragen, ob er nicht noch ein wenig auf den See fahren wolle.

Dieser liess sich für unser Vorhaben begeistern und so steuerten wir den Hafen an, um ihn nur wenig später auf einem anderen Boot wieder zu verlassen.

Wir hatten nun kein Echolot mehr dabei, dafür einen alten Hasen, "Wale" heisst er.

Dieser steuerte uns zuverlässig zu den Felchen und so konnte ich schon bald eine erste, wenn auch untermassige Felche zum Feumer ziehen.

Sehr gut, schon mal kein Schneidertag!

Felchenfischen macht Laune
Felchenfischen macht Laune

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch dannach ging an dieser Stelle nichts mehr, deshalb zügelten wir und fanden ein gutes Plätzchen ein wenig abseits einer Bootgruppe.

Damit schienen wir es getroffen zu haben, schon beim ersten Heben kam beim Mentor und auch bei mir fast zeitgleich der Biss, wir meisterten den Doppeldrill spontan.

Beide Felchen waren topfitt und boten einen spannenden Drill.

Meine durfte wieder zurück und hat die Möglichkeit noch etwas zu wachsen, die vom Chef hatte das Mass von 28cm schon reichlich überschritten und durfte zum Abendessen bleiben.

Etwas später konnte auch ich meine 1. Mässige überlisten.

Dann war wieder Wale an der Reihe.

Nur Jöshu hatte noch keine, einen ersten Biss konnte er nicht verwerten, aber dann gelang es doch noch und dann beim Feumern hatte er aber das Pech, dass sich die Hegene im Netz verhängte, bovor der Fisch darin war.

Durch die nun ungedämpften Fluchtversuche löste sich der Haken aus dem Maul und die Felche, welche eine gute Grösse gehabt hätte, musste nicht lange überlegen, ob sie in die Tiefe zu ihren Artgenossen zurück wollte oder doch lieber in die Pfanne....

Nun kam eine Flaute, in welcher der See ruhig war und wir keine Bisse mehr verzeichen konnten.

Diese wurde nur damit untenrochen, dass ich meine 2. Felche behändigen konnte, als wir gerade dabei waren, unser Boot wieder etwas näher zum Anker zu ziehen, und damit die Hegenen schräg im Wasser lagen.

Genau dann kam der Biss und ich war erstaunt, dass ich den Biss in der komischen Situation überhaupt bemerkte und der Anschlag auch noch sass.

Dann ging wieder nichts mehr.

Da auch langsam der Abend gekommen war, suchten wir den Hafen auf und packten zufrieden unsere sieben Sachen.

2 schöne Felchen aus dem Thunersee
2 schöne Felchen aus dem Thunersee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruss und Petri wünscht

Ändu


Ebenfalls Montag, 9. April, Diemtigtal

Ohne Fisch im Diemtigtal

Ich war nochmals mit Lüku am Bach unterwegs, wieder im Diemtigtal, während Jöshu und Ändu auf dem See waren. 

Leider blieben wir fast ohne Biss. Deshalb zurück ins Auto und weiter oben probieren. 

Kirel, ziemlich weit oben
Kirel, ziemlich weit oben

Doch auch dort ging nicht mehr viel. Also ab nach Hause zurück, den schönen Bach inmitten der frühlingshaften Natur haben wir ja trotzdem genossen. Glücklicherweise hat wenigstens der erwartete Regen nie eingsesetzt :-)

 

Gruss und Petri

Nicola


Samstag, 14. April, Kander und Zulg

Fischen an Kander und Zulg

Heute ging es für Nicola und mich an die Kander. Es war ein Ausflug mit der Jugendgruppe unseres Vereins. Am Morgen früh fuhren wir alle zusammen an die Kander. Dort teilten wir uns dann in Dreiergruppen auf und befischten verschiedene Strecken.

Nici und ich zogen mit einem jüngeren Mitglied los und befischten die Kander etwa 2km nach Frutigen. Schon bald konnten wir die ersten Bisse melden. Allerdings waren es nur kleine Regenbogenforellen. Die Kander ist momentan voll damit, da letztes Jahr die Zucht überschwemmt wurde und die Fische so in die Kander gelangten. Etwas weiter oben konnte ich dann doch noch eine Bachforelle landen. Zwar nicht die Grösste, aber sie bereitete uns nach all den Regenbogenforellen trotzdem Freude! 

 

Gegen 11 Uhr hatten wir dann wieder bei den Autos abgemacht um pünktlich um 12:00 Uhr beim Klubhaus zu sein. Es war ein schöner Morgen mit vielen Bissen und einer schönen Umgebung. Aber nur einen halben Tag fischen?! Nee...! Also beschlossen Nicola und ich der Zulg noch einen Besuch abzustatten! Nach einem kurzen halt bei der Landi, wo wir uns was zum Mittagessen kauften, standen wir bereits in der Zulg.

 

schöne Zulgforelle!
schöne Zulgforelle!

Zu beginn wollten die Fische nicht so recht beissen. Nach ca. einer halben Stunde kamen die ersten Bisse aber trotzdem. Und nur kurz darauf gelang es mir eine gut 29er Bafo zu fangen. Auch Nicola fing kurze Zeit später eine weitere Rotgetupfte.

Ich mit meiner 38er
Ich mit meiner 38er

Nun fischten wir in einer Strecke der Zulg, welche viele Schwellen hat.

Ich stand gerade vor einer Schwelle, als Nici meinte: "Die wollen nicht mehr beissen! ". Doch noch während Nici seinen Satz beendet hatte, schlug es hart in meiner Rute. Sofort habe ich angehoben und es began wild zu spritzen. Eine bessere Forelle kam zum Vorschein und Nicola konnte sie schnell feumern! ( Danke ;) ).

Ein wunderschöner Fisch und mit seinen 38cm für die Zulg eine beachtliche Bafo.

Nach diesem Fang fischten wir nur noch kurz weiter und machten uns dann auf den Weg nach Hause.

Es war ein wunderschöner Tag, auch wenn das Wetter nicht immer perfekt war, welcher uns fünf massige Fische schenkte. Was will man mehr!

 

Gruss und Petri Jöshu


Sonntag, 22.April, Emme

Gutes Wetter an der Emme

Auch wenn unsere Eltern nicht glaubten, dass es heute "fischbares Wetter" gibt, so entschlossen wir uns trotzdem zu einem weiteren Trip an die Emme, diesmal etwas weiter unten als letztes Mal.

Ich betrat mit Nicola und meinem kleinen Bruder das Bachbett.

 

Es kam wie erwartet kein Hochwasser und es regnete nur etwa 5 Minuten. Das Wasser hatte einen leichten Grünstich, was uns sehr gefiel.  

Zuerst probierten wir es mit dem Wobbler, wir hatten einige Bisse und es gingen ein paar, wenn auch meist untermässige Farios an den Haken.

Wir bemerkten, dass die Köcherfliegen recht intensiv am schlüpfen waren. Die Imagos wälzten sich auf der Wasseroberfläche und auch sonst herrschte rege Aktivität im Kleintierbereich. Schade htten wir die Fliegenruten nicht dabei...

Deshalb montierten wir eine beschwerte Nymphe.... und unser Plan ging auf. Schon bei den ersten Würfen ging Nicola eine gute Forelle auf die Nymphe, doch sie nutzte ihre Chance und verschwand, noch bevor sie in greifbarer Nähe war.

Als nächstes war ich dran und ich staunte, dass eine 35er Fario, die noch eine Groppe im Magen hatte, sich die treibende Nymphe geschnappt hatte....

Meine schöne 35er auf Nymphe
Meine schöne 35er auf Nymphe

Offensichtlich haben wir das Rezept zum Erfolg gefunden: 

Die Emmeforellen bis anhin...
Die Emmeforellen bis anhin...

Daraufhin kam ein grosser Gumpen, in dem wir sehr viele Bisse hatten.

Eine weitere schöne Bachforelle durfte mitkommen, diese wirkte trotz der 30cm recht klein neben der grösseren Artgenossin.

Nach dem Mittagessen fand Nicola per Zufall eine Morchel und bei genaurem Umsehen fanden wir in unmittelbarer Nähe noch 7 weitere. Wir freuten uns auf die feine Morchelsuppe die wir damt zubereiten werden.

Wir fischten weiter, hatten regelmässig Hänger und versenkten unsere Köder in der im Wasser liegenden Ufervegetation, es lief also nicht gerade rosig. 

 

Doch wir gaben nicht auf und auf einmal konnte Nicola nach einem heftigen Biss aus einem kleinen Lauf unterhalb einer Schwelle eine gute Forelle in unsere Richtung ziehen. Also doch noch eine Schöne! Diese hatte die 40er Marke sicherlich geknackt und wehrte sich wehement. Ein packender Drill mitten in der Strömung, das Wasser kam ihm bis zu den Hüften. Man hört es schon an der Formulierung: Ihre Fluchtversuche blieben nicht erfolglos und so konnte sie sich direkt vor dem Feumer befreien, weil der Haken ausschlitzte. Ich filmte alles und wenn er den Drill nicht so herausgezögert hätte fürs Video, wäre die fette Forelle nun auf dem Trockenen. Egal, die Forelle schwimmt halt glücklich weiter und gutes Videomaterial hats ja immerhin gegeben :-)

Nicola ärgerte sich trotzdem etwas, was nicht verwunderlich ist.

 

 

Es ist für mich klar, dass wir zurückkehren werden, auch wenn mein Bruder heute seine 1. Forellle nicht überlisten konnte.

So war der Abend gekommen, wir packten zusammmen und gingen nach Hause.

 

Gruss und Petri

Ändu


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